The Division Resurgence startet mit schlechten Wertungen auf Steam

Ubisofts mobiler Ableger The Division Resurgence erntet auf Steam vernichtende Kritik wegen technischer Mängel und aggressiver Mikrotransaktionen.

Der PC-Port des Mobile-Spiels The Division Resurgence enttäuscht mit mangelhafter Technik und überbordender Monetarisierung.
Highlights
  • Die Spieler kritisieren vor allem die aggressiven Mikrotransaktionen, die das Spielerlebnis untergraben.
  • Technische Probleme wie Anmeldeprobleme und Mausfehler trüben den ohnehin schwachen Spieleindruck.
  • Der mobile Ursprung des Spiels ist in jeder Faser des Gameplays spürbar und führt zu repetitiven Missionen.

Ubisoft durchlebt eine schwierige Phase: Hunderte Entwickler wurden entlassen, Studios geschlossen und Projekte eingestellt. Umso mehr ruhen die Hoffnungen des Publishers auf jedem einzelnen Titel, der in den kommenden Monaten erscheint. Nach einem vielversprechenden Start mit Black Flag Resynced zu Beginn des Jahres, markiert der Launch von The Division Resurgence auf Steam nun einen herben Rückschlag. Das Spiel, das ursprünglich bereits im Frühjahr dieses Jahres für Android und iOS veröffentlicht wurde, stößt bei der PC-Community auf vernichtende Kritik und durchwachsene Bewertungen.

Die enttäuschende Rückkehr: The Division Resurgence auf Steam

Nach sieben Jahren Abstinenz eines neuen Division-Ablegers auf dem PC, waren die Erwartungen der Fans enorm. Statt eines würdigen Nachfolgers oder einer echten Weiterentwicklung des Looter-Shooter-Genres liefert Ubisoft jedoch eine mobile Portierung ab, die auf dem PC-Plattform kaum zu überzeugen weiß. Die Spieler quittieren dies mit einer Flut negativer Rezensionen, die vor allem die überbordenden Mikrotransaktionen und zahlreiche technische Mängel anprangern. Die grundlegende Frage, ob ein für Mobilgeräte konzipiertes Spiel auf dem PC überhaupt bestehen kann, wird hier eindeutig mit Nein beantwortet.

Technische Probleme und frustrierendes Gameplay

Das Setting von The Division Resurgence führt die Spieler zurück nach New York. Als Mitglied der Strategic Homeland Division kämpft man sich durch bekannte Schauplätze wie die Liberty Island oder die New Yorker Börse. Das Kern-Gameplay folgt der bewährten Looter-Shooter-Formel: Man erlegt Gegner, sammelt Beute und verbessert seine Ausrüstung. Doch genau hier liegt das Problem. Die technische Umsetzung des PC-Ports ist mangelhaft. Spieler berichten von Anmeldeproblemen, lästigen Mausfehlern, einer zähen Progression, Glitches und letztlich enttäuschenden Belohnungen.

Die Steuerung, die für Touchscreens optimiert wurde, fühlt sich auf Tastatur und Maus unpräzise und schwammig an. Hinzu kommt ein überladenes und unübersichtliches Menü-Design, das ständige Mikroverwaltung erzwingt und so die verbleibende Spielfreude vollends zunichtemacht. Die generelle Spielqualität bleibt deutlich hinter den Vorgängern der Hauptreihe zurück, was der Entstehungsgeschichte als mobiler Ableger geschuldet ist. Die linearen Missionen und die repetitiven Aufgaben wirken im Vergleich zu den ambitionierten PC-Teilen lieblos und wenig motivierend.

Mikrotransaktionen als zentraler Kritikpunkt

Der bei weitem schwerwiegendste Kritikpunkt der Community sind die Mikrotransaktionen. Sie sind derart aufdringlich und aggressiv in das Spiel integriert, dass ein Rezensent sogar südkoreanische Gacha-Titel als die fairere Alternative bezeichnete. Die Spieler fühlen sich von einem System überrollt, das permanent den Geldbeutel öffnen will, anstatt durch Spielspaß zu motivieren. Die Monetarisierung untergräbt das gesamte Spielerlebnis und lässt den Titel wie eine reine Geldmaschine erscheinen, weniger wie ein Produkt, das unterhalten möchte.

Die ständigen Angebote, Battle-Pässe und Premium-Währungen erzeugen einen enormen Druck, der selbst das Fortschrittssystem belastet. Wo frühere Division-Titel durch ihre Atmosphäre und das taktische Gameplay überzeugten, steht hier die Aufforderung zum Kaufen im Vordergrund. Dieses Ungleichgewicht zwischen Spielmechanik und Kommerz ist der Hauptgrund für das vernichtende Urteil der Steam-Community. Das Spiel wird als Free-to-Play-Erfahrung von minderer Qualität abgestempelt, die den Namen der Marke nicht verdient.

Spielerzahlen und Zukunftsperspektive

Die negativen Rezensionen schlagen sich direkt in den Spielerzahlen nieder. Auch auf Steam gelang es The Division Resurgence nicht, eine nennenswerte und vor allem nachhaltige Spielerbasis aufzubauen. Die täglichen Höchstzahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück, was die düstere Prognose für die Zukunft des Titels auf der PC-Plattform untermauert. Ein Spiel, das in der heutigen Zeit auf reichweitenstarke Karten wie Steam angewiesen ist, kann sich einen derart schlechten Start nicht leisten.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Ubisoft aus diesem Desaster die richtigen Schlüsse zieht. Eine schnelle Behebung der technischen Bugs und eine grundlegende Überarbeitung des Mikrotransaktionssystems wären überlebensnotwendig. Doch selbst dann bleibt die Skepsis groß. Der mobile Ursprung des Spiels ist in nahezu jeder Faser des Gameplays spürbar. Eine nachträgliche Optimierung auf das Niveau eines vollwertigen PC-Titels erscheint angesichts der tiefgreifenden strukturellen Mängel als nahezu unmögliche Aufgabe. Für den angeschlagenen Publisher Ubisoft ist dieser Fehlstart ein weiteres Alarmzeichen in einer ohnehin schon krisengeschüttelten Unternehmensgeschichte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Team die Kurve noch kratzen kann oder ob The Division Resurgence als weiteres lehrbuchreifes Beispiel für einen gescheiterten Plattform-Transfer in die Annalen der Spielegeschichte eingehen wird.

Diesen Artikel teilen