{"id":49350,"date":"2026-08-18T15:43:44","date_gmt":"2026-08-18T13:43:44","guid":{"rendered":"https:\/\/overcentral.com\/de\/?p=49350"},"modified":"2026-08-18T15:43:44","modified_gmt":"2026-08-18T13:43:44","slug":"ki-arbeitszeugnisse-bitkom-studie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/overcentral.com\/de\/ki-arbeitszeugnisse-bitkom-studie\/","title":{"rendered":"Jede siebte Firma l\u00e4sst Arbeitszeugnisse von KI verfassen"},"content":{"rendered":"<p>Personalleiter in Deutschland entdecken zunehmend das Potenzial von K\u00fcnstlicher Intelligenz \u2013 doch der Durchbruch ist noch nicht fl\u00e4chendeckend. Einer repr\u00e4sentativen <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-iacss-external=\"1\">Bitkom<\/a>a-Studie zufolge nutzt bereits jedes siebte Unternehmen (14 Prozent) KI-gest\u00fctzte Anwendungen, um Arbeitszeugnisse zu verfassen. Gleichzeitig zeigt sich mehr als die H\u00e4lfte der Betriebe (52 Prozent) grunds\u00e4tzlich offen f\u00fcr diese Technologie, was auf einen kommenden Schub hindeutet.<\/p>\n<h2>KI-Arbeitszeugnisse: 14 Prozent setzen bereits auf Automatisierung<\/h2>\n<p>Die Erstellung von Arbeitszeugnissen ist eine klassische HR-Aufgabe, die viel Zeit und Fingerspitzengef\u00fchl erfordert. Genau hier setzt KI an: 14 Prozent der befragten Unternehmen lassen Zeugnisse bereits durch Algorithmen formulieren. Der Anteil der Interessierten ist mit 52 Prozent mehr als dreimal so hoch, sodass in den kommenden Jahren mit einer deutlichen Steigerung zu rechnen ist. Neben der Textproduktion kommen KI-Systeme auch in anderen Bereichen des Personalwesens zum Einsatz.<\/p>\n<h3>Weiterbildung und Onboarding als Treiber<\/h3>\n<p>Am weitesten verbreitet ist KI derzeit in der individuellen Weiterbildung der Besch\u00e4ftigten. 16 Prozent der Betriebe nutzen entsprechende Werkzeuge \u2013 ein Anstieg gegen\u00fcber 12 Prozent im Jahr 2024. Weitere 58 Prozent k\u00f6nnen sich eine Nutzung vorstellen. Auch beim Onboarding, also der Einarbeitung neuer Mitarbeiter, greifen 14 Prozent der Unternehmen auf KI zur\u00fcck (2024: 11 Prozent); 36 Prozent planen oder erw\u00e4gen diesen Schritt.<\/p>\n<p>Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder hebt hervor: \u201eWer neu im Job ist, hat viele Fragen. Eine gut trainierte KI kann Antworten geben, bei der Orientierung helfen und ist immer verf\u00fcgbar.\u201c Dadurch bleibe den HR-Mitarbeitern mehr Zeit f\u00fcr die individuelle Betreuung pers\u00f6nlicher Anliegen.<\/p>\n<h3>Belastungsanalyse und Leistungsbewertung auf dem Vormarsch<\/h3>\n<p>Eine deutliche Dynamik zeigt sich bei der Analyse der Arbeitsbelastung. Der Anteil der KI-Anwender hat sich von 6 Prozent im Jahr 2024 auf aktuell 13 Prozent mehr als verdoppelt; weitere 28 Prozent sind daf\u00fcr aufgeschlossen. Bei der formalen Bewertung der Arbeitsleistung setzen derzeit 12 Prozent der Firmen KI ein, 27 Prozent k\u00f6nnen es sich vorstellen. Automatisierte Chat- und Servicesysteme zur Bearbeitung interner Anfragen nutzen 13 Prozent der Unternehmen, w\u00e4hrend 53 Prozent dies k\u00fcnftig in Erw\u00e4gung ziehen.<\/p>\n<h2>Datenschutz und AI Act bremsen die fl\u00e4chendeckende Adaption<\/h2>\n<p>Trotz steigender Akzeptanz verl\u00e4uft die Einf\u00fchrung von KI in Personalabteilungen im Vergleich zu anderen Unternehmensbereichen verhaltener. Als wesentliche H\u00fcrden gelten strenge Vorgaben zum Schutz sensibler Besch\u00e4ftigtendaten sowie Rechtsunsicherheiten rund um den europ\u00e4ischen <a href=\"https:\/\/artificialintelligenceact.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-iacss-external=\"1\">AI Act<\/a>. Dieser stuft etliche KI-Anwendungen im Personalbereich als Hochrisiko-Systeme ein, was zus\u00e4tzliche Pr\u00fcfpflichten und Dokumentationsanforderungen mit sich bringt.<\/p>\n<p>Rohleder erkl\u00e4rt: \u201eGerade im Personalbereich ist die Hemmschwelle f\u00fcr den Einsatz von KI h\u00f6her als in vielen anderen Unternehmensbereichen.\u201c Die Unternehmen m\u00fcssten nachweisen, dass ihre Systeme diskriminierungsfrei arbeiten und die Privatsph\u00e4re der Mitarbeiter sch\u00fctzen. Dennoch ist der Trend unverkennbar: Die Zahl der Anwender steigt stetig, und das Interesse an KI-gest\u00fctzten HR-L\u00f6sungen w\u00e4chst \u2013 vor allem bei der Optimierung von Routineaufgaben wie Zeugniserstellung und Weiterbildungsplanung.<\/p>\n<p>Mit der zunehmenden Rechtssicherheit und der Weiterentwicklung der Technologie ist zu erwarten, dass KI in den kommenden Jahren zu einem festen Bestandteil des Personalmanagements wird \u2013 insbesondere in gro\u00dfen Unternehmen, die \u00fcber die n\u00f6tigen Ressourcen f\u00fcr Compliance und Systemintegration verf\u00fcgen. Der aktuelle Stand zeigt: Der Weg ist geebnet, aber das Tempo bleibt von regulatorischen Rahmenbedingungen abh\u00e4ngig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Personalleiter in Deutschland entdecken zunehmend das Potenzial von K\u00fcnstlicher Intelligenz \u2013 doch der Durchbruch ist noch nicht fl\u00e4chendeckend. 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