Windrose sticht nächste Woche in Early Access in See – Kampf gegen Blackbeard und Blumenmonster.

Die Piraten von Windrose heben die Anker und laden zur Seeschlacht: Nachdem der kooperative Überlebenskampf auf hoher See bereits im Steam Next Fest für ordentlich Zulauf sorgte, geht es nun ernst. Die Entwickler von Windrose Crew kündigten während des Triple I Showcases an, dass ihr Spiel am 14. April in den Early Access startet. Mit der unterstützenden Verlagsmacht von Pocketpair, den Machern von Palworld, im Rücken, segelt man direkt in die ungewissen Gewässer der Vorveröffentlichung – ein Abenteuer, das laut den Entwicklern noch anderthalb bis zweieinhalb Jahre bis zur finalen Version in Anspruch nehmen wird. Und während der Fokus natürlich auf dem klassischen Karibik-Feeling mit Kanonendonner und Enterhaken liegt, ist es eine ganz andere, etwas bizarre Begegnung an Land, die den eigentlichen Haken setzt: der erbitterte Kampf gegen ein riesiges, rosafarbenes Blumenmonster.

Von der Demo zum Early Access: Die Reise beginnt

Der Weg für Windrose war bereits mit dem erfolgreichen Demo-Auftritt während des Steam Next Fest geebnet. Spieler konnten damals erste Eindrücke vom kooperativen Piratenleben sammeln, vom Steuern der Fregatte bis zum Kampf an Deck. Die positive Resonanz war ein klares Signal, dass die Sehnsucht nach einem frischen, gemeinschaftlichen Piratenabenteuer groß ist. Mit der Ankündigung des Early Access-Starts am 14. April erhält diese Sehnsucht nun ein konkretes Ziel. Der im Rahmen des Triple I Showcases vorgestellte Trailer untermalt die Ambitionen des Spiels und zeigt die Bandbreite der geplanten Erfahrung – von nautischen Gefechten bis hin zu einer unerwartet mystischen Bedrohung an Land.

Das Kerngameplay: Kooperation, Kampf und Kolonieaufbau

Im Zentrum von Windrose steht das gemeinsame Erleben. Spieler stellen ihre eigene Crew aus individuell anpassbaren Freibeutern zusammen, übernehmen das Kommando über eine Fregatte und segeln durch eine offene, gefährliche Welt. Die Interaktion mit anderen Schiffen – ob Handelsschiffe oder feindliche Piraten – ist eine zentrale Säule. Das Entern gegnerischer Schiffe, die Verteilung der Beute und das Überleben der immerwährenden Gefahr auf See schaffen die Grundstruktur eines klassischen Piraten-Survival-Spiels. An Land angekommen, erweitert sich das Spektrum um Aspekte des Basenbaus. Hier können die Spieler ihre Beute verwerten, ihre Schiffe aufrüsten und eine feste Operationsbasis errichten, von der aus sie sich tiefer in die Geheimnisse der Welt wagen.

„Soulslite“-Kampf gegen historische und übernatürliche Feinde

Die Entwickler bezeichnen den Nahkampf als „Soulslite“, was auf ein herausforderndes, aber vielleicht zugänglicheres Kampfsystem als in typischen Soulslikes hindeutet. Gegner sind dabei sowohl von realen historischen Figuren wie dem gefürchteten Blackbeard inspiriert als auch von übernatürlichen Kräften. Der Trailer zeigt gespenstische, von der Pest gezeichnete Kreaturen, die den Spielern das Leben schwer machen sollen. Dieser Mix aus historischem Flair und düsterer Fantasy soll eine Erzählung stützen, die mit einem bodenständigen Kampf ums Überleben beginnt und die Crew in einen weit größeren Konflikt verstrickt.

Die große Absurdität: Die Konfrontation mit dem Blumenmonster

Der vielleicht ungewöhnlichste und einprägsamste Moment des Trailers ist sein finaler Höhepunkt. Nach Sequenzen von Kanonenfeuer, Entermannövern und Kämpfen gegen geisterhafte Plagegeister richtet sich die Aufmerksamkeit plötzlich auf einen völlig anderen Gegner: ein riesiges, rosafarbenes, fast schon freundlich wirkendes Blumenmonster in einem verfluchten Sumpfgebiet. Während eine Gesundheitsleiste den Namen „High Priestess“ anzeigt und der Ort auf eine tiefere Bedrohung hindeutet, bleibt der visuelle Kontrast frappierend. Hier steht eine Crew abgebrühter Piraten, bewaffnet mit Schwertern und Pistolen, einem floralen Koloss gegenüber. Diese absurde Konfrontation wirft Fragen nach dem größeren narrativen Bogen auf und unterstreicht, dass Windrose mehr sein will als nur ein weiteres Piratenspiel.

Narrative Tiefe hinter der botanischen Bedrohung

Die Steam-Seite des Spiels verspricht, dass dieser scheinbar bizarre Gegner Teil einer größeren Geschichte ist. Was als „grounded struggle for survival“ beginnt, soll die Spieler in einen epischen Konflikt zwischen rivalisierenden Mächten und einem uralten, unaussprechlichen Bösen hineinziehen. Das Blumenmonster ist somit wahrscheinlich kein isolierter Gag, sondern ein sichtbarer Ausdruck dieser übernatürlichen, „unspoken evil“. Es symbolisiert die Absicht der Entwickler, das klassische Piratensetting mit unerwarteten Fantasy-Elementen zu durchdringen und eine einzigartige Identität zu schaffen, die über Schiffsgefechte hinausgeht.

Pocketpair als Publisher: Eine vielversprechende Partnerschaft

Die Wahl von Pocketpair als Publisher ist ein interessanter Aspekt. Bekannt geworden durch den phänomenalen Erfolg von Palworld, hat das Studio bewiesen, dass es unkonventionelle Spielideen mit massenhafter Anziehungskraft verbinden kann. Diese Partnerschaft bringt nicht nur zusätzliche Ressourcen und Reichweite für Windrose, sondern lässt auch auf einen ähnlich mutigen, genreübergreifenden Ansatz hoffen. Die Vermischung von etablierten Überlebensmechaniken mit unerwarteten narrativen und spielerischen Elementen passt gut zum Profil des Publishers und könnte Windrose helfen, aus der Masse der Piratenspiele hervorzustechen.

Fazit: Ein vielversprechendes Early Access-Abenteuer mit eigenem Charakter

Windrose betritt die Early-Access-Bühne mit einem klaren Versprechen: ein kooperatives Piratenerlebnis zu bieten, das die Erwartungen an Hochseeschlachten und Basenbau erfüllt und sie gleichzeitig mit einer geheimnisvollen, leicht absurden Fantasy-Ebene unterfüttert. Die Kombination aus „Soulslite“-Kampf, historisch inspirierten Gegnern und dem unvergesslichen Bild, gegen ein riesiges Blumenmonster anzutreten, deutet auf ein Spiel hin, das seinen eigenen Weg gehen will. Ob diese Mischung langfristig aufgeht, wird die eineinhalb- bis zweieinhalbjährige Entwicklungszeit im Early Access zeigen. Bis dahin können neugierige Seeräuber bereits jetzt eine Demo auf Steam ansteuern und sich auf den kommenden Sturm vorbereiten. Die Reise von Windrose verspricht, weniger ein einfacher Törn auf bekannten Gewässern zu sein, sondern vielmehr eine Expedition in unkartiertes Gebiet, wo neben Blackbeards Geist auch die Blumen zurückbeißen könnten.

Diesen Artikel teilen