RTX 5050 9GB gestrichen, RTX 3060 12GB übernimmt

NVIDIA fährt die Produktion der Einstiegs-GPU RTX 5050 mit 9 GB angeblich nicht hoch.

Leaker berichten, dass die RTX 3060 12GB die RTX 5050 9GB als günstige Einstiegs-Grafikkarte ersetzt.
Highlights
  • Die GeForce RTX 5050 mit 9 GB VRAM wurde offenbar zugunsten der älteren RTX 3060 12GB gestrichen.
  • Die RTX 3060 12GB dominiert die Steam-Hardwareumfrage und bleibt im unteren Preissegment relevant.
  • Aktuelle Listungen der RTX 3060 12GB liegen über dem ursprünglichen UVP von 2021.

NVIDIA hat offenbar die Pläne für eine budgetorientierte Grafikkarte der nächsten Generation gestrichen. Statt der erwarteten GeForce RTX 5050 mit 9 GB VRAM soll nun eine alte Bekannte das untere Marktsegment bedienen: die GeForce RTX 3060 mit 12 GB. Das berichten übereinstimmend Leaker und Boardpartner, die seit Monaten keine frischen Informationen zur RTX 5050 erhalten haben.

Warum NVIDIA die RTX 5050 9GB offenbar auf Eis gelegt hat

Der als MEGAsizeGPU bekannte Leaker hatte bereits im April angedeutet, dass NVIDIA die RTX 5050 mit 9 GB zurückstellen werde. Der Grund: Die RTX 3060 12GB sollte im Juni wieder in den Handel kommen. Dieser Teil der Vorhersage hat sich bereits bewahrheitet. Die Karte ist in China zu Preisen umgerechnet zwischen 325 und 347 US-Dollar gelistet, in Teilen Europas sogar über der ursprünglichen UVP von 329 US-Dollar. NVIDIA selbst hat die RTX 5050 9GB nie offiziell angekündigt, aber die Gerüchteküche kochte monatelang.

Aus technischer Sicht war die geplante RTX 5050 9GB ein kurioses Produkt. Sie hätte auf GDDR7-Speicher gesetzt, aber gleichzeitig den Speicherbus von 128 Bit auf 96 Bit reduziert. Die Speicherbandbreite wäre mit etwa 336 GB/s kaum höher gewesen als die 320 GB/s der älteren RTX 3060. Für nur ein Gigabyte mehr VRAM wäre der Aufwand also beträchtlich gewesen. Offenbar erscheint es NVIDIA derzeit einfacher, den bewährten Ampere-Chip auf Samsungs 8-nm-Prozess neu aufzulegen, anstatt wertvolle Kapazitäten bei TSMCs 4-nm-Fertigung und die knappen GDDR7-Ressourcen für ein Einstiegsmodell zu opfern.

Die RTX 3060 12GB: Ein Dauerbrenner mit neuen Preisen

Die Entscheidung ist auch deshalb strategisch sinnvoll, weil die RTX 3060 12GB auf dem Markt nie wirklich an Relevanz verloren hat. Sie führt die Steam-Hardwareumfrage an und zeigt, dass die Nachfrage nach einer günstigen Karte mit großem VRAM ungebrochen ist. Allerdings relativiert sich dieser Spitzenplatz: Ältere Karten haben über die Jahre eine größere Nutzerbasis aufgebaut, was die Statistik verzerrt. Dennoch bleibt die Botschaft klar: 12 GB VRAM in der Einstiegsklasse sind ein starkes Verkaufsargument.

Für Käufer bedeutet das jedoch einen Kompromiss. Die RTX 3060 basiert auf einem Chip aus Januar 2021 und unterstützt weder DLSS Frame Generation noch Multi-Frame Generation. Auch neuere Encoder-Features fehlen. Der Vorteil liegt einzig im größeren Videospeicher – und der wiegt heute schwerer als noch vor vier Jahren. Spiele verlangen zunehmend mehr VRAM, selbst in niedrigeren Auflösungen und Detailstufen.

Was die Preise über die Marktlage verraten

Derzeit liegen die ersten Listungen der wiederbelebten RTX 3060 12GB auf oder über dem ursprünglichen UVP-Niveau von 2021. Angesichts der anhaltenden Speicherknappheit, die die Preise für DRAM und VRAM zuletzt massiv in die Höhe getrieben hat, ist eine günstige Einstiegskarte derzeit wohl kaum realistisch. NVIDIA scheint bereit, den Preis für bewährte Hardware zu akzeptieren, solange die Nachfrage da ist. Offiziell hat sich das Unternehmen weder zur angeblichen Einstellung der RTX 5050 9GB noch zum Comeback der RTX 3060 geäußert. Bis zur Bestätigung bleibt die aktuelle Lage eine Leak-basierte Marktbeobachtung. Ob die RTX 5050 irgendwann doch noch erscheint oder endgültig gestrichen wird, steht damit weiter in den Sternen.

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