Ein vielversprechendes Leak gibt neue Hoffnung für das angeschlagene „Assassin’s Creed Hexe“. Nach einer Phase voller Turbulenzen mit Abgängen in der Führungsetage und weitreichenden Umstrukturierungen soll Ubisoft die Entwicklung des Titels nun deutlich beschleunigt haben – mit einem überraschend frühen Veröffentlichungsfenster.
Früherer Release als geplant: Juni 2027 statt Weihnachtsgeschäft
Wie der bekannte Leaker Rogue Tx auf X berichtet, hat Ubisoft einen internen Zieltermin für den Launch von „Assassin’s Creed Hexe“ festgelegt. Demnach peilt der Publisher nun eine Veröffentlichung im Juni 2027 an. Dies wäre eine signifikante Abweichung von der ursprünglichen Planung, die einen Release im späteren Jahresverlauf, typischerweise im Weihnachtsgeschäft, vorsah. Die Nachricht kommt überraschend, galt das Projekt doch noch vor wenigen Monaten als in schwerem Fahrwasser.
Von der Krise zur Beschleunigung: Die jüngsten Turbulenzen
Die Entwicklung von „Assassin’s Creed Hexe“ durchlief zu Jahresbeginn 2026 eine äußerst schwierige Phase. Gleich zwei wichtige Führungspersönlichkeiten verließen das Projekt innerhalb von nur zwei Monaten. Creative Director Clint Hocking schied im Februar aus, kurze Zeit später folgte Game Director Benoit Richer, der ein unabhängiges Studio gründete. Der Verlust dieser beiden kreativen Köpfe war ein harter Schlag für das Team.
Die Situation eskalierte weiter, als der neue Creative Director Jean Guesdon Berichten zufolge drastische Kostensenkungsmaßnahmen einleitete. Rund 50 Entwickler wurden von dem Projekt abgezogen. Mit Guesdon hielt zudem eine neue kreative Vision Einzug, die eine Überarbeitung zentraler Spielmechaniken zur Folge hatte. Elemente, die als zu ambitioniert galten – wie etwa die geplante Begleitung durch eine Katze – wurden gestrichen. Diese Entwicklungen nährten die Sorge, dass sich „Assassin’s Creed Hexe“ von seinen ursprünglichen, vielversprechenden Ansätzen entfernen könnte.
Positive Signale trotz widriger Umstände
Doch die aktuellen Leaks zeichnen ein deutlich optimistischeres Bild. Sie bestätigen nicht nur den Schauplatz des Spiels, sondern auch die Rückkehr vertrauter Elemente. So soll „Assassin’s Creed Hexe“ in Würzburg im späten Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation spielen und eine düstere Atmosphäre mit Hexerei-Thematik bieten. Spieler können sich auf dichte Waldgebiete und eine Mechanik zum Bewegen durch Bäume freuen. Darüber hinaus wird gemunkelt, dass mit Ezio Auditore da Firenze eine der berühmtesten Figuren der Serie durch Rückblenden oder Isu-Projektionen ihren Weg in den Titel finden könnte.
Eine Frage der Qualität: Was bedeutet die beschleunigte Entwicklung?
Die Frage, die sich angesichts dieser Entwicklung aufdrängt, ist, warum Ubisoft das Tempo derart erhöht, obwohl die Entwicklung als problematisch galt. Spekulationen deuten auf Ubisofts jüngste Experimente mit generativer KI hin, die möglicherweise zur Effizienzsteigerung eingesetzt werden. Der Juni 2027 als Zieltermin würde „Assassin’s Creed Hexe“ zudem in eine kommerziell vorteilhafte Position bringen, da es dem großen Weihnachtsgeschäft aus dem Weg geht. Doch dieser Schritt birgt ein erhebliches Risiko: Ob das beschleunigte Tempo nicht zulasten der nötigen Feinschliff-Arbeit geht, bleibt die alles entscheidende, offene Frage. Für Ubisoft, das mit Entlassungen, Studio-Schließungen und einem angeschlagenen Aktienkurs kämpft, ist der Erfolg von „Assassin’s Creed Hexe“ – als fundamental andersartiger Teil der Serie – von existentieller Bedeutung.