Die Partnerschaft zwischen Nintendo und Hasbro, die zunächst mit einer neuen Spielzeuglinie zu „The Legend of Zeldaaaaa“ besiegelt wurde, lässt die Spekulationen über eine noch weitreichendere Kollaboration hochkochen: ein Universes Beyond-Set für „Magic: The Gatheringaaaaa“. Die Ankündigung einer mehrjährigen Zusammenarbeit, die mit drei sechs Zoll großen Actionfiguren beginnt, die auf der diesjährigen Comic Con enthüllt werden, öffnet die Tür für weit mehr als nur Sammlerstücke aus Plastik. Angesichts der Tatsache, dass Hasbro der Mutterkonzern von Wizards of the Coast ist, dem Verlag von „Magic: The Gatheringa“, ist die Frage nicht ob, sondern wann die ersten Karten aus Hyrule erscheinen werden.
Die logische Konsequenz: Warum ein Zelda-MTG-Set nur eine Frage der Zeit ist
Die Verbindung zwischen dem Spielzeugriesen und dem Kartenspiel ist kein billiger Abklatsch, sondern eine strategische Geschäftsbeziehung. Hasbro besitzt mit Wizards of the Coast nicht nur das erfolgreichste Sammelkartenspiel der Welt, sondern hat mit der „Universes Beyond“-Initiative auch einen Motor für atemberaubende Wachstumsraten geschaffen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das Crossover mit „Final Fantasy“ wurde als eines der erfolgreichsten Sets aller Zeiten gefeiert und übertraf sogar den Verkaufsstart des „Der Herr der Ringe“-Sets. Mit einer derartigen Erfolgsbilanz ist es nahezu unvermeidlich, dass Hasbro die frisch erworbene Lizenz für „The Legend of Zeldaaaa“ nutzen will, um diesen Trend fortzusetzen. Die Reddit-Community rund um „Magic: The Gathering“ diskutiert bereits hitzig über die Möglichkeiten – von vollen Erweiterungen bis hin zu thematischen Secret Lair-Drops.
Welche Form könnte ein „Universes Beyond“-Set für Hyrule annehmen?
Die Frage ist weniger ob, sondern wie. „The Legend of Zeldaaa“ bietet eine derart reiche und vielschichtige Mythologie, dass sie sich perfekt für das Format eignet. Anders als bei „Final Fantasy“, das eine lineare Geschichte erzählt, bietet die Zelda-Reihe mehrere Zeitlinien, Kunststile und ikonische Schauplätze. Dies eröffnet Wizards of the Coast mehrere Möglichkeiten.
Option 1: Commander-Decks mit thematischen Schwerpunkten
Die wahrscheinlichste erste Veröffentlichung sind vier Commander-Decks, die jeweils eine Ära oder ein zentrales Element der Reihe repräsentieren. Denkbar wäre ein Deck, das sich um die Heldenreise von Link dreht, ein weiteres, das die Weisheit von Prinzessin Zelda in den Vordergrund stellt, ein drittes, das die Macht von Ganon oder Ganondorf thematisiert, und ein viertes, das die geheimnisvollen Rassen wie die Zoras, Goronen oder Kokiri erforscht. Jedes Deck könnte eine eigene Spielmechanik einführen, die an die jeweilige Spielwelt angelehnt ist, etwa „Dungeon“-Mechaniken, die an die Verliese aus den Spielen erinnern.
Option 2: Ein vollwertiges Draft-Erlebnis
Sollte der Erfolg der Commander-Decks überwältigend sein, ist ein vollständiges Draft-Set die logische Konsequenz. Ein solches Set könnte die gesamte Bandbreite Hyrule’s abdecken, von den Weiten der „Breath of the Wild“-Landschaft bis zu den düsteren Hallen von „Twilight Princess“. Die Karten müssten nicht nur ikonische Charaktere wie Link, Zelda und Ganon abbilden, sondern auch die unzähligen Nebenfiguren, Monster und Gegenstände, die die Serie ausmachen. Das Master-Schwert als legendäres Artefakt, die Okarina der Zeit als mächtiges Mana-Steuerungswerkzeug und die verschiedenen Masken aus „Majora’s Mask“ als transformative Karten – die Vorlage ist schier unerschöpflich.
Der Nintendo-Faktor: Warum die Zurückhaltung verständlich, aber nicht ewig ist
Dennoch gibt es einen entscheidenden Faktor, der das ganze Vorhaben noch in der Schwebe hält: Nintendos legendäre Kontrolle über seine geistigen Eigentümer. Das japanische Unternehmen hat eine lange Tradition darin, seine Marken nur sehr dosiert und unter strengen Auflagen an Dritte zu lizenzieren. Die bisherige Partnerschaft mit Hasbro beschränkt sich offiziell auf Spielzeug. Ein Ausflug in das Sammelkartengeschäft wäre ein gewaltiger Schritt, der weit über das reine Merchandising hinausgeht. Der Reiz für Nintendo liegt jedoch auf der Hand: „Magic: The Gathering“ hat eine extrem loyale und kaufkräftige Fangemeinde, die sich durch solche Crossover-Sets enorm erweitern lässt. Ein erfolgreiches Set könnte eine neue Zielgruppe für die Spiele von Nintendo erschließen, die sonst vielleicht nie in die Welt von Hyrule eingetaucht wäre.
Was sagt die Fangemeinde? Begeisterung und Skepsis
Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken und speziell in der „Magic: The Gathering“-Subreddit sind ein verlässlicher Indikator für das Potenzial. Dort herrscht eine Mischung aus purer Vorfreude und besorgter Skepsis. Viele Spieler sehen in der Ankündigung der Spielzeuglinie den ersten Dominostein, der unweigerlich zu einer Kollaboration mit dem geplanten Realfilm im Jahr 2027 fallen wird. Andere fürchten, dass Wizards of the Coast die Lizenz bis zum letzten Tropfen ausquetschen wird – mit einer Flut an teuren Secret Lairs und limitierten Editionen, die das Spielgefühl verwässern. Diese Bedenken sind nicht unbegründet, denn die Geschwindigkeit, mit der „Universes Beyond“-Sets erscheinen, hat in der Vergangenheit zu Ermüdungserscheinungen bei einigen Puristen geführt. Dennoch: Die schiere Begeisterung für die IP „Zelda“ ist so groß, dass ein solches Set mit ziemlicher Sicherheit ein kommerzieller Erfolg würde, unabhängig von den Bedenken der Hardcore-Spieler.
Warum „The Legend of Zelda“ das perfekte Pendant zu „Final Fantasy“ ist
Aus redaktioneller Sicht ist das Potenzial dieser Partnerschaft nahezu unbegrenzt. Wo „Final Fantasy“ vor allem durch seine epischen Geschichten und melodramatischen Helden glänzte, besticht „The Legend of Zelda“ durch seine spielerische Freiheit, seinen Abenteuergeist und seine zeitlose, märchenhafte Ästhetik. Ein Wind Waker-Set mit seiner cartoonhaften Optik wäre ein optisches Highlight und ein Fest für Sammler. Ein Set, das auf „Breath of the Wild“ und „Tears of the Kingdom“ basiert, könnte mit seinen Erkundungs- und Bau-Mechaniken völlig neue Spielzüge in MTG ermöglichen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und genau das macht die Aussicht auf eine solche Kollaboration so verlockend. Selbst wenn es zunächst nur bei den drei Actionfiguren bleibt, hat Hasbro mit dieser Ankündigung einen mächtigen Sturm der Begeisterung entfacht, der nur ein Ziel kennt: das Erscheinen der ersten „The Legend of Zelda“-Karten in „Magic: The Gathering“.