Ubisoft schaltet Spiele für Xbox Disc-to-Digital frei

Ubisoft macht einen Rückzieher und unterstützt nun das Xbox Disc-to-Digital-Programm – Assassin's Creed, Far Cry und weitere Titel sind jetzt konvertierbar.

Highlights
  • Ubisoft hat nach anfänglicher Nichtunterstützung nun das Disc-to-Digital-Programm für Xbox aktiviert.
  • Nutzer berichten erfolgreiche Konvertierungen von Assassin's Creed, Far Cry und Trials Fusion samt Season Pass.
  • Der öffentliche Release des Disc-to-Digital-Programms steht bevor und könnte weitere Publisher wie Square Enix nach sich ziehen.

Xbox-Spieler haben das neue Disc-to-Digitalaaa-Programm von Microsoft von Beginn an intensiv genutzt. Das im August 2026 gestartete Verfahren ermöglicht es, physische Spiele-Discs in digitale Lizenzen umzuwandeln. Dabei zeigte sich schnell, dass die Funktion selbst mit aus dem digitalen Store entfernten Titeln funktioniert – allerdings nicht mit allen Spielen. Große Publisher wie Ubisoft und Square Enix schienen das Feature zunächst nicht zu unterstützen; beim Einlegen der Disc erschien lediglich die Meldung „Digitale Lizenz nicht verfügbar“. Nun jedoch mehren sich Berichte, dass Ubisoft nachgezogen hat: Nutzer bestätigen erfolgreiche Konvertierungen von Assassin’s Creed, Far Cry und weiteren Franchises.

Ubisoft-Titel nun kompatibel: Assassin’s Creed, Far Cry und Co.

Nachdem erste Tester noch vergeblich versucht hatten, Ubisoft-Spiele umzuwandeln, kursieren seit dem 8. September 2026 vermehrt Erfolgsmeldungen. Ein Nutzer berichtete, er habe Trials Fusion samt Season Pass, die Assassin’s Creed Ezio Collection, Assassin’s Creed Syndicate sowie Far Cry Primal problemlos konvertieren können. Damit scheint der französische Publisher seine anfängliche Zurückhaltung aufgegeben zu haben – ob offiziell angekündigt oder nicht. Weder Microsoft noch Ubisoft haben sich bislang dazu geäußert, doch die praktischen Erfahrungen der Xbox-Insider sprechen eine klare Sprache.

Wie das Disc-to-Digital-Programm funktioniert

Das Prinzip ist einfach: Xbox-Insider legen eine kompatible Disc in ihre Xbox One oder Xbox Series X ein – die Series S besitzt kein Laufwerk – und erhalten die Option, den Titel in eine digitale Kopie umzuwandeln. Die digitale Lizenz wird auf der Konsole gespeichert, bleibt jedoch rechtlich an die physische Disc gebunden. Verkauft der Besitzer die Disc später, kann der neue Eigentümer die Lizenz ebenfalls einlösen. Das Programm ist derzeit auf Insider beschränkt, eine öffentliche Freischaltung wird in Kürze erwartet.

Warum einige Publisher noch fehlten

Dass Ubisoft nun mit an Bord ist, überrascht viele Beobachter – schließlich hatte der Konzern in der Vergangenheit immer wieder auf das Geschäftsmodell mit physischen Medien gesetzt. Warum Square Enix, Sega und Bandai Namco weiterhin nicht unterstützt werden, ist unklar. Möglicherweise handelt es sich um eine schrittweise Einführung, bei der Microsoft mit jedem Publisher separate Lizenzvereinbarungen aushandeln muss. Denkbar sind auch rechtliche Hürden, etwa bei Titeln, die Musik- oder Markenlizenzen Dritter enthalten. Bislang ist Ubisoft der einzige der großen Nachzügler, bei dem Nutzer Erfolge melden – Hoffnung besteht, dass die übrigen Publisher bis zum öffentlichen Release nachziehen.

Was das für Spieler bedeutet

Für die deutsche Xbox-Community, in der physische Spiele nach wie vor einen hohen Stellenwert haben, eröffnet das Programm neue Möglichkeiten. Besitzer von Ubisoft-Titeln können ihre Discs nun digitalisieren und auf der Konsole starten, ohne das Medium wechseln zu müssen. Allerdings sollten sie sich darüber im Klaren sein, dass die Disc nicht einfach verkauft werden kann, um die digitale Lizenz zu behalten – der neue Besitzer könnte die Lizenz sonst für sich reklamieren. Das System schützt somit den Gebrauchtmarkt, verhindert aber auch, dass Spieler ihre Bibliothek „entschlacken“, indem sie Discs abstoßen. Für Sammler und Vielspieler, die ihre physische Sammlung behalten wollen, ist die Umwandlung dennoch ein Komfortgewinn – gerade bei Titeln, die nicht mehr digital erhältlich sind.

Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Die Tatsache, dass Ubisoft nachträglich Unterstützung erhalten hat, spricht dafür, dass Microsoft weiterhin mit anderen Publishern verhandelt. Vermutlich wird das Disc-to-Digital-Programm mit der öffentlichen Version für alle Xbox-Nutzer freigeschaltet – dann dürften auch Square Enix, Sega und Bandai Namco folgen. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob sich der anfängliche Pessimismus um nicht unterstützte Spiele in Luft auflöst. Eines zeigt die Entwicklung jedoch deutlich: Der Trend zur Digitalisierung physischer Medien gewinnt an Fahrt, und Xbox positioniert sich als Plattform, die beide Welten miteinander verbindet.

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