Rainbow Six Tactics setzt auf rundenbasiertes Taktik-Gameplay

Auf der Gamescom 2026 präsentiert Ubisoft Rainbow Six Tactics – ein rundenbasiertes Taktikspiel, das die Serie in eine neue strategische Richtung führt.

Ubisoft kündigt Rainbow Six Tactics an: rundenbasierte Taktik mit isometrischer Perspektive für PC und Konsolen.
Highlights
  • Rainbow Six Tactics bricht mit der Ego-Shooter-Tradition der Serie und setzt auf rundenbasierte Kämpfe.
  • Die isometrische Perspektive ermöglicht eine strategische Übersicht, ähnlich wie bei XCOM oder Desperados III.
  • Ubisoft bestätigt Plattformen für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S, ein Releasedatum steht noch aus.

Die Gamescom 2026 eröffnete mit einer Reihe von Enthüllungen, und gleich der zweite gezeigte Trailer gehörte zu einem überraschenden Ableger der Rainbow-Six-Reihe. Ubisoft präsentierte Rainbow Six Tactics – ein rundenbasiertes Taktikspiel, das eine deutliche Abkehr vom gewohnten Ego-Shooter-Gameplay der Serie markiert. Statt hektischer Feuergefechte stehen hier vorausschauende Planung und strategische Züge im Mittelpunkt.

Rainbow Six Tactics setzt auf rundenbasiertes Taktik-Gameplay mit isometrischer Perspektive

Anders als die bisherigen Titel der Franchise wechselt Rainbow Six Tactics die Perspektive: Aus einer isometrischen Vogelperspektive führen Spieler ein Team von Operatoren durch Missionen auf der ganzen Welt. Der Kampf ist rundenbasiert – jeder Spielerzug erfordert eine sorgfältige Abwägung von Bewegung, Deckung und Aktion. Das bedeutet, dass jede Entscheidung zählt und ein falscher Schritt das Ende der Mission bedeuten kann. Die Entwickler versprechen eine taktische Tiefe, die Fans von rundenbasierten Strategiespielen anspricht, gleichzeitig aber die authentische Rainbow-Six-Atmosphäre aus präzisem Vorgehen und Teamkoordination bewahrt.

Die Missionen führen die Spieler in verschiedene Regionen der Erde, in denen sie unterschiedliche Ziele erfüllen müssen – von Geiselbefreiung über Bombenentschärfung bis hin zur gezielten Eliminierung von Zielpersonen. In jeder Situation gilt es, die Umgebung genau zu analysieren, die gegnerischen Positionen zu scouten und die eigenen Operatoren optimal einzusetzen. Das rundenbasierte System erlaubt es, mehrere Züge im Voraus zu denken und eine komplexe Taktik zu entwickeln, ohne unter dem Zeitdruck eines Ego-Shooters zu stehen.

Was unterscheidet Rainbow Six Tactics von seinen Vorgängern?

Die Rainbow-Six-Reihe ist seit jeher für ihren Fokus auf taktisches Vorgehen bekannt – etwa durch den Einsatz von Aufklärungsdrohnen, das Verbarrikadieren von Türen und die präzise Koordination im Team. Doch alle bisherigen Hauptableger (wie Rainbow Six Siege oder die älteren Rainbow Six-Titel) setzten auf Echtzeit-Kämpfe mit einer First-Person- oder Third-Person-Perspektive. Rainbow Six Tactics bricht mit dieser Tradition und überführt das taktische Herz der Serie in ein rundenbasiertes Format. Der Wechsel zur isometrischen Ansicht erinnert an moderne Taktikspiele wie XCOM oder Desperados III, verleiht dem Spiel aber eine eigene Identität durch die spezifischen Fähigkeiten und Ausrüstungen der Rainbow-Operatoren.

Besonders bemerkenswert ist die konsequente Umsetzung des rundenbasierten Prinzips: Jede Aktion – ob Bewegung, Schuss oder Interaktion mit der Umgebung – verbraucht Aktionspunkte. Das System zwingt die Spieler, Prioritäten zu setzen und Risiken abzuwägen. Gleichzeitig bleibt die vertraute Teamdynamik erhalten: Operatoren mit verschiedenen Spezialisierungen (Aufklärer, Sprengstoffexperte, Sanitäter) müssen zusammenwirken, um die Mission zu bestehen. Dadurch entsteht eine Mischung aus klassischem Rainbow-Six-Flair und neuen taktischen Herausforderungen.

Plattformen und Veröffentlichungsfenster

Ubisoft bestätigte die Entwicklung von Rainbow Six Tactics für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Ein konkretes Releasedatum oder auch nur ein Veröffentlichungsfenster wurde jedoch nicht genannt. Das deutet darauf hin, dass sich der Titel noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet – möglicherweise ist eine Veröffentlichung für 2027 oder später realistisch. Angesichts der Komplexität rundenbasierter Taktikspiele und der Notwendigkeit, das Gameplay fein auszubalancieren, ist eine längere Entwicklungszeit nachvollziehbar.

Warum ein rundenbasiertes Rainbow Six? Eine strategische Neuausrichtung

Die Entscheidung Ubisofts, einen rundenbasierten Ableger zu entwickeln, ist strategisch klug. Die Rainbow-Six-Marke ist stark mit Siege verbunden, das vor allem im kompetitiven Ego-Shooter-Bereich erfolgreich ist. Ein rundenbasiertes Spin-off eröffnet eine neue Zielgruppe: Spieler, die taktische Herausforderungen ohne Echtzeit-Druck schätzen, wie sie etwa in XCOM 2 oder Phoenix Point zu finden sind. Gleichzeitig bleibt die Verbindung zum Franchise erhalten, sodass bestehende Fans neugierig werden könnten.

Das rundenbasierte Genre erlebt seit Jahren eine Renaissance, angetrieben durch erfolgreiche Indie-Titel und Neuauflagen klassischer Serien. Ubisoft setzt mit Rainbow Six Tactics auf einen Trend, der bewiesen hat, dass komplexe Taktikspiele ein zahlungskräftiges Publikum finden. Die isometrische Perspektive erleichtert zudem die Übersicht über das Schlachtfeld, was besonders in rundenbasierten Kämpfen wichtig ist. Spieler müssen nicht mehr zwischen Innen- und Außenansicht wechseln, sondern haben alle relevanten Informationen auf einen Blick.

Ein weiterer Vorteil des rundenbasierten Ansatzes ist die Möglichkeit, tiefgehende taktische Mechaniken zu implementieren, die in Echtzeit kaum umsetzbar wären. Deckungswinkel, Schussbahnen, Lärmprojektion und gegnerische Sichtlinien können detailliert simuliert werden, ohne dass das Spielgeschehen unübersichtlich wird. Gerade für ein Hardcore-Taktikspiel wie Rainbow Six Tactics bietet das rundenbasierte System ideale Bedingungen.

Bislang liegen noch keine Informationen über den Umfang der Einzelspielerkampagne, Mehrspielermodi oder Modding-Unterstützung vor. Es bleibt abzuwarten, ob Ubisoft den klassischen Rainbow-Six-Kooperativ-Modus integriert oder ob das Spiel auf Solospieler ausgelegt ist. Ein kooperativer Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler wäre eine natürliche Erweiterung der rundenbasierten Taktik, da er die Kommunikation und Abstimmung im Team weiter fördert.

Mit Rainbow Six Tactics wagt Ubisoft einen mutigen Schritt abseits der ausgetretenen Pfade. Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, die taktische Essenz der Serie in ein rundenbasiertes Format zu übersetzen, ohne sie zu verwässern. Das bisher gezeigte Konzept – isometrische Perspektive, globale Missionen, rundenbasierte Entscheidungen – klingt vielversprechend. Sollte Ubisoft zusätzlich eine fesselnde Story und eine intelligente Gegner-KI bieten, könnte Rainbow Six Tactics zu einem ernstzunehmenden Mitbewerber im Segment der rundenbasierten Taktikspiele werden.

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