Ein ungewöhnlicher Titel ist oft der erste Haken, der einen Spieler einfängt. Bei „pipedog“ ist das Konzept so simpel wie genial: Ein Hund erkundet eine endlose, surreale Welt aus Röhren. Das von Dreamware Media angekündigte Spiel kombiniert entspanntes Klettern mit sozialen Online-Elementen und einer ungewöhnlichen Dokumentations-Mechanik.
Pipedog: Origami-Hund auf Entdeckungsreise
Laut der Steam-Seite des Spiels übernimmt der Spieler die Kontrolle über einen an Origami erinnernden Hund, der sich weit von zu Hause in einer rätselhaften Welt wiederfindet. Die Umgebung wird als eine Landschaft voller uralter Strukturen, kaputter Systeme und seltsamer Kreaturen beschrieben. Das zentrale Gameplay besteht darin, durch die sich ständig verändernden, verfallenden Umgebungen einer untergegangenen Zivilisation zu klettern und deren Geheimnisse zu lüften. Diese uralten Strukturen sind, wie der Name schon andeutet, Röhren – ein endloses, ineinander verschlungenes Labyrinth aus Pipelines.
Gameplay: Klettern, Sammeln und rudeln
Pipedog präsentiert sich als surrealistische Interpretation des Kletter-Genres. Die Spielmechanik konzentriert sich auf die Bewegung: Der papieren wirkende Hund kann durch die schwindelerregenden, mehrschichtigen Röhrensysteme laufen und springen. Ein besonderes Feature ist die integrierte Kamera. Obwohl die Figur über keine Greifhände verfügt, kann sie damit Fotos von Eidechsen und anderen Kreaturen machen, eine Art dokumentarisches Sammelspiel innerhalb der Erkundung. Ein Entwickler-Post auf Bluesky, der von Overcentral analysiert wurde, unterstreicht diesen Aspekt mit der Frage: „Lizard hunting 🐕 What critters should we add?“
Das Spiel unterstützt zudem ein Online-Multiplayer-Erlebnis. Spieler können entweder gezielt mit Freunden die Röhrenwelten erkunden oder sich, ähnlich dem System aus Journey, zufällig mit anderen Hunden in der Welt treffen und spontan ein Rudel bilden. Dieser soziale, unverbindliche Ansatz passt zum ruhigen, erkundungsbasierten Kern des Spiels.
Technische Einordnung und Entwickler-Hintergrund
Dreamware Media, das Studio hinter Pipedog, hat mit Hyperbeat zuletzt ein völlig anderes Spiel veröffentlicht – einen rhythmischen Shoot-’em-up im Stile von Rez. Der radikale Stilwechsel zu einem minimalistischen, atmosphärischen Plattformer zeigt die Bandbreite des Entwicklers. Pipedog verzichtet bewusst auf komplexe Steuerungsschemata und setzt auf Einfachheit und Entspannung. Eine Veröffentlichung steht aktuell noch nicht fest, das Spiel kann jedoch auf Steam einer Wishlist hinzugefügt werden.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Genre | Surrealistischer Plattformer / Erkundungsspiel |
| Spielerfigur | Origami-artiger Hund |
| Kernmechanik | Klettern, Erkunden, Fotografieren von Kreaturen |
| Online-Funktionen | Kooperatives Spiel mit Freunden oder spontanes Rudel-System (Journey-artig) |
| Entwickler | Dreamware Media |
| Vorgänger-Projekt | Hyperbeat (Rhythm-Shooter) |
| Status | In Entwicklung, Wishlist auf Steam verfügbar |
Ein ruhiger Kontrast zum Mainstream
In einem Markt, der oft von actiongeladenen Titeln dominiert wird, setzt Pipedog auf eine andere Stärke: die pure, unverfälschte Freude am Entdecken und die soziale Interaktion ohne Zwang. Die reduzierte Ästhetik und das simple, aber vielseitige Gameplay-Loop aus Bewegung und Dokumentation könnten dem Spiel eine besondere Nische sichern. Es ist ein Titel für Momente der Entschleunigung, der es schafft, mit einem klaren, fast schon literalen Konzept – ein Hund in Röhren – Neugier zu wecken und eine einzigartige Stimmung zu versprechen.