Bradley Barcola ist derzeit einer der meistdiskutierten Spieler auf der Insel. Der französische Flügelstürmer wechselte im Sommer für eine Rekordsumme zum FC Liverpool und sorgt nicht nur auf dem Platz für Aufsehen. Nun wurde bekannt, dass seine Trikotnummer auf eine ungewöhnliche Inspirationsquelle zurückgeht: eine fiktive Figur aus der Videospielreihe FIFA.
Warum trägt Bradley Barcola die Nummer 29?
Die Antwort führt direkt in die Welt von EA Sports. Barcola trägt die Rückennummer 29 als Hommage an Alex Hunter, den Protagonisten des Story-Modus „The Journey“, der in FIFA 17 eingeführt wurde. In einem Interview erklärte der 23-Jährige, dass Hunters Aufstieg vom Akademiespieler zum Profi einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterließ. „Als ich jünger war, habe ich viel FIFA gespielt. Im Story-Modus mit Alex Hunter wurde diese Nummer für mich symbolisch“, wird der Nationalspieler zitiert. „Ich dachte mir: ‚An dem Tag, an dem ich Profi werde, wird es die 29 sein.‘ Und jetzt bin ich hier.“
Der Einfluss von Alex Hunter auf eine ganze Generation
Die Verbindung zwischen Barcola und der virtuellen Spielfigur ist tiefgreifender, als es auf den ersten Blick scheint. Von 2016 bis 2018 begleiteten Spieler Alex Hunter durch die Höhen und Tiefen seiner jungen Karriere – von der Premier League bis zur Weltmeisterschaft. Für viele Jugendliche war Hunter die erste persönliche Verbindung zum Spitzenfußball. Barcolas Bekenntnis zeigt, wie sehr diese Erzählung die reale Karriereentscheidung eines heutigen Spitzenfußballers beeinflusst hat. Er gab an, sich bereits als Teenager geschworen zu haben, genau dieses Trikot zu tragen, sollte er es jemals in den Profikader schaffen.
Was bedeutete „The Journey“ für die FIFA-Reihe?
Der Story-Modus „The Journey“ war ein Paradigmenwechsel für das Franchise. EA Sports versuchte, eine filmreife Erzählung mit klassischem Gameplay zu verbinden. Spieler übernahmen die Kontrolle über Hunter, trafen Entscheidungen abseits des Platzes und erlebten eine persönliche Dramaturgie. Die Nummer 29 wurde zum Markenzeichen des Charakters – ähnlich wie andere ikonische Trikotnummern im echten Fußball. Dass ein Spieler wie Barcola diese Nummer nun bewusst in der Realität trägt, unterstreicht die kulturelle Relevanz dieser Videospielreihe.
Wird EA Sports diesen Bezug in FC 27 aufgreifen?
Mit dem bevorstehenden Release von EA Sports FC 27 stellen sich Fans die Frage, ob das Entwicklerteam eine versteckte Anspielung (Easter Egg) auf Barcola oder andere reale Spieler einbaut, die von Hunter inspiriert wurden. Derartige Querverweise zwischen virtueller und realer Fußballwelt wären ein starkes Marketinginstrument und würden die Bindung zur Community weiter vertiefen. Insider spekulieren, dass EA die Gelegenheit nutzen könnte, um in kommenden Updates kleinere Referenzen zu platzieren – etwa ein spezielles Kit oder eine freischaltbare Aussage im Spiel. Ein Multiplayer-Karrieremodus ist ebenfalls für die Zukunft geplant, könnte jedoch noch nicht in FC 27 integriert werden.
Barcolas Geschichte ist ein modernes Beispiel für die zunehmende Vermischung von digitaler Popkultur und realem Spitzensport. Während Fans auf dem Platz seine Dribblings und Tore feiern, erinnert die 29 auf seinem Rücken an die Kraft einer guten Videospielgeschichte. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Profis in Zukunft ähnliche Geständnisse machen werden – die Generation, die mit „The Journey“ aufgewachsen ist, steht schließlich erst am Anfang ihrer Karriere.