Valve behebt Problem mit lokaler Spielübertragung in Steam

Valve behebt mit einem neuen Update den Fehler bei der lokalen Spielübertragung in Steam und sorgt für schnellere Kopien im Heimnetzwerk.

Das Update stellt die lokale Netzwerkübertragung von Spielen zwischen PCs und Steam Deck wieder her.
Highlights
  • Valve hat ein Update veröffentlicht, das die lokale Spielübertragung in Steam nach einem Fehler repariert.
  • Die Funktion erlaubt das Kopieren von Spielen über das Heimnetzwerk statt über das Internet.
  • Das Update wird automatisch auf dem Steam-Client und der Steam Deck installiert.

Valve hat ein kleines, aber wichtiges Update für den Steam-Client veröffentlicht, das ein Problem mit der Funktion zur lokalen Spielübertragung (Local Network Game Transfers) behebt. Nach einem vorherigen Update hatten viele Nutzer festgestellt, dass ihre Spiele nicht mehr über das Heimnetzwerk kopiert wurden, sondern stattdessen erneut aus dem Internet heruntergeladen werden mussten. Mit der neuen Version arbeitet die Übertragung zwischen PCs und der Steam Deck wieder zuverlässig – ein Schritt, der vor allem für Haushalte mit mehreren Geräten eine spürbare Erleichterung bringt.

Was ist die lokale Spielübertragung in Steam?

Die lokale Spielübertragung (Local Network Game Transfers) ist eine Funktion, die es ermöglicht, bereits installierte Spiele und Updates von einem Computer im selben lokalen Netzwerk auf einen anderen zu kopieren, anstatt sie erneut von den Servern von Valve herunterzuladen. Das spart nicht nur Zeit, sondern schont vor allem das Datenvolumen und die Internetbandbreite. Gerade bei großen Spielen mit 50, 100 oder mehr Gigabyte ist der Unterschied enorm: Statt eines stundenlangen Downloads über eine oft gedrosselte Leitung genügt eine schnelle lokale Kopie.

Die Funktionsweise ist simpel: Steam erkennt automatisch, ob sich im Netzwerk ein anderer Rechner mit der gewünschten Spielinstallation befindet, und überträgt die Daten dann direkt von dort. Voraussetzung ist, dass beide Geräte eingeschaltet und mit demselben Steam-Account verbunden sind. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt und nutzt die verfügbare Netzwerkgeschwindigkeit optimal aus – theoretisch mit bis zu Gigabit-Geschwindigkeit, sofern die Hardware mitspielt.

Das Problem: Lokale Übertragung brach nach einem Steam-Update zusammen

Nach einem der jüngeren Updates des Steam-Clients begann die Funktion jedoch zu streiken. Betroffene Nutzer berichteten, dass Steam beim Start eines Downloads auf einem zweiten Rechner nicht mehr den lokalen Kopierpfad wählte, sondern stattdessen die Daten von den Valve-Servern anforderte. Der Fehler trat offenbar unabhängig von der Netzwerkkonfiguration auf und betraf sowohl Windowsa- als auch Linux-Systeme sowie die Steam Deck. In den Foren mehrten sich die Meldungen, und viele Nutzer mussten notgedrungen auf die Internet-Downloads zurückgreifen – was bei Spielen wie Call of Duty: Modern Warfare oder Red Dead Redemption 2 schnell mehrere hundert Gigabyte Traffics bedeutete.

Valve selbst hat die Ursache des Fehlers nicht im Detail öffentlich gemacht, aber das Unternehmen bestätigte in den Patch Notes, dass die lokale Übertragung nach dem Update nicht mehr korrekt funktionierte. Die nun ausgerollte Fehlerbehebung adressiert genau dieses Problem: Die Netzwerkerkennung und die Priorisierung lokaler Kopien gegenüber Internet-Downloads arbeiten wieder wie vorgesehen.

Das Update und seine Verfügbarkeit

Das Update wird automatisch über den Steam-Client verteilt. Nutzer müssen lediglich sicherstellen, dass ihre Steam-Anwendung auf dem neuesten Stand ist. Dazu reicht ein Neustart des Clients oder ein manueller Check unter „Steam“ > „Nach Updates suchen“ (Windows) beziehungsweise im Menü der Steam Deck. Valve hat betont, dass das identische Update auch für das Betriebssystem der Steam Deck ausgerollt wurde, sodass die lokale Übertragung von und zu der tragbaren Konsole ebenfalls wieder einwandfrei funktioniert.

Für alle, die regelmäßig dieselben Spiele auf mehreren Geräten installieren – etwa einem Desktop-PC, einem Notebook und der Steam Deck – ist es daher ratsam, das Update umgehend zu installieren. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert, kann aber in den Steam-Einstellungen unter „Downloads“ > „Lokale Netzwerkübertragung“ konfiguriert werden. Dort lässt sich auch festlegen, ob die Übertragung nur auf bestimmte Geräte beschränkt werden soll oder ob sie uneingeschränkt im Netzwerk erlaubt ist.

Warum die lokale Übertragung für viele Nutzer unverzichtbar ist

In Zeiten von immer größeren Spieldateien und begrenzten Internetanschlüssen – insbesondere in ländlichen Regionen Deutschlands, wo oft nur DSL mit 16 oder 50 MBit/s verfügbar ist – ist die lokale Spielübertragung mehr als eine Komfortfunktion. Sie ist ein entscheidendes Werkzeug, um Datenvolumen zu sparen und die Wartezeiten drastisch zu verkürzen. Wer beispielsweise ein 100-GB-Spiel auf dem Hauptrechner installiert hat und es auf der Steam Deck spielen möchte, kann die Kopie in wenigen Minuten über das lokale Netzwerk übertragen – statt den gesamten Gigabyte-Brocken erneut zu laden, was je nach Anschluss mehrere Stunden dauern kann.

Hinzu kommt, dass viele Internetprovider in Deutschland mittlerweile Datenlimits oder Drosselungen nach Überschreiten eines bestimmten Volumens einführen. Ein einziger großer Download kann bereits einen erheblichen Teil des monatlichen Kontingents verbrauchen. Die lokale Übertragung umgeht dieses Problem elegant, da sie keinerlei Internetbandbreite beansprucht. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Cloud-basierten Lösungen.

Valve hat mit dieser Funktion auch einen wichtigen Schritt in Richtung Ökosystem-Gedanken gemacht: Die Steam Deck ist nicht als isoliertes Gerät gedacht, sondern als Teil einer übergreifenden Spielebibliothek, die auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzbar ist. Dass die lokale Übertragung nun wieder stabil läuft, stärkt dieses Konzept und zeigt, dass Valve auf das Feedback der Community hört.

Mit der Beseitigung des Fehlers können Nutzer wieder sicher sein, dass ihre Spiele schnell und ohne unnötige Internetbelastung zwischen den Geräten wandern. Valve bleibt damit seiner Linie treu, die Steam-Plattform kontinuierlich zu verbessern – und das selbst bei scheinbar kleinen, aber im Alltag höchst relevanten Funktionen. Zukünftige Updates werden hoffentlich ähnliche Ausfälle vermeiden, doch für den Moment ist das Problem behoben, und die lokale Spielübertragung funktioniert wieder wie gewünscht.

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