Samsung schließt 18 kritische Android-Sicherheitslücken in Galaxy-Updates

Samsung schließt im September 2026 insgesamt 89 Sicherheitslücken, darunter 18 kritische Android-Fehler, die eine Fernausführung von Code ermöglichen.

Highlights
  • 18 kritische Android-Sicherheitslücken wurden im September-Update 2026 geschlossen.
  • Zwei Heap-basierte Pufferüberläufe in Galaxy-eigenen Bibliotheken ermöglichen Codeausführung aus der Ferne.
  • Android 14 bis 17 sind von den Sicherheitslücken betroffen, One UI 9 wird verteilt.},

Samsung hat sein monatliches Sicherheitspaket für September 2026 veröffentlicht und schließt damit insgesamt 89 Schwachstellen in seinen Galaxy-Geräten. Darunter befinden sich 18 kritische Androida-Sicherheitslücken, die eine Fernausweitung von Berechtigungen oder die Ausführung von schädlichem Code ermöglichen könnten. Die Aktualisierungen adressieren sowohl universelle Android-Probleme als auch spezifische Schwachstellen in der Samsung-eigenen Software.

18 kritische Lücken und 40 als hoch eingestufte Fehler

Die Schwachstellenübersicht für September 2026 zeigt eine umfangreiche Patchen-Offensive: 18 der von Google entdeckten Sicherheitslücken gelten als kritisch, weitere 40 sind als hochriskant eingestuft. Samsung selbst hat zudem 31 eigene Sicherheitskorrekturen für seine Galaxy-spezifischen Komponenten integriert. Viele der Patches stammen aus dem Google Security-Bulletin für September 2026, jedoch betreffen nicht alle dort gelisteten Fehler auch Samsung-Geräte.

Die schwerwiegendsten Schwachstellen finden sich im Framework- und System-Bereich des Android-Betriebssystems. Sie könnten es einem Angreifer ermöglichen, aus der Ferne seine Berechtigungen auszuweiten – ohne dass dafür zusätzliche Rechte oder eine Benutzerinteraktion erforderlich sind. Ein erfolgreicher Angriff würde dem Angreifer weitreichende Kontrolle über das betroffene Gerät geben.

Android 14 bis 17 von den Sicherheitslücken betroffen

Wie aus dem Bulletin hervorgeht, sind die Sicherheitspatches für die Betriebssystemversionen Android 14, 15, 16, 16 QPR2 und 17 relevant. Android 17 bildet die Basis für Samsungs hauseigene Benutzeroberfläche One UI 9. Diese aktuelle Version ist derzeit ab Werk nur auf den neuen Galaxy Fold 8, Flip 8 und dem Galaxy S26 FE zu finden. Samsung hat jedoch angekündigt, One UI 9 bald auf weitere kompatible Galaxy-Geräte zu verteilen.

Besonders kritisch sind zwei spezifische Schwachstellen, die nur Galaxy-Geräte betreffen und von Samsung selbst identifiziert wurden: Zwei Heap-basierte Pufferüberläufe im DNG- und JPG-Decoder der Bibliothek „libimagecodec.quram.so“. Diese Fehler, die unter den Nummern SVE-2026-3247 (CVE-2026-21095) und SVE-2026-3282 (CVE-2026-21096) geführt werden, erlauben es Angreifern, aus der Ferne beliebigen Code auszuführen. Betroffen sind auch hier die Android-Versionen 14, 15, 16 und 17.

Es ist bemerkenswert, dass Samsung 40 der im September-Bulletin von Google aufgeführten Schwachstellen als für Galaxy-Geräte nicht relevant einstuft. Ein weiteres Problem sei bereits durch ein früheres Update behoben worden. Diese Selektivität unterstreicht die Komplexität der Sicherheitslandschaft: Nicht jede vermeintliche Bedrohung für das Android-Ökosystem betrifft jedes Gerät.

Updates werden schrittweise an die Galaxy-Geräte verteilt

Die neuen Sicherheitspatches sollen im Laufe der nächsten Tage auf vielen Galaxy-Smartphones und -Tablets verfügbar sein. Samsung betont jedoch, dass die Verfügbarkeit regional und modellabhängig variieren kann. Einige Patches werden direkt von Google über die Play-Dienste verteilt, andere kommen über Samsungs eigene Update-Kanäle.

Das Unternehmen aktualisiert seine Geräte in unterschiedlichen Zyklen: Wichtige Flaggschiff-Modelle erhalten monatliche Sicherheitsupdates, während ältere oder weniger verbreitete Modelle nur quartalsweise versorgt werden. Ein interessantes Detail ist, dass das Galaxy Z Fold 4 und Flip 4 aus der monatlichen Topliste gefallen sind und nun nur noch alle drei Monate Sicherheitspatches bekommen. Zudem werden diese Foldable-Geräte sowie das Galaxy S22 kein Android 17 mehr erhalten – ein natürlicher Schritt im Lebenszyklus eines Smartphones.

Die 18 kritischen Sicherheitslücken zeigen einmal mehr, dass selbst etablierte Plattformen wie Android nicht immun gegen schwerwiegende Fehler sind. Für Nutzer bedeutet dies: Ein regelmäßiger Check auf verfügbare Systemupdates ist unerlässlich, insbesondere bei Geräten, die sensible Daten speichern oder für berufliche Zwecke genutzt werden.

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