{"id":39181,"date":"2026-05-22T09:50:33","date_gmt":"2026-05-22T07:50:33","guid":{"rendered":"https:\/\/overcentral.com\/de\/nach-destiny-2-aus-bungie-entlaesst-mitarbeiter-kein-destiny-3\/"},"modified":"2026-05-22T09:51:35","modified_gmt":"2026-05-22T07:51:35","slug":"bungie-entlaesst-mitarbeiter-kein-destiny-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/overcentral.com\/de\/bungie-entlaesst-mitarbeiter-kein-destiny-3\/","title":{"rendered":"Nach Destiny-2-Aus: Bungie entl\u00e4sst Mitarbeiter, kein Destiny 3"},"content":{"rendered":"<p>Bungie steht vor einer erneuten Welle von Entlassungen. Der Grund: Das Studio stellt die aktive Entwicklung seines langj\u00e4hrigen Umsatzbringers Destiny 2 ein. Das bedeutet das Ende aller geplanten Erweiterungen und eine deutliche Reduzierung der Belegschaft. Gleichzeitig best\u00e4tigen Quellen, dass ein Nachfolger Destiny 3 derzeit nicht in Arbeit ist. F\u00fcr die treue Fangemeinde ist das ein harter Schlag \u2013 und f\u00fcr die Branche ein weiteres Signal f\u00fcr die zunehmende Konsolidierung im Live-Service-Segment.<\/p>\n<h2>Das Ende einer \u00c4ra: Destiny 2 wird in den Wartungsmodus versetzt<\/h2>\n<p>Nach knapp neun Jahren, in denen Destiny 2 immer wieder mit neuen Inhalten versorgt wurde, zieht Bungie den Stecker. Die Entscheidung, das Spiel in den sogenannten Maintenance-Mode zu \u00fcberf\u00fchren, bedeutet faktisch das Ende aller neuen Story-Kampagnen, Raids und saisonalen Events. Alle bereits angek\u00fcndigten oder in Entwicklung befindlichen Erweiterungen wurden gestrichen. Damit endet eine der ambitioniertesten Live-Service-Geschichten der Videospielgeschichte \u2013 zumindest vorerst.<\/p>\n<p>Die Hoffnung vieler Fans, dass Bungie parallel an einem direkten Nachfolger Destiny 3 arbeiten k\u00f6nnte, erf\u00fcllt sich nicht. Wie <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-iacss-external=\"1\">Bloombergs Jason Schreier<\/a> unter Berufung auf interne Quellen berichtet, gibt es derzeit kein entsprechendes Projekt. Die Entwicklerteams, die zuvor an Destiny 2 gearbeitet haben, sind derzeit ohne konkreten Auftrag und pitchen eigene Ideen bei der F\u00fchrungsebene. Darunter befinden sich auch Vorschl\u00e4ge f\u00fcr neue Spiele innerhalb des Destiny-Universums \u2013 allerdings ist v\u00f6llig offen, ob und wann eines dieser Konzepte gr\u00fcnes Licht erh\u00e4lt.<\/p>\n<h2>Personelle Konsequenzen: Bungie bereitet weitere Entlassungen vor<\/h2>\n<p>Die Einstellung der Entwicklung hat unmittelbare personelle Folgen. Bungie k\u00fcndigte an, erneut Stellen streichen zu m\u00fcssen. Die genaue Anzahl der betroffenen Mitarbeiter wurde noch nicht bekannt gegeben, doch es ist absehbar, dass insbesondere jene Teams, die f\u00fcr die Produktion neuer Inhalte zust\u00e4ndig waren, massiv reduziert werden. Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Studio mehrfach Personal abgebaut, nachdem \u00dcbernahmen und Expansionspl\u00e4ne nicht die erhofften Ergebnisse brachten.<\/p>\n<p>Die Stimmung unter den Besch\u00e4ftigten gilt als angespannt. Viele Entwickler, die jahrelang am Erfolg von Destiny 2 mitgewirkt haben, sehen sich nun mit unsicheren Perspektiven konfrontiert. Die F\u00fchrungsetage setzt derweil stark auf die andere hauseigene Marke: Marathon.<\/p>\n<h2>Marathon: Der gro\u00dfe Hoffnungstr\u00e4ger entt\u00e4uscht<\/h2>\n<p>Bungie hat alle verbleibenden Ressourcen auf Marathon konzentriert \u2013 einen Extraction-Shooter, der die Nachfolge von Destiny 2 als zentrales Standbein antreten sollte. Doch der Titel konnte die hohen Erwartungen offenbar nicht erf\u00fcllen. Branchenkreisen zufolge blieb Marathon deutlich hinter den Verkaufsprognosen zur\u00fcck. In der Folge musste die PlayStation-Sparte von <a href=\"https:\/\/www.sony.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-iacss-external=\"1\">Sony<\/a> erhebliche Wertberichtigungen verbuchen. Die Kosten f\u00fcr die Entwicklung und Vermarktung von Marathon sowie die langwierige Umstrukturierung bei Bungie belasten die Bilanz des Mutterkonzerns massiv.<\/p>\n<p>Die Probleme bei Marathon sind symptomatisch f\u00fcr die Schwierigkeiten, die Sony mit seinen Live-Service-Investitionen hat. W\u00e4hrend andere Publisher mit <a href=\"https:\/\/overcentral.com\/de\/2k-football-free-to-play-expertise-stellenanzeige\/\" title=\"2K Football Job sucht Free-to-Play Expertise\" data-iacss-internal=\"1\">Free-to-Play<\/a>aaaa-Modellen und saisonalen Inhalten gl\u00e4nzen, scheint es Bungie schwerzufallen, nach dem Ende von Destiny 2 ein neues, nachhaltiges \u00d6kosystem aufzubauen.<\/p>\n<h2>Sonys Milliarden-Risiko: 700 Millionen Dollar Abschreibung auf Bungie<\/h2>\n<p>Die finanziellen Verflechtungen zwischen Sony und Bungie sind inzwischen gut dokumentiert. Allein im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 verbuchte Sony eine Abschreibung von \u00fcber 700 <a href=\"https:\/\/overcentral.com\/de\/gta-online-bringt-rockstar-jaehrlich-fast-500-millionen-us-dollar-ein\/\" title=\"GTA Online bringt Rockstar j\u00e4hrlich fast 500 Millionen US-Dollar ein\" data-iacss-internal=\"1\">Millionen US-Dollar<\/a> auf die Verm\u00f6genswerte von Bungie. Dies ist ein direkter Ausdruck der entt\u00e4uschenden Leistung des Studios. Die \u00dcbernahme durch Sony im Jahr 2022 f\u00fcr rund 3,6 <a href=\"https:\/\/overcentral.com\/de\/nvidia-data-center-rekordumsatz\/\" title=\"NVIDIA Data Center erzielt Rekordumsatz von 75,2 Milliarden Dollar\" data-iacss-internal=\"1\">Milliarden Dollar<\/a> gilt weithin als einer der riskantesten Deals der j\u00fcngeren Branchengeschichte \u2013 und die aktuellen Entwicklungen scheinen diese Einsch\u00e4tzung zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Trotz dieser Belastungen befindet sich Sony insgesamt in einer starken finanziellen Verfassung. Das Unternehmen verzeichnete mit einem operativen Gewinn von \u00fcber 3,7 Milliarden Dollar und einem Umsatz von rund 31 Milliarden Dollar das beste Jahr seiner Geschichte. Dennoch zeigt sich der Konzern bei neuen Gro\u00dfprojekten zunehmend z\u00f6gerlich. Die k\u00fcrzlich angehobenen Preise f\u00fcr Konsolen und PlayStation-Plus-Abonnements deuten darauf hin, dass Sony Kosten einsparen und margenst\u00e4rkere Bereiche f\u00f6rdern m\u00f6chte. Teure neue Spieleentwicklungen bei Bungie haben unter diesen Vorzeichen einen schweren Stand.<\/p>\n<h2>Wie geht es weiter f\u00fcr Bungie und die Destiny-Community?<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Spieler von Destiny 2 bedeutet der Schritt vor allem eines: Der langsame Abschied hat begonnen. Zwar wird der Service vorerst weiterlaufen, aber ohne neue Inhalte wird die Spielerbasis unweigerlich schrumpfen. Die Server werden vermutlich noch Jahre aktiv bleiben, doch die \u00c4ra der gro\u00dfen Updates und packenden Story-Entwicklungen ist vorbei.<\/p>\n<p>Intern bleibt die Lage angespannt. Die Entwicklerteams pitchen neue Ideen, doch ob Sony gr\u00fcnes Licht gibt, ist fraglich. Jedes neue Projekt w\u00e4re mit erheblichen Investitionen verbunden \u2013 Geld, das der Mutterkonzern derzeit lieber in sicherere Renditen steckt. Ein neues Destiny-Spiel in irgendeiner Form ist damit nicht ausgeschlossen, aber in weiter Ferne. Die n\u00e4chsten Monate werden zeigen, ob Bungie in der Lage ist, sich als Entwicklerstudio neu zu erfinden, oder ob die einstige Gr\u00f6\u00dfe endg\u00fcltig der Vergangenheit angeh\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bungie steht vor einer erneuten Welle von Entlassungen. Der Grund: Das Studio stellt die aktive Entwicklung seines langj\u00e4hrigen Umsatzbringers Destiny 2 ein. Das bedeutet das Ende aller geplanten Erweiterungen und eine deutliche Reduzierung der Belegschaft. Gleichzeitig best\u00e4tigen Quellen, dass ein Nachfolger Destiny 3 derzeit nicht in Arbeit ist. 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