Ein vorzeitig veröffentlichtes Review des YouTube-Kanals TechyTalk hat die Technikwelt aufgemischt, indem es den Preis, die Vorzüge und die Grenzen des neuen steam-controller-die-umfassende-praxisprobe“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Steam Controllers detailliert offenlegte. Obwohl Valve noch schweigt, deutet der detaillierte Vorgeschmack an, dass es sich hier um keinen gewöhnlichen Controller handelt, sondern um eine speziell für das PC-Gaming optimierte Premium-Lösung.
Wie die TMR-Sticks die Gamepad-Landschaft aufrühren
Der wohl genialste technische Kniff des Controllers steckt in den Analog-Sticks. Valve setzt auf die TMR-Technologie (Tunnel Magnetoresistance), die durch ihr physikalisches Wirkprinzip einen großen Vorteil bietet: Sie kann mechanisch keinen Drift entwickeln. Diese unvermeidliche Zonenbildung, die bei herkömmlichen Potentiometer-Sticks von Sony, Microsoft und Nintendo für falsche Eingaben sorgt, ist hier einfach nicht möglich. Das ist ein massiver Gewinn für Langzeitspieler, die genervt von Reparaturen oder Ersatzkäufen sind.
Diese zukunftssichere Technologie wird durch einen Sechs-Achsen-Gyroskop-Sensor und vier praktische Grip-Tasten auf der Rückseite ergänzt. Während Gyro-Steuerung von der Nintendo Switch bekannt ist, sind vier hintere Tasten selbst in der gehobenen Preisklasse selten. Zusammen erlauben sie ein neues Level an Eingabeoptionen, etwa für das Umschalten von Waffen oder das Belegen von Makros, ohne die Daumen von den Sticks nehmen zu müssen.
Die doppelten Trackpads: Eine Brücke zwischen Couch und Maus
Das Herzstück des neuen Steam Controllers sind jedoch die beiden großflächigen Trackpads. Sie ermöglichen eine präzise Maus- und Cursorsteuerung direkt vom Controller aus und schlagen damit eine Brücke zu Genres, die traditionell Tastatur und Maus vorbehalten waren. Strategie- und Aufbauspiele wie Civilisation oder Anno werden so plötzlich auf dem Sofa spielbar. Die Pad-Funktionen sind dabei höchst anpassbar: vom einfachen Cursorbewegen über Scrollen bis hin zum Trackball-Modus mit Schwungübertragung.
Der Rezension zufolge gewöhnt man sich überraschend schnell an die neue Eingabemethode. Allerdings wird auch klar benannt, wo die Grenzen liegen: Für kompetitive Echtzeit-Strategiespiele oder schnelle Ego-Shooter, bei denen es auf Millisekunden und pixelgenaue Klicks ankommt, bleibt die konventionelle Maus unerreicht. Die Trackpads liefern fantastische Vielseitigkeit, aber keine Turnier-taugliche Reaktionsgeschwindigkeit.
US$ 99: Ein fairer Preis in einer eigenen Liga?
Mit einem geleakten Preis von 99 US-Dollar (etwa 492 Reais) positioniert sich der Controller geschickt in einer eigenen Nische. Er ist teurer als die Standardmodelle der Konkurrenz (Xbox Wireless Controller: 65 $, DualSense: 75 $, Switch Pro Controller: 80 $), kostet aber nur etwa die Hälfte der Premium-Modelle wie dem DualSense Edge oder dem Xbox Elite Series 2, die beide über 200 US-Dollar kosten.
In diesem Preissegment bietet der Steam Controller mit seinen TMR-Sticks, vier Grip-Tasten und den Trackpads eine einzigartige technische Ausstattung. Auch die Face-Buttons und das D-Pad sollen besser und präziser als beim Steam Deck sein. Das Zubehör, ein kombinierter Wireless-Dongle und magnetischer Ladepuck, rundet das saubere Paket ab. Die anfänglich gespaltene Community-Reaktion schwenkte angesichts dieser Merkmale schnell in Richtung Akzeptanz.
Kompromisse und die nüchterne Bilanz eines Leaks
Das Review verschwieg jedoch nicht die offensichtlichen Abstriche. Gegenüber den teureren Profi-Controllern fehlen Features wie auswechselbare Sticks, rastbare Hair-Trigger an den Schultertasten, Mikroschalter in den Tasten oder eine austauschbare Batterie. Das Gehäuse ist aus einfachem, texturiertem Plastik und bietet keine Audio-Buchse für Headsets – ein Zugeständnis an das saubere, kabellose Konzept, das aber manche Spieler stören könnte.
Die Quintessenz des Vorgeblicks ist dennoch positiv: Es gibt keinen Controller, der alles perfekt macht. Für Spieler, die einen einzigen, hochwertigen Eingabegerät für das breite PC-Gaming-Spektrum zwischen Sofa-Komfort und Maus-Präzision suchen, bietet der neue Steam Controller eine überzeugende und technisch fundierte Argumentation. Der Umstand, dass bereits Testeinheiten unterwegs sind, deutet zudem auf einen baldigen offiziellen Launch hin – möglicherweise noch vor der ebenfalls erwarteten Steam Machine im laufenden Jahr. Der Leak hat damit nicht nur Daten preisgegeben, sondern eine rege Diskussion über den Wert von Innovation im Controller-Markt angestoßen.