Nach der Veröffentlichung von Death Stranding 2: On The Beach hat Hideo Kojima nicht nur hart daran gearbeitet, das Death-Stranding-Universum zu erweitern und den heiß erwarteten Horror-Titel OD zu entwickeln. Ein weiteres Projekt, das bereits für beträchtliches Aufsehen sorgt, ist Physint. Diese Kollaboration zwischen Kojima Productions und PlayStation markiert die lange erwartete Rückkehr des Meisterspielmachers zum Action-Espionage-Genre. Während die Entwicklung erst in den Anfängen steckt, geben nun neue Casting-Details einen faszinierenden Einblick in die Besetzung und die mögliche Richtung des ambitionierten Titels.
Neue Details zum Physint-Casting bestätigen Fortschritte
Auf die Ankündigung hin, dass Casting, Scanning und Performance-Capture später in diesem Jahr beginnen würden, laufen die Vorbereitungen offenbar auf Hochtouren. Neue Informationen aus den Casting-Ausschreibungen zeigen, dass die Besetzung der Charaktere voranschreitet und die Aufnahmen für die Performance-Capture bald starten könnten. Dies unterstreicht, dass das Projekt trotz des frühen Stadiums konkrete Formen annimmt und Kojima Productions aktiv daran arbeitet, seine visionäre Idee umzusetzen.
Interne Details: Codename „Shimmer“ und Casting-Direktorin
Die neuen Casting-Ausschreibungen bieten erste interne Einblicke. Für Casting-Zwecke wird intern der Codename Shimmer verwendet. Als Casting-Direktorin fungiert Mari Ueda, die Gründerin der Motion-Capture-Firma Pivot Motion. Ueda konnte bereits wertvolle Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Kojima Productions für Death Stranding 2 sammeln, was eine reibungslose und professionelle Umsetzung der anspruchsvollen Aufnahmen für Physint erwarten lässt. Diese Kontinuität im Team ist ein vielversprechendes Zeichen für die Qualität der darstellerischen Leistungen im fertigen Spiel.
Einblick in die Rollen: Eine entführte Bus-Szene
Der Inhalt der Casting-Ausschreibungen gibt zwar keine umwerfenden Enthüllungen preis, erlaubt aber eine grobe Skizzierung einer möglichen Szene und bestätigt den angestrebten Genre-Ton. Gesucht werden Darsteller für mehrere Passagiere in einem entführten Bus. Das Ensemble soll vielfältig sein: eine Mutter mit ihrem Neugeborenen, fünf Teenager unterschiedlicher Ethnizität sowie zwei weitere männliche Passagiere. Die interessanteste Figur ist jedoch eindeutig der gesuchte Antagonist.
Der Antagonist: Psychotisch und mit deutschem Akzent
Die Rolle des Gegenspielers wird detailliert beschrieben. Gesucht wird ein Charakter mit einem deutschen Akzent, dessen Referenzbeschreibung lautet: „Mads Mikkelsen in Hannibal, aber mit Flair“. Diese direkte Anspielung auf einen bereits bekannten Kojima-Mitarbeiter ist bezeichnend. Weitere Details beschreiben ihn als schlank, mit einer ruhigen, aber intensiven Persönlichkeit, die auf eine psychotische Art selbstbewusst wirkt. Die starke Betonung des deutschen Akzents lässt über den Schauplatz des Spiels spekulieren, auch wenn sich mit den wenigen Informationen keine sicheren Rückschlüsse ziehen lassen. Es ist wahrscheinlich, dass es sich bei dieser Figur um einen Nebenantagonisten handelt, da Hauptrollen typischerweise nicht über offene Casting-Ausschreibungen besetzt werden, sondern direkt mit Hollywood-Stars wie bereits bestätigten Darstellern wie Charlee Fraser, Don Lee und Minami Hamabe verhandelt werden.
Bedeutung der frühen Casting-Arbeit
Da für Physint noch nicht einmal ein Teaser-Trailer existiert, ist der genaue Kontext dieser Casting-Arbeit unklar. Sie könnte für einen frühen Vertical Slice dienen, der den Ton des Spiels festlegt, oder für eine spezifische, actionreiche Sequenz, die für einen zukünftigen Enthüllungs-Trailer vorbereitet wird. Die Dreharbeiten „Metal Gear Solid“: Neue Regisseure für das Projekt“>für das Projekt unter dem Codename Shimmer sind für ungefähr Juni dieses Jahres angesetzt. Dies gibt einen groben zeitlichen Anhaltspunkt, wann erste visuelle Eindrücke entstehen könnten, macht aber auch die lange Entwicklungszeit deutlich.
Ambitionierter Zeitplan: Ein Spiel für die nächste Konsolengeneration
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Die Motion-Capture-Arbeiten für Death Stranding 2 begannen erst 2022, drei Jahre vor der Veröffentlichung. Für Physint deutet sich jedoch eine noch längere und ambitioniertere Produktion an. Hideo Kojima selbst gab gegenüber dem franz>>>>ösischen Magazin Le Film Français an, dass das Projekt ihn noch mindestens fünf oder sechs Jahre in Anspruch nehmen werde. Geht man von dieser Timeline aus, liegt das wahrscheinliche Veröffentlichungsfenster bei 2030 oder 2031. Damit wäre Physint nahezu sicher ein Titel, der für die nächste Konsolengeneration, die PlayStation 6, konzipiert ist. Die lange Wartezeit unterstreicht den gewaltigen Anspruch, den Kojima an dieses Comeback im Action-Spionage-Genre hat.
Es wird also ein langer Weg bis zum fertigen spiritual successor der Metal-Gear-Reihe. In der Zwischenzeit rückt ein anderes, ebenso ambitioniertes Kojima-Projekt näher: OD, die Horror-Kollaboration mit Xbox und Hollywood-Größen wie Jordan Peele, die den Geist von Silent Hills P.T. wiederbeleben soll. Die neuen Casting-Details für Physint sind somit ein aufregender, wenn auch kleiner Vorbote eines der wohl meist erwarteten Spiele des nächsten Jahrzehnts, das Maßstäbe für narrativen Tiefgang, cinematische Inszenierung und genre-definierendes Gameplay setzen will. Die Rückkehr zu den Wurzeln ist eingeleitet, nun beginnt die geduldige Arbeit an einem Meisterwerk.