AMD kündigt Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition und Ryzen 7 7700X3D an

Von Gaming Central - Gaming-Redaktion & Analyse

AMD erweitert sein Prozessor-Portfolio um zwei besondere Modelle, die vor allem Enthusiasten und Spieler ansprechen sollen. Mit dem Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition kehrt ein bewährter Klassiker auf die Plattform AM4 zurück, während der neue Ryzen 7 7700X3D eine preislich attraktive Option für das aktuelle AM5-Ökosystem darstellt.

Ein Jubiläum für die AM4-Plattform: Der Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition

Zehn Jahre nach dem Start der erfolgreichen Ryzen-Reihe besinnt sich AMD auf eine der prägendsten CPUs der letzten Jahre. Der Ryzen 7 5800X3D, dessen ursprüngliche Produktion 2023 eingestellt wurde, feiert ein limitiertes Comeback. Diese Sonderedition, offiziell als Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition betitelt, ist technisch identisch mit dem Vorgänger. Das bedeutet: Acht Kerne und 16 Threads basierend auf der „Zen 3″-Architektur, ein maximaler Boost-Takt von 4,50 GHz und die namensgebenden 96 MB L3-Cache, ermöglicht durch die 3D V-Cache-Technologie. AMD adressiert mit diesem Schritt gezielt Nutzer, die weiterhin auf das ausgereifte und kostengünstige AM4-System mit DDR4-RAM setzen möchten.

Der entscheidende Unterschied zur Ursprungsversion liegt im Lieferumfang. Der Prozessor trägt ein spezielles Branding auf der Verpackung und wird um eine Carbice Ice Pad ergänzt – eine Hochleistungs-Wärmeleitpaste auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhren, die für eine optimierte Wärmeableitung sorgen soll. Wie beim Original verzichtet AMD auch bei dieser Edition auf einen mitgelieferten Kühler. Die Veröffentlichung ist für den 25. Juni zu einem Preis von 350 US-Dollar geplant.

Ein letztes Aufbäumen für DDR4: Leistungsvergleich mit der Konkurrenz

Dass der 5800X3D auch Jahre nach seiner Markteinführung noch eine relevante Größe ist, unterstreicht AMD mit einem internen Leistungsvergleich. Das Unternehmen positioniert den Chip als den schnellsten Gaming-Prozessor auf DDR4-Basis. In den eigenen Tests wurde der Ryzen 7 5800X3D mit einem Intel Core i9-14900K (Raptor Lake Refresh) verglichen – beide Systeme bestückt mit 32 GB DDR4-3600 Arbeitsspeicher. Das Ergebnis: Der AMD-Chip zeigte eine im Schnitt rund zehn Prozent höhere Spieleleistung. Für alle, die ihre bestehende AM4-Plattform noch einmal aufrüsten möchten, bietet diese Sonderedition somit eine äußerst performante und zukunftssichere Alternative, ohne auf das teurere DDR5-System umsteigen zu müssen.

Ryzen 7 7700X3D: Eine neue Einstiegsdroge für AM5

Parallel zur Jubiläumsedition stellte AMD mit dem Ryzen 7 7700X3D einen weiteren Prozessor vor, der die Lücke im aktuellen Line-up schließen soll. Dieses Modell basiert auf der älteren „Zen 4″-Architektur, ist aber für den modernen Sockel AM5 mit DDR5-Speicher ausgelegt. Es handelt sich um eine Antwort auf die Frage, wie man einen preisgünstigen Einstieg in die 3D-V-Cache-Welt auf der neuen Plattform ermöglichen kann.

Der 7700X3D ist ein Achtkerner mit 16 Threads, einem maximalen Boost-Takt von 4,50 GHz und ebenfalls 96 MB L3-Cache. Er positioniert sich preislich zwischen dem wiederbelebten 5800X3D und den neuesten „Zen 5″-Modellen wie dem Ryzen 7 9850X3D. Da der beliebte Ryzen 7 7800X3D eingestellt wurde, schließt der 7700X3D eine wichtige Lücke für preisbewusste Gamer. Der Verkaufsstart ist für den 16. Juli zu einem Preis von 330 US-Dollar terminiert. Interessanterweise lieferte AMD für dieses Modell keine eigenen Leistungswerte, was darauf hindeuten könnte, dass der Fokus primär auf dem günstigen Einstiegspreis liegt.

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