Hohems Eyepic Gimbal Kamera bekommt abnehmbare Kamera

Auf der IFA 2026 präsentiert Hohem mit der Eyepic eine innovative Zwei-in-Eins-Kamera, die sich vom Gimbal lösen und als Wearable nutzen lässt.

Die Hohem Eyepic vereint einen 3-Achsen-Gimbal mit einer abnehmbaren, wasserdichten 4K-Kamera für maximale Flexibilität.
Highlights
  • Das Kameramodul der Hohem Eyepic ist bis zu zehn Meter wasserdicht und kann über Magnete an metallischen Oberflächen befestigt werden.
  • Neben der Eyepic stellt Hohem zwei neue Smartphone-Gimbals vor, darunter den iSteady V4 Ultra mit abnehmbarem Touchscreen.
  • Das Hohem Mic 2 Audiosystem unterstützt bis zu vier Sender und eignet sich für Podcasts und Interviews.

Hohem ist vor allem als Hersteller von stabilisierenden Gimbals für Smartphones und Kompaktkameras bekannt. Auf der IFA 2026 präsentiert das Unternehmen jedoch ein völlig neues Konzept: Die Hohem Eyepic ist eine Zwei-in-Eins-Kamera, deren Kernstück, das Kameramodul, sich vom Gimbal lösen und am Körper tragen lässt – um den Hals, am Helm oder an der Mütze. Damit betritt Hohem ein Segment, das bisher von DJI und Insta360 dominiert wird, und verspricht eine neuartige Flexibilität für Vlogger und Content Creator.

Das innovative Design der Hohem Eyepic: Gimbal und Wearable in einem

Die Grundidee der Eyepic ist ebenso einfach wie clever: Ein kompakter, dreiachsig stabilisierter Gimbal dient als Basis, in den eine eigenständige Kamera eingesetzt wird. Ist die Kamera im Gimbal verankert, profitiert sie von einer professionellen Stabilisierung und kann über den integrierten 2,5-Zoll-Touchscreen gesteuert werden. Dreht man das Display, wechselt die Aufnahme nahtlos zwischen Horizontal- und Vollformat – ohne Beschneidung des Bildes. Das ist ein entscheidender Vorteil für alle, die Inhalte sowohl für YouTube als auch für TikTok oder Instagram Reels produzieren.

Wird die Kamera jedoch entnommen, verwandelt sie sich in eine eigenständige Action-Cam. Dank mitgelieferter Clips für Kappen und einer Umhängewunde kann sie an nahezu jedem Kleidungsstück oder Gegenstand befestigt werden. Zudem verfügt sie über Magnetanschlüsse, um sie an metallischen Oberflächen zu fixieren. Ein besonderes Highlight: Die Kamera ist bis zu einer Tiefe von zehn Metern wasserdicht. Nutzer behalten dennoch die Kontrolle, denn die Live-Vorschau auf dem Gimbal-Display funktioniert noch in einer Entfernung von bis zu zehn Metern.

Technische Spezifikationen und Alleinstellungsmerkmale

Die Kamera zeichnet 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Konkrete Details zum Sensor oder zur Bitrate hat Hohem noch nicht genannt. Klar ist jedoch, dass die dreiachsige Stabilisierung nur im Zusammenspiel mit dem Gimbal aktiv ist – als Wearable muss das Modul allein auf elektronische oder mechanische Bildstabilisierung setzen. Das Unternehmen betont den Fokus auf teilbare Inhalte und bewirbt das System explizit als „Sharing-zentrierte Vlogging-Kamera“.

Die Eyepic reiht sich damit in eine wachsende Produktkategorie ein, die klassische Gimbalkameras mit Actioncams verschmelzen will. Hersteller wie RugOne oder HoverAIR verfolgen ähnliche Ansätze. Hohem verspricht einen Marktstart für Anfang 2027. Preise oder eine genaue Datumsnennung bleiben vorerst aus.

Ergänzendes Zubehör: Neue Gimbals und ein Audio-System

Neben der Eyepic stellt Hohem gleich zwei neue Smartphone-Gimbals vor. Der iSteady V4 Ultra hebt sich durch ein abnehmbares Touchscreen-Display hervor. Zudem unterstützt er natives Apple DockKit-Tracking in der iPhone-Kamera-App, was eine extrem präzise und latenzarme Personenverfolgung ermöglicht. Parallel dazu bringt der iSteady X4 eine preisgünstigere Alternative mit integriertem Touch-Bedienfeld, ebenfalls mit nativer DockKit-Unterstützung.

Komplettiert wird das neue Ökosystem durch das Hohem Mic 2, ein drahtloses Audiosystem. Es besteht aus einem Empfänger und bis zu vier Sendern. Damit lassen sich problemlos Interviews, Diskussionen im Journalisten-Stil oder komplette Podcast-Runden aufzeichnen – ein klares Signal, dass Hohem die gesamte Content-Produktionskette adressieren möchte.

Wie positioniert sich das System im Wettbewerb?

Die entscheidende Frage ist: Kann die Hohem Eyepic in der Bildqualität mit einer DJI Osmo Pocket oder gar einem aktuellen iPhone auf einem Smartphone-Gimbal mithalten? Oder macht die unschlagbare Vielseitigkeit des abnehmbaren Moduls die Bildqualität zur Nebensache? Hohem steht vor der Herausforderung, eine Kamera zu entwickeln, die sowohl im stabilisierten Modus als auch als Wearable überzeugende Ergebnisse liefert. Der Gimbal-Markt ist hart umkämpft, und Hybridlösungen wie die Eyepic müssen den Spagat zwischen Kompaktheit, Robustheit und optischer Leistung schaffen.

Sollte Hohem ein ausgewogenes Gesamtpaket – solide 4K-Qualität, zuverlässige Stabilisierung und die Freiheit der Wearable-Nutzung – zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten, könnte sich die Eyepic als Nischenprodukt mit breitem Anwendungsspektrum etablieren. Besonders für Solo-Reisende, die weder eine separate Action-Cam noch einen schweren Gimbal mitführen wollen, wäre dies eine attraktive Lösung. Der Erfolg wird letztlich von der tatsächlichen Video-Performance und dem Preis abhängen, den Hohem Anfang 2027 nennen wird.

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