CI Games hat ein umfangreiches Update für Lords of the Fallen veröffentlicht, das weit über die üblichen Fehlerkorrekturen hinausgeht. Konsolenspieler werden es als Lords of the Fallen Update 1.114 kennen, und es bringt nicht nur Bugfixes, sondern auch grundlegende Anpassungen am Spielsystem.
Die mit Abstand wichtigste Neuerung betrifft die Boss-Waffen und ihre Spezialfähigkeiten. Bislang mussten Spieler aufwendige Questketten absolvieren, um diese mächtigen Attacken freizuschalten. Dieses System wurde nun radikal vereinfacht. Wer die aktuellen Patch Notes liest, erkennt schnell, dass das Team hinter dem Action-RPG auf das Feedback der Community reagiert hat.
Boss-Waffen-Fähigkeiten: Der große Umbau im Lords of the Fallen Update 1.114
Das Kernstück des aktuellen Patches ist die komplette Überarbeitung der Boss-Waffen-Mechanik. Spezialangriffe sind nun nicht länger an Questfortschritte gebunden. Sobald ein Charakter die statischen Voraussetzungen einer Waffe erfüllt, steht die Fähigkeit zur Verfügung – unabhängig vom Upgrade-Level der Waffe. Dies senkt die Einstiegshürde für bestimmte Builds enorm und gibt Spielern mehr Freiheit bei der Entwicklung ihrer Spielfigur.
Die Entwickler haben die Quests, die zuvor diese Spezialangriffe freischalteten, nicht einfach gestrichen. Stattdessen belohnen sie nun mit Aufwertungsmaterialien. Das ist eine elegante Lösung, die den Anreiz, die Inhalte zu spielen, erhält, ohne sie zur Pflicht für bestimmte Spielstile zu machen. Zudem wurden neue Tutorials ins Spiel integriert, die die Mechanik der Boss-Waffen und ihrer Spezialattacken erklären.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Anpassung der Balance: Die Spezialangriffe wurden einem Feintuning unterzogen, mit besonderem Fokus auf ihre Leistungsfähigkeit auf niedrigeren Upgrade-Stufen. Dies stellt sicher, dass die Waffen auch im frühen bis mittleren Spielverlauf eine lohnende Option darstellen.
Kooperative Fehlerbehebungen und technische Details
Neben den spielmechanischen Änderungen adressiert das Update 1.114 mehrere technische Probleme, insbesondere im Koop-Modus (Shared Co-op). Ein kritischer Fehler, bei dem Speicherdaten fälschlicherweise von Veteran auf Legacy umgestellt wurden, nachdem man eine geteilte Koop-Sitzung verlassen hatte, wurde behoben. Dies betraf vor allem Spieler, die gemeinsam auf Veteran spielten und nach dem Sitzungsende nicht mehr zusammen weitermachen konnten. Wichtig: Diese Korrektur wirkt nicht rückwirkend – bereits betroffene Speicherdaten bleiben im Legacy-Modus.
Ein weiterer schwerwiegender Bug wurde für Besitzer der Vollversion (Full Entitlement) behoben: Diese wurden nach dem Laden eines Spielstands fälschlicherweise an den Anfang des Spiels teleportiert. Auch hier gilt: Der Patch stellt bereits verschobene Spielstände nicht wieder her.
Spezifische Waffen- und UI-Korrekturen
CI Games hat zudem mehrere spezifische Fehler bei einzelnen Waffen behoben:
- Saint Latimer’s Relic Spear: Der einhändige Spezialangriff konnte unbegrenzt genutzt werden, wenn der Spieler über 0,5 Soulflay-Ladungen verfügte. Dies wurde korrigiert, ebenso wie die Anzeige der verbrauchten Soulflay-Ladungen für den zweihändigen Angriff.
- The Hushed Saint’s Halberd: Der einhändige Spezialangriff stand nicht zur Verfügung, wenn der Spieler exakt eine Soulflay-Ladung besaß. Dieses Problem ist nun behoben.
- Queen’s Head Hammer: Der einhändige Spezialangriff konnte ohne die erforderlichen zwei Soulflay-Ladungen eingesetzt werden – auch dies wurde repariert.
Im Bereich der Benutzeroberfläche (UI) wurde die Nachricht verbessert, die erscheint, wenn ein Spieler versucht, ein bereits im Besitz befindliches Shrine-Item zu kaufen. Zudem wurde ein Fehler im Charaktererstellungsmenü beseitigt, bei dem die Controller-Auswahlmarkierung nach dem Öffnen der Dark-Crusader-Freischaltnachricht verschwand.
Sprachpaket und Lokalisierung
Ein nicht zu unterschätzender Punkt des Updates ist die Überarbeitung der Sprachpakete. Die Controller-Terminologie in den Lokalisierungen für Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Ukrainisch und Russisch wurde an die plattformüblichen Bezeichnungen angepasst. Die italienische Lokalisierung wurde basierend auf Spielerfeedback optimiert, und die russische Lokalisierung wurde vollständig hinzugefügt. Dies zeigt, dass das Entwicklerteam auch auf die Qualität der Lokalisierung Wert legt.
Trotz der beeindruckenden Liste an Änderungen ist klar, dass dieser Patch nicht alle Probleme des Spiels lösen wird. Die Veröffentlichung ist jedoch ein starkes Signal, dass CI Games weiterhin aktiv an der Verbesserung des Spiels arbeitet, insbesondere im Hinblick auf die geplante Fortsetzung Lords of the Fallen 2, die für das Jahr 2027 angekündigt ist. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten weitere Patches folgen werden, die das Spielerlebnis weiter verfeinern und auf die langfristige Gesundheit der Spiel-Community abzielen.