State of Decay 3 hat noch immer keinen konkreten Release-Termin, doch die laufenden Alpha-Tests gewähren zunehmend tiefere Einblicke in die ambitionierten Neuerungen des Zombie-Überlebensspiels. Der YouTuber Brian Menard hat nun eine ausführliche Vorschau veröffentlicht, die insbesondere die überarbeiteten Online-Systeme in den Fokus rückt. Dabei zeigt sich: Undead Labs verfolgt einen deutlich kohärenteren Ansatz für den Koopaaaa-Modus, der weit über reine Besuche in fremden Spielwelten hinausgeht.
Keine Distanzbegrenzung: So frei ist der Koop-Modus von State of Decay 3
Eine der markantesten Änderungen betrifft die Bewegungsfreiheit innerhalb einer Koop-Sitzung. Anders als im Vorgänger gibt es keine maximale Distanz mehr, die zwischen den Spielern liegen darf. Zwar empfehlen die Entwickler, dass Mitglieder einer Gruppe zusammenbleiben, technisch ist es jedoch möglich, dass sich ein Spieler allein in eine entlegene Ecke der Karte begibt, während der Rest der Gruppe an einem anderen Ort agiert. Diese Freiheit eröffnet völlig neue taktische Möglichkeiten: Wer schnelle Vorstöße in gefährliche Zonen wagen oder nach Ressourcen fernab der Gruppe suchen möchte, kann dies tun, ohne durch eine unsichtbare Grenze zurückgehalten zu werden.
Welche Neuerungen bringt der Multiplayer von State of Decay 3? Die wichtigste Änderung ist der Wegfall der Distanzbegrenzung zwischen den Spielern. Hinzu kommt die Möglichkeit, in fremden Spielwelten auf die eigene Community zuzugreifen: Spieler können jeden Überlebenden ihrer eigenen Gruppe steuern und auf alle bereits angesammelten Ressourcen und Waffen zurückgreifen. Dadurch entsteht ein gemeinschaftliches Erlebnis, bei dem Besucher nicht mehr nur Gäste sind, sondern vollwertige Mitglieder einer kooperativen Überlebensgemeinschaft.
Gemeinsame Communities und persistente Welten
Das Konzept der geteilten Community geht noch weiter. State of Decay 3 setzt auf persistente Welten, die sich unabhängig von der Anwesenheit einzelner Spieler weiterentwickeln. Solange ein Freund seine Gruppe aktiv weiterführt und die Basis ausbaut, kann sich die Welt beim nächsten Login des anderen Spielers deutlich verändert präsentieren. Dieser Ansatz soll feste Spielgruppen fördern, die das Überlebensabenteuer tatsächlich gemeinsam bestreiten, anstatt nur sporadisch vorbeizuschauen. Das Ziel ist ein Gefühl der Zugehörigkeit – als Teil einer echten Überlebensgemeinschaft, nicht als bloßer Besucher.
Drei Siedlungen und 36 Überlebende pro Karte
Ein weiterer Hebel für mehr Kooperation ist die Vergrößerung der eigenen Siedlungen. Statt wie im Vorgänger nur eine einzige Basis verwalten zu können, erlaubt State of Decay 3 nun drei separate Siedlungen pro Spieler. Hochgerechnet ergibt das bis zu 36 Überlebende, die gleichzeitig auf einer Karte gemanagt werden können. Die schiere Größe dieser Gemeinschaften macht die Zusammenarbeit mit Freunden nicht nur attraktiver, sondern nahezu notwendig, um den Überblick zu behalten und die Versorgung aller Mitglieder zu gewährleisten.
Spezialisierte Rollen erleichtern die Basisverwaltung
Um den gestiegenen Verwaltungsaufwand in den Griff zu bekommen, führt der Titel mehr Spezialisierungen für die Überlebenden ein. Jeder Charakter soll künftig eine klarere Rolle innerhalb der Gemeinschaft übernehmen, die sich direkt auf die Effizienz der Basis auswirkt. Das reduziert den Mikromanagement-Aufwand, der im Vorgänger oft zeitintensiv war, und erlaubt es den Spielern, sich auf die strategischen Entscheidungen zu konzentrieren. Die Spezialisierungen sind so ausgelegt, dass sie den Betrieb der Siedlungen automatisieren oder zumindest vereinfachen, sodass größere Gruppen nicht in bürokratischen Details ersticken.
Mit diesem Bündel an Neuerungen positioniert sich State of Decay 3 als echter Koop-Titel, der auf langfristige, gemeinschaftliche Spielerfahrungen ausgelegt ist. Wann der Titel erscheint, ist weiterhin offen, doch die aktuellen Vorschauen deuten darauf hin, dass Undead Labs die richtigen Lehren aus den Vorgängern gezogen hat.