Den Spielern von „Avatar Legends: The Fighting Game“ steht ein durchwachsener Release-Tag bevor. Während der Titel auf den meisten Plattformen planmäßig erscheint, müssen sich Xbox-Besitzer auf eine mehrwöchige Verspätung einstellen – und das ohne detaillierte Begründung seitens der Entwickler. Der kurzfristige Schritt wirft Fragen auf, insbesondere da das Spiel auf der Konkurrenzplattform Nintendo Switch ebenfalls mit funktionalen Abstrichen an den Start geht.
Unbestimmte „Backend-Probleme“: Xbox-Start auf September verschoben
Die Entwickler von Gameplay Group International haben in einer späten Stellungnahme am Mittwochabend bestätigt, dass die Xbox-Version von „Avatar Legends: The Fighting Game“ nicht wie geplant erscheinen wird. In der Mitteilung heißt es lediglich, dass man aufgrund „unvorhergesehener Umstände bei einer Backend-Funktion“ gezwungen sei, den Start zu verschieben. Ein neues Datum wurde mit dem 3. September genannt, ohne dass das Studio präzisierte, um welche technische Hürde es sich konkret handelt. Spekulationen, dass die vergleichsweise schwächere Hardware der Xbox Series S das Problem sein könnte, sind naheliegend. Allerdings entkräftet die Tatsache, dass das Spiel auch auf der technisch weniger leistungsfähigen Nintendo Switch erscheint, diese Theorie weitgehend. Es scheint sich vielmehr um ein Problem mit den Online-Diensten oder der Netzwerkarchitektur von Xbox zu handeln.
Switch-Spieler erhalten eine abgespeckte Version
Auch für diejenigen, die auf der Nintendo Switch spielen möchten, gibt es keine vollkommen positive Nachricht. Zwar erscheint der Prügelspiel-Titel hier fristgerecht, jedoch zunächst nur als Standard Edition. Wesentlich schwerwiegender sind zwei weitere Einschränkungen: Switch-Besitzern wird zum Start keine plattformübergreifende Spielbarkeit (Crossplay) zur Verfügung stehen. Zudem verzichtet die Version auf dem Launch zunächst auf jegliche Sprachlokalisierung – das Spiel wird ausschließlich auf Englisch spielbar sein. Gerade das Fehlen von Crossplay wiegt schwer, da es die potenzielle Online-Spielerbasis auf der Switch massiv verkleinert. Während dies zum Start aufgrund einer hoffentlich hohen Spielerzahl noch zu verschmerzen sein mag, droht langfristig eine Ausdünnung der Lobbys, wenn die Funktion nicht zeitnah nachgereicht wird.
Warum die Verspätung trotz guter Kritiken besonders bitter ist
Die Nuance der Situation wird durch die Qualität des Spiels selbst unterstrichen. „Avatar Legends: The Fighting Game“ erzielt auf dem Bewertungsportal OpenCritic einen starken Wert von 82 Punkten. Damit gilt es nicht nur als das beste Prügelspiel des Jahres, sondern auch als das höchstbewertete Avatar-Spiel aller Zeiten. Diese positive Resonanz basiert jedoch ausschließlich auf Tests der PS5aa- und PC-Versionen. Es wurden keine Reviews für die Xbox- oder Switch-Fassungen veröffentlicht, was im Fall der Xbox-Ausgabe wenig überrascht – eine Version, die zum Testzeitpunkt offenbar noch nicht in einem veröffentlichungswürdigen Zustand war. Die Verspätung und die funktionalen Einschränkungen auf Nintendo-Konsolen sind daher ein herber Dämpfer, der den positiven Gesamteindruck des Titels trübt. Für Xbox-Nutzer bleibt nur das Warten, während Switch-Spieler zum Start mit der Hoffnung auf Besserung vorliebnehmen müssen.