Manchmal kommt ein Spiel daher und wirkt wie maßgeschneidert für den eigenen Geschmack – und genau dieses Gefühl stellt sich bei der Demo zu „Tanuki: Pon’s Summer“ ein. Meine Zeit mit diesem kleinen Juwel, das Lieferungen, BMX-Tricks und einen putzigen Tanuki in einer niedlichen Uniform zu einem runden, mechanisch äußerst zufriedenstellenden Abenteuer vermischt, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seit Kurzem ist eine umfangreiche Demo auf Steam verfügbar, die das gesamte erste Kapitel des Spiels freischaltet und einen tiefen Einblick in diese charmante Welt gewährt.
„Tanuki: Pon’s Summer“ – Eine Postzustellung der besonderen Art
In „Tanuki: Pon’s Summer“ schlüpft der Spieler in die Rolle von Pom, einem zwar gutmütigen, aber eher trägen Waschbären. Seine Aufgabe ist es, den Tanuki-Schrein zu pflegen und für das große Tanuki-Matsuri-Fest vorzubereiten, das in nur einem Monat stattfindet. Leider hat Pom seine Pflichten sträflich vernachlässigt, vertrödelte die Zeit mit Videospielen und Snacks und ließ den Schrein verkommen sowie dessen Kasse leer. Nach einer Standpauke vom Geist des vorherigen Wächters nimmt Pom einen Job bei der Post an, um durch stilvolle Lieferungen auf seinem BMX Geld zu verdienen. Die gesamte Stadt verwandelt sich dabei in einen einzigen großen Spielplatz für Poms akrobatische Fahrkünste, auf dem er Geländer heruntergrindet, Tricks vollführt und die Herzen der Bewohner erobert.
Wie funktionieren Lieferungen und BMX-Tricks im Spiel?
Das Herzstück des Spiels ist das Ausliefern von Paketen, das weit mehr bietet, als nur von Punkt A nach Punkt B zu fahren. Gewicht, Größe und Form eines Pakets bestimmen, wie Pom es transportieren muss – manche werden auf dem Rücken getragen, andere balanciert er geschickt auf dem Lenker. Diese Mechanik erfordert eine gewisse Strategie bei der Routenplanung. Die Bewohner der Stadt haben zudem eigene kleine Geschichten, und das Abschließen einer Lieferung mündet oftmals in eine mit dem Empfänger verbundene Aktivität. Dies sorgt für stetige Abwechslung, ohne den Spieler mit Aufträgen oder Markern zu überfordern. Dank des charmanten Schreibstils und der behaglichen Präsentation fühlt sich die Welt wie ein Ort an, an dem man einfach gerne verweilt.
Der Kick der Geschwindigkeit oder die Ruhe der Landstraße
Das Schöne an „Tanuki: Pon’s Summer“ ist die Wahlfreiheit im Spielstil. Man kann durchaus den ruhigen, friedlichen Weg wählen – einfach auf dem BMX über die sauberen Straßen gleiten und die Landschaft genießen. Das hat einen ganz eigenen Reiz. Doch an jeder Ecke bieten sich Gelegenheiten, die BMX-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Das simple, aber extrem befriedigende Steuerungsschema macht es schwer zu widerstehen, den kürzeren, aber anspruchsvolleren Weg über Dächer und Rampen zu nehmen, stets auf der Jagd nach der perfekten Kombination aus Grinds und Tricks. Es braucht zwar einen Moment, bis die Handlung so richtig Fahrt aufnimmt, doch einmal in den Sog gezogen, möchte man die Konsole so schnell nicht mehr aus der Hand legen. Die Vorfreude auf die Vollversion ist nach den ersten Stunden mit der Demo enorm.
Demo zu „Tanuki“: Pon’s Summer“ – Umfang und Speicherstand-Übernahme
Die Demo auf Steam ist alles andere als ein kurzer Appetithappen. Sie umfasst das gesamte erste Kapitel mit Poms Einführungsgeschichte und den ersten Tagen seiner Zustellertätigkeit, was einer Spielzeit von etwa zwei bis drei Stunden entspricht. Besonders erfreulich für alle, die jetzt schon einsteigen: Die Entwickler von Denkiworks haben bestätigt, dass die in der Demo erzielten Fortschritte auf die finale Version des Spiels übertragen werden können. Der Zeitpunkt zum Eintauchen in diese gemütliche, aber dennoch actionreiche Welt ist also perfekt.