Sechs kritische Ivanti-Lücken erlauben Schadcode-Ausführung

Sechs kritische Schwachstellen in Ivanti Neurons for ITSM sowie hochriskante Lücken in Sentry und Endpoint Manager Mobile wurden geschlossen.

Highlights
  • Sechs kritische Lücken in Ivanti Neurons for ITSM erlauben entfernte Schadcode-Ausführung ohne Authentifizierung.
  • In Endpoint Manager Mobile ermöglicht eine hochriskante Schwachstelle die Erlangung von Administratorrechten.
  • Ivanti Sentry weist ebenfalls eine hochriskante Lücke auf, die zu einer Privilegienerweiterung führen kann.

Ivanti hat Sicherheitsupdates für mehrere seiner Produkte veröffentlicht, die insgesamt sechs kritische und mehrere hochriskante Schwachstellen schließen. Betroffen sind die Netzwerksicherheitslösung Sentry, die IT-Service-Management-Plattform Neurons for ITSM und die Fernzugriffslösung Endpoint Manager Mobile. Angreifer können die Lücken aus der Ferne ausnutzen, um Schadcode auszuführen oder Administrationsrechte zu erlangen. Bislang gibt es keine Hinweise auf aktive Ausnutzung, doch aufgrund der zentralen Rolle dieser Anwendungen in Unternehmen sollten Administratoren die Patches umgehend einspielen.

Sechs kritische Lücken in Ivanti Neurons for ITSM

Die Entwickler listen in ihrer Sicherheitswarnung sechs als „kritisch“ eingestufte Schwachstellen für die Plattform Neurons for ITSM auf; sie tragen unter anderem die CVE-Kennung CVE-2026-12647. In allen Fällen können entfernte Angreifer ohne Authentifizierung beliebigen Schadcode auf die betroffenen Systeme schleusen und zur Ausführung bringen. Die genauen Angriffsmechanismen werden nicht näher spezifiziert, was die Dringlichkeit zusätzlich unterstreicht. Zwei weitere Sicherheitslücken in derselben Plattform sind mit dem Bedrohungsgrad hoch bewertet. Ivanti hat die folgenden Versionen als repariert gekennzeichnet:

  • 2025.2 Sept 2026 Security Patch
  • 2025.3 Sept 2026 Security Patch
  • 2025.4 Sept 2026 Security Patch
  • 2026.1 Sept 2026 Security Patch
  • 2026.2

Administratoren sollten umgehend überprüfen, ob ihre Instanz eine dieser Versionen oder eine neuere einsetzt.

Hochriskante Lücke in Endpoint Manager Mobile

Für Endpoint Manager Mobile wurde die Schwachstelle CVE-2026-18851 identifiziert, die ebenfalls als hoch eingestuft ist. Angreifer können sie aus der Ferne ausnutzen, um sich Administratorrechte auf der Plattform zu verschaffen. Wie ein solcher Angriff konkret ablaufen könnte, ist bislang nicht bekannt. Um das Risiko zu minimieren, müssen Administratoren eine der folgenden gepatchten Versionen installieren:

  • 12.10.0.0
  • 12.9.0.2
  • 12.8.0.4

Privilegienerweiterung in Ivanti Sentry

Auch die Netzwerksicherheitslösung Sentry ist betroffen. Die Schwachstelle CVE-2026-83527 (Bedrohungsgrad hoch) erlaubt Angreifern ebenfalls, sich Administratorrechte anzueignen. Ivanti hat ein entsprechendes Update bereitgestellt; Administratoren sollten die aktuell verfügbare Version von Sentry einspielen, um ihre Umgebung zu schützen. Die Sicherheitslücke ist damit die dritte hochriskante Schwachstelle, die in den aktuellen Ivanti-Produkten geschlossen wird.

Bereits im August dieses Jahres hatte Ivanti mehrere Sicherheitslücken in Endpoint Manager geschlossen. Die nun veröffentlichten Patches sind Teil einer fortlaufenden Sicherheitsinitiative. Die Schwachstellen sind besonders gefährlich, weil Ivanti-Produkte häufig an zentralen Stellen in Unternehmensnetzwerken eingesetzt werden – etwa zur Verwaltung von IT-Services, mobilen Endgeräten oder Netzwerkzugängen. Eine Kompromittierung könnte Angreifern weitreichende Zugriffe auf kritische Systeme und Daten ermöglichen, etwa auf ITSM-Datenbanken oder die gesamte mobile Geräteverwaltung. Für Administratoren steht daher außer Frage, die Patches umgehend zu testen und in die Produktion zu übernehmen, um potenzielle Angriffe zu verhindern, die die gesamte Unternehmens-IT gefährden könnten.

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