Microsoft hat seine Kunden darüber informiert, dass Systeme mit den Editionen Home und Pro von Windows 11 24H2 in zwei Monaten keine Updates mehr erhalten werden. Am 13. Oktober 2026 endet der Support für diese Versionen, was bedeutet, dass betroffene Geräte danach keine monatlichen Sicherheitsupdates und nicht sicherheitsrelevanten Vorschau-Updates mehr erhalten werden. Dies betrifft auch Windows 10 Enterprise LTSB 2016, das ebenfalls an diesem Stichtag aus dem Support fällt.
Ende des Update-Supports für Windows 11 24H2 Home und Pro
Der offizielle Support-Ende-Termin für Windows 11 24H2 in den Home- und Pro-Editionen ist der 13. Oktober 2026. Ab diesem Datum werden diese Systeme nicht mehr gegen die neuesten Sicherheitsbedrohungen geschützt. Microsoft hat in seinem Message Center eine entsprechende Warnung veröffentlicht. Für Unternehmen und Bildungseinrichtungen sieht die Situation anders aus: Die Enterprise- und Education-Editionen von Windows 11 24H2 bleiben bis Oktober 2027 im Mainstream-Support.
Nutzer dieser Editionen werden dringend dazu angehalten, auf Windows 11 25H2 zu aktualisieren. Dieses Update, auch als Windows 11 2025 Update bekannt, ist bereits seit September 2024 allgemein verfügbar. Es handelt sich um ein kleineres Update, das über ein Aktivierungspaket installiert wird.
Automatische Aktualisierung für private Nutzer
Für Geräte mit Windows 11 24H2 Home und Pro, die nicht von IT-Abteilungen verwaltet werden, hat Microsoft eine automatische Aktualisierung auf Windows 11 25H2 vorgesehen. Anwender haben jedoch die Möglichkeit, den Neustart ihres Systems selbst zu bestimmen oder das Update zu verschieben. Dies geschieht über die Windows-Update-Einstellungen, wo die Aktualisierung bei Bedarf pausiert werden kann.
Die Überprüfung, ob das Update für das eigene Gerät bereit steht, erfolgt über den Pfad „Einstellungen > Windows Update“ und die Schaltfläche „Nach Updates suchen“. Ist das System bereit, erscheint die Option zum Herunterladen und Installieren von Windows 11, Version 25H2.
Wichtige Daten und Fristen im Überblick
Der Support-Zeitplan für Windows-Versionen ist klar strukturiert. Der Lifecycle Policy suchtool von Microsoft bietet eine umfassende Übersicht über alle Produkte und deren Unterstützungszeiträume. Die Windows Lifecycle FAQ-Seite erläutert zudem detailliert den Wartungszeitplan für Feature-Updates.
- Windows 11 24H2 Home und Pro: Support-Ende am 13. Oktober 2026
- Windows 10 Enterprise LTSB 2016: Support-Ende am 13. Oktober 2026
- Windows 11 24H2 Enterprise und Education: Mainstream-Support bis Oktober 2027
- Windows 11 23H2 Home und Pro: Bereits seit November 2025 ohne Sicherheitsupdates
Was bedeutet das Ende des Supports konkret?
Nach dem 13. Oktober 2026 werden für Systeme mit Windows 11 24H2 Home und Pro keine monatlichen Sicherheitsupdates mehr ausgeliefert. Das bedeutet, dass neu entdeckte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Geräte werden zunehmend anfällig für Malware, Ransomware und andere Angriffe. Zudem entfallen auch nicht-sicherheitsrelevante Updates, die die Systemstabilität und Kompatibilität verbessern. Der Betrieb solcher Systeme wird mit der Zeit riskant, insbesondere wenn sie mit dem Internet verbunden sind und persönliche oder geschäftliche Daten verarbeiten.
Hintergrund: Die Update-Strategie von Microsoft
Microsoft verfolgt eine konsequente Update-Strategie, um die Sicherheit und Aktualität seiner Betriebssysteme zu gewährleisten. Der Support für Windows 11 23H2 Home und Pro wurde bereits im November 2025 eingestellt. Gleichzeitig hat der Konzern das kostenlose Extended Security Updates (ESU) Programm für Windows 10 bis Oktober 2027 verlängert, um den Umstieg auf Windows 11 zu erleichtern. Auch Windows Server 2022 nähert sich dem Ende seines Mainstream-Supports im Oktober 2026, wechselt dann aber in den Extended Support, der Sicherheitsupdates bis Oktober 2031 vorsieht.
Diese zeitlichen Abläufe sind Teil eines vorhersehbaren Lebenszyklus, der es Unternehmen und Privatanwendern ermöglicht, ihre IT-Infrastruktur rechtzeitig zu planen. Die regelmäßigen Feature-Updates, wie der Wechsel von 24H2 auf 25H2, sind nicht nur kosmetischer Natur. Sie enthalten entscheidende Sicherheitsverbesserungen, neue Funktionen und Anpassungen an die sich ständig verändernde Bedrohungslandschaft.
Warum die Aktualisierung jetzt entscheidend ist
Die verbleibende Zeit bis zum Support-Ende ist kurz. Wer sein System nicht aktualisiert, setzt sich unnötigen Risiken aus. Besonders kritisch ist dies für Geräte, die für Online-Banking, berufliche Kommunikation oder die Speicherung sensibler Daten genutzt werden. Die automatische Aktualisierung auf Windows 11 25H2 stellt für viele Nutzer den einfachsten Weg dar. Wer dennoch zögert, sollte bedenken, dass die Installation des Updates in der Regel weniger als eine Stunde dauert und die Vorteile – gesteigerte Sicherheit, Fehlerbehebungen und neue Funktionen – die kurze Unterbrechung bei weitem aufwiegen.
Microsoft hat darüber hinaus eine vollständige Liste aller Produkte veröffentlicht, deren Support im Jahr 2026 endet. Diese Transparenz ermöglicht eine frühzeitige Planung. Unternehmen sollten ihre Systemlandschaft analysieren und betroffene Geräte identifizieren, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Der Aufschub der Aktualisierung ist zwar technisch möglich, aber aus Sicherheitsperspektive nicht zu empfehlen. Die Erfahrung zeigt, dass Systeme, die über das Support-Ende hinaus betrieben werden, zu bevorzugten Zielen für Cyberkriminelle werden, die gezielt nach ungepatchten Schwachstellen suchen.