D-Link erweitert sein Portfolio für die Netzwerkverwaltungsplattform Nuclias um drei Access Points der Serie DAP-E3620. Die Geräte arbeiten nach dem kommenden WLAN-Standard IEEE 802.11be – also Wi‑Fi 7 –, nutzen aber ausschließlich die Frequenzbänder 2,4 und 5 GHz. Das 6‑GHz-Band bleibt außen vor. Stattdessen setzt D-Link auf spezifische Wi‑Fi‑7-Features wie Multi-Link Operation (MLO), 4K‑QAM und Multi‑RU, die auch in den etablierten Bändern Vorteile bringen. Die Access Points sind für den kabelgebundenen Anschluss mit 2,5‑Gigabit-Ethernet und PoE+ ausgelegt und adressieren Unternehmen, die auf eine cloudbasierte oder lokale Verwaltung setzen.
Technische Eckdaten der BE3600-Klasse
Die Bezeichnung BE3600 leitet sich aus der theoretischen Bruttodatenrate über beide Funkbänder ab: Im 2,4‑GHz-Band gibt D-Link bis zu 688 Mbit/s an, im 5‑GHz-Band bis zu 2.882 Mbit/s. Diese Werte summieren sich auf die Klasse BE3600 und beschreiben die maximale Funkkapazität des Access Points, nicht den Durchsatz eines einzelnen Clients. Die Anbindung an das LAN erfolgt über einen 2,5‑Gigabit-Ethernet-Port, die Stromversorgung über PoE+ nach IEEE 802.3at. Als Sicherheitsstandards sind WPA3-Personal und WPA3-Enterprise sowie schnelles Roaming genannt – letzteres ohne Angabe des konkreten Verfahrens.
Drei Gehäusevarianten für unterschiedliche Umgebungen
Die Serie umfasst drei Modelle, die sich in Montageart und Ausstattung unterscheiden:
| Modell | Montage | Besonderheiten |
|---|---|---|
| DAP-E3620 | Decke | – |
| DAP-E3620W | Wand | Vier Gigabit-Ethernet-Ports, einer davon PoE-ausgang (für Endgeräte wie IP‑Telefone oder IoT‑Gateways) |
| DAP-E3620OU | Außenbereich | IP67‑geschützt (staubdicht, zeitweiliges Untertauchen) |
Der Decken-Access Point (DAP-E3620) eignet sich laut D-Link für Büros, Klassenräume und Gemeinschaftsflächen. Der wandmontierte DAP-E3620W zielt auf Hotels und Wohnheime, da er auch als kompakte Verteilerstation für kabelgebundene Endgeräte dient. Die Outdoor-Variante DAP-E3620OU ist für Campusflächen, öffentliche Einrichtungen und Außenbereiche von Unternehmensstandorten vorgesehen. D-Link empfiehlt als begleitende Switches die Multi‑Gigabit‑PoE‑Modelle der Serie DMS‑1250, die sowohl den Daten‑Backhaul als auch die Stromversorgung übernehmen.
Verwaltung über Nuclias – Cloud oder vor Ort
Alle drei Access Points lassen sich in die Nuclias‑Unity‑Cloud-Umgebung einbinden. Alternativ steht ein Hardware‑Controller oder eine lokal betriebene Software‑Controller‑Variante zur Verfügung. Administratoren können über die Plattform Konfigurationen verteilen, Firmware-Updates einspielen und den Status mehrerer Geräte zentral überwachen. Die Entscheidung für Wi‑Fi 7 ohne 6 GHz ermöglicht D-Link, moderne Protokollfunktionen in bestehenden Frequenzbereichen anzubieten – ein pragmatischer Ansatz für Umgebungen, in denen das 6‑GHz-Band noch nicht freigegeben oder nicht wirtschaftlich nutzbar ist.