Bei R-tec IT Security ist die Führungsetage neu aufgestellt: Sebastian Bittig übernimmt zum 1. August 2026 die Position des Chief Technology Officers (CTO) und wird zugleich Geschäftsführer. Damit komplettiert er gemeinsam mit dem zuvor ernannten CEO Torsten Wahle die neue Doppelspitze des auf Cyber-Sicherheit spezialisierten IT-Dienstleisters. Bittig rückt für Marek Stiefenhofer nach, der das Unternehmen nach 19 Jahren verlässt.
Doppelspitze mit langjähriger R-tec-Erfahrung
Sebastian Bittig bringt für seine neue Rolle 15 Jahre Erfahrung aus dem eigenen Haus mit. Er startete 2011 als Werkstudent im Bereich Penetration Testing, leitete ab 2015 das Team Vulnerability & Threat Management und übernahm 2021 die Führung des Cyber Defense Centers. Zuletzt verantwortete er als Director of Cyber Defense die operative Angriffserkennung und -abwehr. „Die letzten 15 Jahre bei R-tec haben mich sehr geprägt. Ich bin dankbar für die Gelegenheit, jetzt als CTO die technische Entwicklung von R-tec voranzutreiben, und freue mich auf die kommenden Schritte gemeinsam mit dem Team und Torsten Wahle“, wird Bittig zitiert.
Während Torsten Wahle als CEO die Geschäftsführung verantwortet, übernimmt Bittig die strategische und technische Ausrichtung. Die interne Besetzung des CTO-Postens signalisiert Kontinuität: Für Kunden und Partner bleibt ein Ansprechpartner im Amt, der die operativen Security-Strukturen aus mehreren Führungspositionen kennt. R-tec ist Teil der Accompio-Gruppe, in der Cybersecurity zu den zentralen Wachstumsfeldern zählt.
Stärkere Verzahnung innerhalb der Accompio-Gruppe
Ein Schwerpunkt der neuen Führung liegt auf der engeren Zusammenarbeit innerhalb der Accompio-Gruppe. Geplant sind gemeinsame Kompetenz-Communities, die Wissen aus den verschiedenen IT-Bereichen systematisch zusammenführen. Das Ziel: Security soll bereits bei der Entwicklung von Lösungen für Kunden der gesamten Gruppe berücksichtigt werden. Die Accompio-Gruppe mit Hauptsitz in Einbeck (Niedersachsen) ist ein deutscher IT-Dienstleister und Managed Service Provider (MSP). Sie bündelt mehrere IT-Unternehmen, um Firmen im DACH-Raum bei der digitalen Transformation, IT-Sicherheit, Cloud-Infrastruktur und dem Einsatz von KI zu unterstützen. Die Gruppe beschäftigt mehr als 700 Mitarbeitende an 19 Standorten in Deutschland, Österreich, Ungarn und Bulgarien.
Resilienz statt reiner Compliance
Bittig sieht eine wesentliche Lücke zwischen regulatorischen Anforderungen wie NIS2 oder DORA und der tatsächlichen Widerstandsfähigkeit vieler Unternehmen. Aus seiner Sicht reicht es nicht, Dokumentationspflichten zu erfüllen. Kunden müssten auch im Ernstfall handlungsfähig bleiben. Diese Haltung prägt die künftige Ausrichtung der technischen Entwicklung bei R-tec. Konkret geht es darum, Sicherheitslösungen zu schaffen, die operative Belastbarkeit in den Mittelpunkt stellen – und nicht nur Compliance-Kästchen abhaken.
KI im Security Operations Center
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Security Operations Center (SOC) gehört zu Bittigs technischen Schwerpunkten. KI soll vor allem bei der Triage und Kontextanreicherung unterstützen. Dadurch sollen Analysten mehr Zeit für kritische Fälle erhalten, Reaktionszeiten sinken und Security-Services skalierbarer werden. Dies ist ein entscheidender Hebel, um dem Fachkräftemangel in der Cybersicherheit zu begegnen und gleichzeitig die Effektivität der Angriffserkennung zu steigern.
Enterprise-Security für den Mittelstand
Ein weiterer strategischer Fokus liegt auf kleineren und mittleren Unternehmen (KMU). Sie sind laut Bittig denselben Angriffsmethoden ausgesetzt wie große Konzerne, verfügen aber häufig nicht über vergleichbare Ressourcen für eine eigene Cyberabwehr. R-tec will deshalb bewährte Enterprise-Lösungen auch für den Mittelstand bezahlbar und nutzbar machen. Dieser Ansatz adressiert ein wachsendes Marktbedürfnis: Mittelständische Unternehmen suchen zunehmend nach professionellen Sicherheitslösungen, die sie ohne eigene, teure Spezialisten betreiben können.
Marek Stiefenhofer verlässt R-tec nach 19 Jahren
Bittigs Vorgänger Marek Stiefenhofer scheidet nach 19 Jahren Betriebszugehörigkeit aus dem Unternehmen aus. Er bleibt in den kommenden Monaten beratend verbunden und begleitet den Übergang. Stiefenhofer war 2007 als Chief Information Security Officer (CISO) und ISMS-Manager zu R-tec gekommen. 2017 übernahm er die Leitung der Business Unit Cyber Security Consulting. Seit 2021 war er als geschäftsführender Partner und CTO tätig, seit 2024 als Geschäftsführer. „Ich habe die vergangenen Jahre eng mit Sebastian zusammengearbeitet. Nach fast 19 Jahren ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Aufgabe weiterzugeben und mich neuen beruflichen Zielen zu widmen. Ich blicke mit Stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben“, so Stiefenhofer.
Die R-tec IT Security GmbH mit Hauptsitz in Wuppertal entwickelt seit über 30 Jahren Security-Lösungen für den Mittelstand und Enterprise-Kunden. Das Unternehmen betreibt ein Cyber Defense Center aus Security Operations Center (SOC) und Computer Emergency Response Team (CERT), das Kundeninfrastrukturen rund um die Uhr überwacht. Es ist nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als qualifizierter APT-Response-Dienstleister gelistet. Mit der neuen Doppelspitze stellt sich das Unternehmen für die wachsenden Anforderungen im Markt für IT-Sicherheit breiter auf – technisch, strategisch und mit Blick auf die spezifischen Bedürfnisse des gehobenen Mittelstands. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die stärkere Verzahnung innerhalb der Accompio-Gruppe in konkreten, marktfähigen Sicherheitslösungen niederschlägt.