{"id":51153,"date":"2026-09-04T12:26:18","date_gmt":"2026-09-04T10:26:18","guid":{"rendered":"https:\/\/overcentral.com\/de\/?p=51153"},"modified":"2026-09-04T12:26:18","modified_gmt":"2026-09-04T10:26:18","slug":"cisco-nexus-9000-root-schwachstelle-51153","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/overcentral.com\/de\/cisco-nexus-9000-root-schwachstelle-51153\/","title":{"rendered":"Cisco-Nexus-9000-Switches erlauben Root-Attacken aus der Ferne"},"content":{"rendered":"<p>Eine kritische Sicherheitsl\u00fccke in den Nexus-9000-Switches von Cisco erm\u00f6glicht es Angreifern, vollst\u00e4ndige Root-Kontrolle \u00fcber die Ger\u00e4te zu erlangen \u2013 und das aus der Ferne, ohne Authentifizierung. Der Netzwerkausr\u00fcster hat die Schwachstelle inzwischen best\u00e4tigt und Sicherheitspatches bereitgestellt.<\/p>\n<h2>Kritische Root-Schwachstelle in Nexus-9000-Serien<\/h2>\n<p>Die als <strong>kritisch<\/strong> eingestufte Sicherheitsl\u00fccke mit der Kennung CVE-2026-20212 betrifft die Nexus-9000-Serie mit Silicon-One-Chip. Der Fehler liegt in der standardm\u00e4\u00dfigen Erreichbarkeit der TCP-Ports 43210 und 43211 im Standard-L3-VRF. Ein Angreifer, der auf diese Ports zugreifen kann, ist in der Lage, durch manipulierte Netzwerkdaten eine Attacke zu starten.<\/p>\n<p>Im Erfolgsfall kann der Angreifer eigenen Code mit Root-Rechten auf dem Switch ausf\u00fchren. Dies bedeutet eine vollst\u00e4ndige Kompromittierung des Ger\u00e4ts, inklusive der M\u00f6glichkeit, den Netzwerkverkehr zu manipulieren, Daten abzugreifen oder weitere Angriffe im internen Netzwerk zu starten. Cisco hat den Schwachstellen-Score mit 9,8 von 10 Punkten bewertet, was die h\u00f6chste Dringlichkeitsstufe darstellt.<\/p>\n<p>Admins m\u00fcssen den Cisco Software Checker innerhalb der Sicherheitswarnung nutzen, um die jeweils passenden Patches f\u00fcr ihre Modelle zu identifizieren. Von der L\u00fccke betroffen sind genau diese Modelle:<\/p>\n<ul>\n<li>N9324C-SE1U<\/li>\n<li>N9348Y2C6D-SE1U<\/li>\n<li>N9364E-SG2-O<\/li>\n<li>N9364E-SG2-Q<\/li>\n<li>N9396T12C-SE1<\/li>\n<li>N9348Y12C-SE1<\/li>\n<li>N9396Y12C-SE1<\/li>\n<li>N9336C-SE1<\/li>\n<li>N9K-C9804<\/li>\n<li>N9K-C9808<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Weitere Gefahren f\u00fcr IP-Telefone und Secure Email<\/h2>\n<p>Neben der Root-L\u00fccke in den Switches hat Cisco auch Schwachstellen in anderen Produktlinien geschlossen. Die IP-Telefone der Serien 7800, 8800 und 9800 sowie das Video Phone 8875 sind anf\u00e4llig f\u00fcr Denial-of-Service-Angriffe (DoS). Die Schwachstelle (CVE-2026-20281) wurde als <strong>hoch<\/strong> eingestuft.<\/p>\n<p>Angreifer k\u00f6nnen durch das fortlaufende Senden pr\u00e4parierter HTTP-Anfragen den Speicherverbrauch des Telefons so weit erh\u00f6hen, dass das Ger\u00e4t nicht mehr reagiert. Ein manueller Neustart ist dann erforderlich. Die Angriffsvoraussetzung ist, dass der Webzugriff auf dem Telefon aktiviert ist. Standardm\u00e4\u00dfig ist diese Funktion deaktiviert, was das Risiko in vielen Umgebungen bereits minimiert.<\/p>\n<p>Zudem hat Cisco zwei Sicherheitsl\u00fccken in Secure Email geschlossen. Die Schwachstellen CVE-2026-20354 und CVE-2026-20355 wurden beide als <strong>mittel<\/strong> eingestuft. Durch deren erfolgreiche Ausnutzung k\u00f6nnen Angreifer eigentlich verschl\u00fcsselte E-Mails im Klartext lesen. Dies betrifft die S\/MIME-Verschl\u00fcsselung und untergr\u00e4bt die Vertraulichkeit der E-Mail-Kommunikation.<\/p>\n<h3>Wie die Secure-Email-L\u00fccke funktioniert<\/h3>\n<p>Die Schwachstelle liegt in der Art und Weise, wie Secure Email verschl\u00fcsselte Nachrichten verarbeitet. Fehler in der Implementierung des Entschl\u00fcsselungsprozesses erm\u00f6glichen es, die Schutzmechanismen zu umgehen. Konkret k\u00f6nnen Angreifer durch speziell pr\u00e4parierte oder manipulierte E-Mails die Entschl\u00fcsselungsroutine dazu bringen, den Klartext preiszugeben. Admins sollten die zugeh\u00f6rigen Patches umgehend einspielen, um die Integrit\u00e4t der E-Mail-Kommunikation zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h2>Bewertung und Handlungsempfehlungen<\/h2>\n<p>Bislang gibt es vom Netzwerkausr\u00fcster keine Hinweise darauf, dass Angreifer die L\u00fccken bereits aktiv ausnutzen. Dennoch sollten Unternehmen die bereitgestellten Patches nicht auf die lange Bank schieben. Die <a href=\"https:\/\/overcentral.com\/de\/avada-theme-sicherheitsluecke-code-ausfuehrung-50115\/\" title=\"Kritische L\u00fccke in Avada-Theme erlaubt Code-Ausf\u00fchrung ohne Mausklick\" data-iacss-internal=\"1\">kritische L\u00fccke in<\/a> den Nexus-9000-Switches ist besonders gef\u00e4hrlich, da sie keine Authentifizierung erfordert und aus der Ferne ausgenutzt werden kann. In vielen Rechenzentren bilden diese Switches das Fundament der Netzwerkinfrastruktur. Eine Kompromittierung zieht weitreichende Konsequenzen nach sich.<\/p>\n<p>Die aktuellen Schwachstellen zeigen ein Muster: Fehler in der Standardkonfiguration und in der Implementierung von Verschl\u00fcsselungsmechanismen. Admins sollten ihre Systeme daher nicht nur patchen, sondern auch die Standardkonfigurationen kritisch pr\u00fcfen. Insbesondere die Aktivierung nicht ben\u00f6tigter Dienste sollte vermieden werden. Die Sicherheitsl\u00fccken in den IP-Telefonen sind ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie eine standardm\u00e4\u00dfig deaktivierte Funktion das Risiko bereits deutlich reduziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kritische Sicherheitsl\u00fccke in den Nexus-9000-Switches von Cisco erm\u00f6glicht es Angreifern, vollst\u00e4ndige Root-Kontrolle \u00fcber die Ger\u00e4te zu erlangen \u2013 und das aus der Ferne, ohne Authentifizierung. Der Netzwerkausr\u00fcster hat die Schwachstelle inzwischen best\u00e4tigt und Sicherheitspatches bereitgestellt. Kritische Root-Schwachstelle in Nexus-9000-Serien Die als kritisch eingestufte Sicherheitsl\u00fccke mit der Kennung CVE-2026-20212 betrifft die Nexus-9000-Serie mit Silicon-One-Chip. 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