ROLLA: Böses, fleischiges B-Movie-Katamari erscheint diesen Monat

Das B-Movie-inspirierte ROLLA kombiniert Katamari-Mechaniken mit brutaler Zerstörung und Survival-Elementen – ab 30. September auf Steam.

Highlights
  • Die finale Version von ROLLA erscheint am 30. September, eine Demo ist bereits auf Steam verfügbar.
  • Der wachsende Fleischklumpen wird von Polizei und Militär beschossen, was taktisches Ausweichen erfordert.
  • Temporäre Power-ups wie Schutzschilde und Blitzattacken helfen, aber die Auswahl ist begrenzt.

Wenn eine fleischige Masse durch die Gegend rollt und alles kurz und klein schlägt, dann ist das nicht die neueste Version von Katamari Damacy, sondern das B-Movie-inspirierte ROLLA. Während der Klebe-Prince aus Japan mit seiner Kugel eher harmloses Chaos anrichtet, geht es in diesem Titel ab dem 30. September deutlich brutaler zur Sache. Spieler schlüpfen in die Rolle eines wachsenden Fleischklumpens, der nichts anderes im Sinn hat, als Städte dem Erdboden gleichzumachen.

Was ist ROLLA? Eine böse Katamari-Variante?

Die Analogie zum berühmten Sony-Titel liegt nahe – schließlich geht es in beiden Spielen darum, Gegenstände einzurollen und dabei größer zu werden. Doch ROLLA unterscheidet sich fundamental: Es ist kein familienfreundliches Puzzlespiel, sondern eine explizit gewalttätige Arcade-Erfahrung. Wo Katamari auf charmante Absurdität setzt, zeigt ROLLA unmissverständlich, was Zerstörung bedeutet. Die Handlung ist simpel: Als wandelndes Fleischmonster walzt man über Dörfer und Städte, und jede Kollision macht die eigene Masse größer – bis die Polizei oder das Militär eingreifen.

Die Mechanik erinnert an ein digitales Katamari, aber mit gewaltigem Unterschied: Während im Original kleine Teilchen abfallen können, wenn man ungünstig gegen Hindernisse prallt, wird man in ROLLA aktiv beschossen. Schüsse und Raketen der Sicherheitskräfte reduzieren die eigene Größe, bis der Fleischklumpen schließlich ganz verschwindet. Es geht also nicht nur darum, aggressiv zu wachsen, sondern auch darum, clever auszuweichen und zu überleben.

Spielmechanik im Detail: Wie funktioniert das Zerstörungsprinzip?

Jeder Level in ROLLA präsentiert spezifische Herausforderungen, die erfüllt werden müssen: eine bestimmte Anzahl von Funktürmen demolieren, eine festgelegte Zahl von Menschen beseitigen oder Sachschaden in Millionenhöhe verursachen. Das erinnert an die Objectives eines Katamari-Levels, doch die Umsetzung ist deutlich drastischer. Die Demo-Version zeigte, dass die Fleischmasse nur bis zu einer gewissen Größe anwachsen kann – wer es schafft, die gesamte Stadt zu zerstören, bleibt vorerst unbekannt.

Unterwegs lassen sich temporäre Boni einsammeln: Schutzschilde, die Kugeln abwehren oder absorbieren, sowie Blitzattacken, die aus dem eigenen Körper schießen. Allerdings sind diese Upgrades nur kurzzeitig aktiv. Hier zeigt sich ein kleiner Wermutstropfen: die Abwechslung der Power-ups ist eher gering. Man wünscht sich mehr Varietät, um die Runs über mehrere Level hinweg frisch zu halten – nicht unbedingt im Sinne eines endlos wiederholbaren Roguelikes, sondern einfach, um die Level-Durchläufe abwechslungsreicher zu gestalten.

Warum ROLLA kein reines Katamari-Klon ist: Die Rolle der Gegner

Der entscheidende Unterschied liegt in der reziproken Gewalt. Im Katamari-Universum ist der Spieler eine unaufhaltsame Macht, die alles einrollt – in ROLLA wird man aktiv bekämpft. Polizei und Militär feuern nicht nur, sie setzen auch Explosivgeschosse ein, die die eigene Masse dezimieren. Dies schafft eine dynamische Spannung: Je größer der Fleischklumpen, desto mehr Aufmerksamkeit erregt er, und die Gegenwehr wird härter.

Das erfordert eine geschickte Rollstrategie: nicht einfach blind durch die Stadt pflügen, sondern Hindernisse und Verfolger im Auge behalten. Ähnlich wie bei Katamari könnte man auch hier eine alternative Steuerung einsetzen, um das Rollen taktiler zu machen. Die Anpassung an das bestehende Design könnte allerdings zu ungewollten Reibungen führen. Erst der vollständige Release wird zeigen, ob das Konzept aufgeht.

Veröffentlichung und Verfügbarkeit: Wann kommt ROLLA?

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die Demo bereits jetzt auf Steam testen. Die finale Version von ROLLA erscheint planmäßig am 30. September. Der Titel kann ab sofort auf die Wunschliste gesetzt werden. Angesichts der bisher gezeigten B-Movie-Atmosphäre und der eigenwilligen Mischung aus Zerstörungswut und Survival-Elementen lohnt sich ein Blick – zumindest für alle, die mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor umgehen können.

Ob ROLLA auf Dauer die Faszination von Katamari erreicht, bleibt abzuwarten. Die Grundidee ist stark: Ein wachsender Fleischklumpen, der gegen eine zahlenmäßig überlegene Feindmacht kämpft, birgt sowohl taktische Tiefe als auch visuelles Chaos. Die Herausforderung wird sein, ob die Level-Designs genug Abwechslung bieten, um über die initiale Demo-Session hinaus zu motivieren. Der 30. September wird die Antwort liefern.

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