Square Enix zeigt Age of Budding in The Adventures of Elliot

Von Gaming Central - Gaming-Redaktion & Analyse

Nur wenige Tage nach Veröffentlichung der Prologue Demo zu „The Adventures of Elliot: The Millennium Tales“ haben Square Enix und Team Asano frische Details zur Handlung des Spiels preisgegeben. Im Mittelpunkt steht die früheste Zeitperiode des Abenteuers – das sogenannte „Age of Budding“. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Fantasy-Urzeit anmutet, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine Hommage an das legendäre „Chrono Trigger“ aus den Neunzigern. Doch die Parallelen gehen weit über das offensichtliche Zeitreise-Element hinaus.

Das Zeitalter des Erwachens: Eine Welt am Scheideweg

Das „Age of Budding“ ist jene Ära, in der Elliot und Faie am weitesten in die Vergangenheit reisen. Laut offizieller Beschreibung erleben die Spieler hier die Morgendämmerung der Zivilisation. Die Menschen sind auf selbst geschmiedete Waffen angewiesen, um sich gegen die wilden Bestienstämme zu behaupten. In diesem fragilen Gleichgewicht existiert ein Stamm namens Myū – Wesen, die die menschliche Sprache beherrschen und mächtige Magie wirken können. Die zentrale Frage: Stellt diese Macht eine neue Hoffnung dar oder eine noch nie dagewesene Bedrohung? Für die Menschheit von Philabieldia bedeutet diese Epoche den größten Wendepunkt ihrer Geschichte.

Bereits in einem früheren Interview mit Polygon hatte Produzent Naofumi Matsushita das Age of Budding als eine Zeit beschrieben, in der die Menschen noch keine magischen Fähigkeiten besaßen. Damals lebten die ursprünglichen Rassen in kleinen Dörfern und arbeiteten zusammen, um zu überleben. Ständig von Bestienstämmen bedroht, gestaltete sich das Leben hart und bescheiden. Die nun veröffentlichten Details gehen weit über diese erste Skizze hinaus und zeichnen ein deutlich komplexeres Bild.

Verblüffende Parallelen zu Chrono Trigger

Spieler, die „Chrono Trigger“ kennen, werden sofort an zwei bekannte Zeitperioden erinnert: die prähistorische Ära (65 Millionen v. Chr.) und das dunkle Zeitalter (12.000 v. Chr.). In der prähistorischen Epoche von „Chrono Trigger“ kämpft das bescheidene Dorf Ioka ums Überleben gegen einen Stamm von Echsenmenschen – mit Hilfe der Zeitreisenden. Im dunklen Zeitalter wiederum herrscht die Zivilisation von Zeal, deren Elite die Magie durch dunkle Machenschaften an sich gerissen hat. Während die Magier auf einem schwebenden Kontinent in Saus und Braus leben, fristet die Unterschicht in eisigen Höhlen an der Oberfläche ein erbärmliches Dasein.

Das „Age of Budding“ ist keine direkte Kopie, doch die Überschneidungen sind unübersehbar. Genauer gesagt finden sich drei zentrale Gemeinsamkeiten: ein prähistorischer Krieg zwischen Menschen und Nicht-Menschen, Magie als zivilisationsverändernde Macht und das entbehrungsreiche Leben der frühen Menschen im Schnee.

Die Myū: Katzenohren und Magie als Schicksalsfaktor

Die bedeutendste Neuerung im Lore von „The Adventures of Elliot“ ist das Volk der Myū. Sie werden als eine hybride Spezies mit katzenartigen Ohren beschrieben. Im Zentrum der neuen Darstellungen steht Lyudmila, eine Frau der Myū, die abseits der menschlichen Siedlung Hitoyori in der verschneiten Wildnis lebt. Durch eine Verkettung von Umständen wird sie den Menschen die Magie lehren. Ihr Charakter wird als unerschütterlich stark beschrieben, eine Frau, die selbst unter den grausamsten Umständen niemals die Hoffnung verliert. Wer „Chrono Trigger“ gespielt hat, fühlt sich hier sofort an Prinzessin Schala erinnert – was im Sinne eines glücklichen Endes durchaus als vielversprechend gedeutet werden darf.

Kai und Hirk: Zwei Menschen, zwei Weltsichten

Square Enix und Team Asano haben außerdem zwei menschliche Charaktere vorgestellt, auf die Elliot und Faie im Age of Budding treffen. Kai ist der junge Anführer der frühesten menschlichen Siedlung Hitoyori. Sein oberstes Ziel ist der Schutz des Dorfes vor den Bedrohungen der Bestienstämme. Für Kai sind die Myū nichts weiter als ein weiterer Bestienstamm, und ihre Magie stellt eine Gefahr für die Sicherheit des Dorfes dar.

Ganz anders sieht das Hirk, eine Frau aus Hitoyori. Sie hat jahrelang Magie studiert, konnte sie jedoch bisher nicht praktisch anwenden. Doch sie ist überzeugt, dass Magie der Schlüssel zur Zukunft des Dorfes ist – ein Mittel, das den Kindern ein Überleben bis ins Erwachsenenalter ermöglichen könnte. Deshalb sucht sie den Kontakt zu den Myū, um von ihnen zu lernen. Somit zeichnet sich bereits ein klassischer Konflikt zwischen Bewahrern und Fortschrittlichen ab, der die Handlung dieser Zeitperiode maßgeblich prägen dürfte.

Gameplay und Ausblick

Redakteure, die bereits eine Stunde lang die Demo von „The Adventures of Elliot“ spielen konnten, zeigen sich beeindruckt von der Mischung aus Zelda-artiger Erkundung und Kämpfen, die an die Mana-Reihe erinnern. Diese mit einer Portion „Chrono Trigger“-Erzählkunst zu veredeln, ist ein vielversprechendes Konzept. „The Adventures of Elliot: The Millennium Tales“ erscheint am 18. Juni für Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Windows PC und Xbox Series X. Die Veröffentlichung der Prologue Demo ermöglicht ersten Vorgeschmack auf ein Abenteuer, das die Zeitenwende der Magie in den Mittelpunkt stellt.

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