Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen zeigt Expeditionssystem und Update 3.2

Capcom hat die nächste große Erweiterung für sein Action-Rollenspiel offiziell vorgestellt. Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen erscheint am 9. Oktober für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC (Steam). Parallel dazu wird eine Edition, die das Hauptspiel und die Erweiterung bündelt, auch für die Nintendo Switch 2 erscheinen. Im Zentrum des neuen Inhalts steht ein detailliert ausgearbeitetes Expeditionssystem, das den Spielern eine völlig neue Motivation für die Erkundung der eisigen Region Norgan bieten soll.

Das Herzstück: Der Reliquien-Expeditionszyklus

In einem neuen Gameplay-Video erläutert das Entwicklerteam die grundlegende Mechanik des Add-ons: den sogenannten Reliquien-Expeditionszyklus. Dieses System ist eng mit den Einfällen der sogenannten „Naszenen“ – also der Spielercharaktere – in die verschneiten Gebiete Norgans verknüpft. Bevor man die relative Sicherheit einer Siedlung in der Region verlässt, ist eine gründliche Vorbereitung unerlässlich. Dazu gehören das Anlegen von Proviant, die Verbesserung der Ausrüstung und eine ausreichende Rast, um den zahlreichen Gefahren der Wildnis trotzen zu können.

Sobald man die schützende Zone verlässt, wartet eine feindselige Umgebung. Die Spieler treffen auf verschiedene Gegnertypen, die jeweils eigene Herausforderungen mit sich bringen. Dazu gehören die Krieger des Beorkan-Volkes, die ihre Lager energisch verteidigen, sowie der Norgan-Gigant. Dieser Koloss ist in der Lage, seine Gegner mit seinem eisigen Atem einzufrieren. Ein weiteres beeindruckendes Geschöpf ist Fimble, ein Eisdrache, der Berichten zufolge ebenfalls Reliquien mit sich tragen kann.

Die Jagd nach Beute beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf direkte Kämpfe. Verlassene Siedlungen, geheimnisvolle Ruinen und tiefe Höhlen in Norgan können wertvolle Belohnungen für diejenigen bereithalten, die sie gründlich erkunden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Kreatur Freki – ein wilder Wolf, der in der Siedlung Norgan heimisch ist. Gegen eine bestimmte Bezahlung kann Freki die Naszenen zu versteckten Trophäen führen, was dem Erkundungsprozess eine taktische Komponente hinzufügt.

Vom Fundstück zur Ausrüstung: Die Rolle der Matriarchin Giera

Nach einer erfolgreichen Expedition kehren die Spieler in die Siedlung zurück. Die gesammelten Reliquien müssen zu Giera, der Matriarchin von Norgan, gebracht werden, um sie identifizieren und bewerten zu lassen. Ein zentrales Element dieses Systems ist, dass optisch ähnliche Objekte nach der Identifizierung völlig unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände hervorbringen können. Dies sorgt für einen hohen Wiederspielwert und macht jede Expedition zu einem potenziell einzigartigen Fundraising. Die so erhaltenen Waffen und Rüstungen weisen Eigenschaften auf, die direkt der Seltenheit der ursprünglichen Reliquie entsprechen.

Besonders interessant für erfahrene Spieler: Einige Ausrüstungsgegenstände, die auf diesem Weg erlangt werden, verleihen nicht nur neue Fähigkeiten, sondern können auch bereits vorhandene Fähigkeiten der Naszenen und ihrer Gefährten (der „Schachfiguren“) modifizieren. Der gesamte Zyklus ist als sich wiederholende Schleife konzipiert: Man verlässt die Siedlung, um Reliquien zu suchen, kehrt zur Bewertung zurück, rüstet sich mit neuer Ausrüstung aus und bricht zur nächsten Expedition auf.

Erzählerische Tiefe durch Erkundung

Das System soll jedoch nicht nur reine Beutejagd sein. Capcom betont, dass die Erkundung Norgans eng mit den Geheimnissen einer längst vergangenen Zivilisation verbunden ist, die einst in dieser unwirtlichen Region lebte. Überall in der Spielwelt finden sich Spuren eines großen Krieges, dessen Geheimzusammenhänge die Spieler nach und nach aufdecken können. Dies verbindet das Gameplay-Loop mit der erzählerischen Tiefe des Spiels und gibt der Aktion einen übergeordneten Sinn.

Update 3.2: Technische und spielerische Verfeinerungen

Parallel zur Ankündigung der Erweiterung hat Capcom ein umfangreiches, kostenloses Update für das Basisspiel veröffentlicht. Dieses bereitet die Spieler nicht nur auf die neuen Inhalte vor, sondern adressiert auch langjährige Wünsche der Community. Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen Update 3.2 bringt mehrere bedeutende Verbesserungen mit sich. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören eine Optimierung der Bildrate, die für flüssigeres Gameplay sorgen soll. Hinzu kommen zusätzliche Speicherplatz-Slots, die es den Spielern ermöglichen, mehrere Spielstände parallel zu führen – eine Funktion, die in der Community sehr gefragt war. Auch das Speichersystem selbst wurde überarbeitet.

Des Weiteren erweitert das Update die Anzahl der Waffen-Fertigkeiten, die für den Kampf zugewiesen werden können. Dies gibt den Spielern mehr taktische Möglichkeiten und erlaubt eine stärkere Individualisierung ihrer Spielweise. Die Anpassungen sind als Vorbereitung auf das Add-on zu verstehen, da sie das Fundament des Kampfsystems polieren und erweitern. Die Kombination aus dem neuen Expeditionszyklus in Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen und den technischen sowie spielerischen Verbesserungen von Update 3.2 zeichnet das Bild eines Spiels, das sich zum Ende seines Lebenszyklus hin noch einmal von seiner besten Seite zeigt. Ob die neuen Inhalte die Spieler langfristig an die eisigen Gefilde Norgans binden können, wird sich ab Oktober zeigen.

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