Asus Zenbook A16 im Test: Snapdragon X2 Elite Extreme liefert hohe CPU-Leistung

Das Asus Zenbook A16 mit Snapdragon X2 Elite Extreme überzeugt im Test mit starker CPU, OLED-Display und langer Akkulaufzeit.

Im Test des Asus Zenbook A16 liefert der Snapdragon X2 Elite Extreme eine hohe CPU-Leistung und eine außergewöhnliche Akkulaufzeit.
Highlights
  • Das Asus Zenbook A16 erreicht im Videotest eine Akkulaufzeit von knapp 18 Stunden.
  • Die CPU-Leistung des Snapdragon X2 Elite Extreme liegt im Multithread-Bereich vor neueren Intel-Chips.
  • Das OLED-Display des Zenbook A16 überzeugt mit perfekten Schwarztönen und einer hohen Farbgenauigkeit.

Qualcomm hat mit dem Snapdragon X2 Elite Extreme einen Prozessor auf den Markt gebracht, der speziell für ultramobile Produktivitäts-Laptops konzipiert ist. Das Asus Zenbook A16 ist eines der ersten Geräte, das diesen Chip nutzt, und verspricht eine hohe CPU-Leistung bei gleichzeitig effizientem Energiehaushalt. Unser Test zeigt, wo die Stärken und Schwächen dieses 16-Zoll-OLEDaa-Notebooks liegen.

Display und Lautsprecher

Das Zenbook A16 ist mit einem 16-Zoll-OLED-Display ausgestattet, das Asus als „3K“ bezeichnet. Die Auflösung beträgt 2.800 × 1.800 Pixel bei einem Seitenverhältnis von 16:10 und einer maximalen Helligkeit von nominell 500 Nits. In unserem Test erreichte die durchschnittliche Helligkeit rund 430 Nits, was für Innenräume völlig ausreichend ist. Besonders beeindruckt hat die variable Bildwiederholrate zwischen 30 und 120 Hertz, die je nach Inhalt dynamisch umschaltet – flüssiges Scrollen bei 120 Hertz, stromsparende 30 Hertz bei statischen Dokumenten.

Das OLED-Panel überzeugt mit perfekten Schwarztönen und einer hohen Farbgenauigkeit. Für ein Multimedia-Erlebnis sorgen zudem die sechs integrierten Lautsprecher. Der Klang bleibt selbst bei voller Lautstärke klar und ausgewogen, ohne in matschige Höhen abzugleiten. Über die MyAsus-App lässt sich das Klangprofil anpassen; die „Volume Booster“-Funktion ist jedoch meist nicht nötig. Lediglich für tiefe Bässe fehlt dem flachen Gehäuse die nötige Resonanz.

Tastatur und Trackpad

Die Chiclet-Tastatur des Zenbook A16 bietet einen Tastenhub von 1,3 Millimetern – ein typischer Wert für aktuelle Laptops. Die oberste Reihe wurde um Sondertasten für Screenshots, Mikrofon, Kamera und die MyAsus-App erweitert. Die ScreenShare-Taste ist weniger nützlich, lässt sich aber deaktivieren. Allerdings fehlt ein separater Ziffernblock, was bei einem 16-Zoll-Gerät überraschen mag. Das Trackpad ist groß, nutzt eine klassische Scharnierkonstruktion und arbeitet zuverlässig, jedoch ohne Force-Feedback.

Webcam

Die 1080p-Webcam liefert unter guten Lichtverhältnissen ein realistisches Bild. Ein physischer Kameraverschluss fehlt; die Deaktivierung erfolgt über eine Funktionstaste. Für alltägliche Videokonferenzen ist die Qualität völlig ausreichend, sodass eine externe Webcam nur selten nötig sein dürfte.

Rechenleistung

Im Zentrum des Zenbook A16 arbeitet der Snapdragon X2 Elite Extreme des Typs X2E96100. Qualcomm verspricht, dass die CPU sowohl im Netz- als auch im Akkubetrieb die gleiche Leistung abruft – und unser Test bestätigt dies weitgehend. Besonders die Multithread-Leistung kann sich sehen lassen. In Geekbench 6 erreicht das Notebook die Spitzenwerte unter den verglichenen 16-Zoll-Modellen und liegt sogar knapp vor neueren Intel-Chips der Panther-Lake-Generation. Die Single-Core-Leistung von rund 148 Punkten im Cinebench 2024 liegt auf dem Niveau von Apples älterem M3-Chip und nahe an der M4-Generation.

Bei längerer CPU-Auslastung kommt es zu einer thermischen Drosselung um etwa 18 Prozent, die Lüfter bleiben dabei aber leise. Die integrierte Adreno-GPU liefert im 3DMark Time Spy ein solides Ergebnis. In Spielen wie Cyberpunk 2077 erreicht der Laptop bei 1080p und niedrigen Einstellungen rund 62 fps – für einen Produktivitäts-Laptop ein ordentlicher Wert, auch wenn Intels aktuelle integrierte Grafik hier noch eine Klasse höher spielt. Kompatibilitätsprobleme mit ARM-basierten Treibern sind weitgehend gelöst, lediglich PCMark 10 läuft nicht nativ. Im Procyon-Office-Test, der reale Microsoft-Office-Anwendungen simuliert, belegt das Zenbook A16 den Spitzenplatz.

Akkulaufzeit

Trotz eines vergleichsweise kleinen 50-Wh-Akkus zeigt das Zenbook A16 eine außergewöhnliche Ausdauer. Im standardisierten Videotest mit einem 4K-Film in Endlosschleife hielt das Notebook knapp 18 Stunden durch. Bei einem Office-Benchmark mit Excel, Word und typischen Arbeitslasten sank die Laufzeit auf etwa acht Stunden – ein realistischer Wert für einen Arbeitstag. Beim Streaming über Netflix waren es rund 13 Stunden. Damit gehört das Gerät zu den langlebigsten 16-Zoll-Notebooks auf dem Markt.

Urteil zum Asus Zenbook A16

Als Produktivitäts-Laptop überzeugt das Asus Zenbook A16 mit einer starken CPU-Leistung, einem exzellenten OLED-Display und langer Akkulaufzeit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist jedoch nicht ungeschlagen: Das Acer Swift 16 AI bietet bei ähnlicher Ausstattung einen noch günstigeren Einstieg. Auch die fehlende physische Webcam-Abdeckung und das gelegentliche Ruckeln bei Spielen trüben den Gesamteindruck. Dennoch ist das Zenbook A16 eine attraktive Wahl für alle, die Wert auf Mobilität und eine flüssige Windows-Erfahrung mit Snapdragon-Technologie legen. Mit einem Preis von 2.299 Euro zielt es auf ein anspruchsvolles Publikum, das für ein leichteres und dennoch leistungsstarkes Notebook bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

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