Der erste Blood of Dawnwalker-Patch ist da – und er räumt mit den ärgerlichsten Startschwierigkeiten des Vampir-RPGs auf. Rebel Wolves haben blockierte Questfortschritte entschärft, eine Tutorial-Führung repariert und die Controller-Steuerung auf dem PC angepasst. Außerdem hat ein Schmied ein neues Rezept gelernt, das es in sich hat.
Der erste Blood of Dawnwalker-Patch behebt zentrale Startprobleme
Am deutlichsten spürbar ist die Korrektur im Tutorial. Dort begleitet den Helden sein Bruder Lunka durch die ersten Schritte der Geschichte. Bislang konnte Lunka schlichtweg den Anschluss verlieren und das Vorankommen blockieren, sodass manche Spieler den Einstieg neu starten mussten. Der Patch sorgt dafür, dass die Führungssequenz zuverlässig durchläuft.
Zudem haben die Entwickler das allgemeine Controller-Verhalten unter die Lupe genommen. Die Totzone der Analogsticks wurde neu justiert, außerdem verschwindet ein Problem, bei dem das Sprinten auf dem Gamepad hakte. Gerade auf dem PC, wo Spieler zwischen Tastatur und Pad wechseln, dürfte das die Bedienung spürbar angenehmer machen.
Welche Fehler behebt der erste Blood of Dawnwalker-Patch?
Der Patch behebt blockierte Questfortschritte, insbesondere durch den verlorengehenden Bruder Lunka im Tutorial, sowie eine Hauptquest-Blockade durch den NPC Farkas. Dazu kommen Verbesserungen bei der Controller-Eingabe auf dem PC, darunter die Totzone der Analogsticks und Sprint-Eingaben. Der Uriashi-Schmied hat außerdem gelernt, ein bestimmtes heiliges Schwert zu schmieden.
- Tutorial-Führung mit Lunka repariert
- Hauptquest mit Farkas nicht mehr blockierbar
- Controller-Totzone und Sprint-Eingaben verbessert
- Uriashi-Schmied beherrscht neues Rezept
Die wohl mysteriöseste Änderung betrifft den Uriashi-Schmied. Er taucht in einer besonders versteckten Quest auf und hat nun offenbar gelernt, ein bestimmtes heiliges Schwert zu schmieden. Ob der Patch damit einen Fehler behebt oder eine neue Möglichkeit schafft, bleibt ein Geheimnis – aber dem Schmied sei es vergönnt.
Farkas: Ein nachtragender Narr verliert seinen Groll
Besonders bemerkenswert ist der Fix für Farkas, den verbitterten Hofnarren, den Spieler für eine zentrale Hauptquest aufsuchen müssen. Bisher konnte Farkas das Gespräch verweigern, wenn man zuvor alle NPCs in seiner unmittelbaren Umgebung ausgeschaltet hatte. Das führte in eine Sackgasse: Wer im Sinne eines radikalen Durchspiels alle Zeugen beseitigt hatte, konnte die Quest schlichtweg nicht mehr abschließen.
Rebel Wolves haben dieses Verhalten nun entschärft. Farkas ist im aktuellen Build gesprächsbereit, egal wie viele Leichen um ihn herumliegen. Das ist mehr als eine Kleinigkeit, denn es zeigt, dass das Studio die Konsequenzen unterschiedlicher Spielweisen ernst nimmt. Statt die Spieler zu bestrafen, wird die Questlogik an die erzählerischen Freiheiten angepasst – ein Ansatz, den sich andere Rollenspiele durchaus abschauen können.
Bekannte Baustellen: Ruckeln, Shader-Kompilierung und Button-Mapping
So erfreulich die ersten Korrekturen sind, so deutlich bleibt eine Baustelle: Ruckeln während des Spiels. Das Problem hängt mit der Shader-Kompilierung zusammen. Werden Shader im Hintergrund gebaut, kommt es auf dem PC zu kurzen Aussetzern, bis der Cache vollständig gefüllt ist. Bei manchen Spielern will dieser Prozess allerdings nicht sauber durchlaufen, sodass das Ruckeln immer wiederkehrt. Rebel Wolves haben angekündigt, weiter daran zu arbeiten.
Ebenfalls noch offen ist die korrekte Erkennung von PlayStation-Controllern auf dem PC. Wer einen DualShock beziehungsweise DualSense nutzt, bekommt hier weiterhin falsche Tastenbelegungen angezeigt. Auch dafür existieren vorerst nur temporäre Umgehungswege, kein endgültiger Fix. Es dürfte also nicht der letzte Patch gewesen sein, den das Entwicklerstudio veröffentlicht.
Die Community macht mobil: Mods gegen den Zeitdruck und die 30-fps-Debatte
Abseits der Fehlerkorrekturen zeigt sich, dass The Blood of Dawnwalker inhaltlich überzeugt. Die internationale Presse lobt das Rollenspiel als eines der stärksten seiner Art. Die Spieler sind allerdings gespalten. Der zentrale Quest-Timer, der die Rettung der Familie zeitlich begrenzt, sorgt für gemischte Reaktionen. Entsprechend schnell haben findige Modder eine Lösung veröffentlicht, die das Zeitlimit deutlich verlängert. Wer den Druck aus der Geschichte nehmen will, kann den Timer also einfach auf das Doppelte oder Dreifache hochschrauben.
Heiß diskutiert wird auch die Bildrate der Zwischensequenzen. Sie sind auf 30 fps gedeckelt, was im Vergleich zum ansonsten flüssigen Gameplay wie ein Rückschritt wirkt. Jüngere Spieler mögen die Nase rümpfen – doch wer die Anfänge des Mediums erlebt hat, erinnert sich anders. Damals waren 30 Frames pro Jahr schon ein Luxus, und jedes Bild musste mühsam aus dem Permafrost geholt werden. Meine Familie brauchte sechs Generationen, um in Tomb Raider die erste Pfeilwand zu überwinden.
Der erste Blood of Dawnwalker-Patch ist also ein Schritt in die richtige Richtung. Die wichtigsten Questblockaden sind beseitigt, die Controller-Steuerung fühlt sich runder an. Die verbleibenden Performance-Probleme sollten angesichts der schnellen Reaktion von Rebel Wolves nur eine Frage der Zeit sein. Bis dahin halten die temporären Workarounds – und die Gewissheit, dass das Team am Ball bleibt.