FSR Multi Frame Generation: AMD bereitet 8X-Modus vor

AMD plant mit FSR Multi Frame Generation einen 8X-Modus, der NVIDIAs DLSS 4.5 übertreffen könnte.

Treiberfunde der AMD Software: Adrenalin Edition 26.6.2 deuten auf einen 8X-Modus für FSR Multi Frame Generation hin.
Highlights
  • AMD hat in den Treibern der Adrenalin Edition 26.6.2 Hinweise auf einen 8X-Modus für FSR Multi Frame Generation entdeckt.
  • Der 8X-Modus würde sieben synthetische Frames pro Originalframe generieren und NVIDIAs DLSS 4.5 übertreffen.
  • Parallel zu FSR MFG arbeitet AMD an FSR Ray Regeneration und Neural Radiance Caching für bessere Raytracing-Leistung.

AMD bereitet offenbar die nächste Generation seiner FSR-Technologie vor: In den aktuellen Treibern der AMD Software: Adrenalin Edition 26.6.2 wurden Hinweise auf einen Multi Frame Generation-Modus mit bis zu 8X-Rate entdeckt. Damit würde AMD nicht nur zu NVIDIAs DLSS 4.5 aufschließen, sondern in der reinen Framerate sogar einen Schritt voraus sein. Die Funde stammen aus dem Open-Source-Tool RadeonTuner, das als Alternative zur offiziellen Adrenalin-Software fungiert und oft bereits kommende Funktionen aus dem Treiber-Code extrahiert, bevor sie offiziell angekündigt werden.

Die aktuellen FSR Frame Generation von AMD arbeitet bislang im 2X-Modus, das heißt, zu jedem nativ gerenderten oder per FSR 4.1 hochskalierten Frame wird genau ein synthetischer Frame generiert. Ein 8X-Modus würde dagegen sieben zusätzliche Zwischenframes pro Originalframe erzeugen. Das ist nicht nur eine quantitative Steigerung, sondern ein fundamentaler Schritt in der Architektur der Frame-Generierungstechnologie.

Was genau ist FSR Multi Frame Generation und wie unterscheidet es sich vom bisherigen Ansatz?

FSR Multi Frame Generation (MFG) ist eine Erweiterung der bisherigen FSR Frame Generation, bei der nicht mehr nur ein, sondern mehrere künstliche Frames zwischen zwei echten Frames berechnet werden. Während die aktuelle Generation maximal einen Zwischenframe (2X) liefert, könnte der 8X-Modus insgesamt sieben generierte Frames einfügen. Das Ziel ist eine deutlich höhere Bildwiederholrate, insbesondere auf hochfrequenten Displays. Die Technologie wird im Treiber-Code der AMD Software: Adrenalin Edition 26.6.2 gelistet, was darauf hindeutet, dass die Entwicklung weit fortgeschritten ist. Wichtig zu verstehen: Die reine Anzahl generierter Frames ist nicht das alleinige Qualitätsmerkmal – entscheidend sind Bewegungsunschärfe, Bildqualität und die Reaktionsgeschwindigkeit des Systems.

Positionierung im Wettbewerbsumfeld: AMD, NVIDIA und Intel im Vergleich

Mit FSR Multi Frame Generation würde AMD die Funktion der Frame-Generierung auf das Niveau von NVIDIAs DLSS 4.5 und Intels XeSS heben. NVIDIA hatte mit DLSS 4.5 einen 6X-Modus eingeführt, der fünf zusätzliche Frames pro Originalframe generiert. Ein 8X-Modus von AMD würde diesen Wert übertreffen. Allerdings hat NVIDIA mit Dynamic Multi Frame Generation einen intelligenten Mechanismus etabliert, der je nach Zielbildrate automatisch zwischen verschiedenen Multiplikatoren umschaltet. Der Nutzer gibt eine Zielbildrate oder die Bildwiederholfrequenz des Monitors vor, und DLSS passt die Generierungsrate dynamisch an, um diese Vorgabe zu erreichen. Es bleibt abzuwarten, ob AMD eine ähnlich flexible Steuerung für seinen 8X-Modus implementieren wird.

Herausforderungen bei Latenz und Frame Pacing

Ein kritischer Punkt bei jeder Frame-Generierung ist die Konsistenz der Bildausgabe – das sogenannte Frame Pacing – sowie die Eingabelatenz. Die bisherige FSR Frame Generation von AMD hatte in diesen Bereichen gegenüber der DLSS-Konkurrenz oft das Nachsehen. Mit der Multi Frame Generation erhofft sich die Community, dass AMD diese Schwächen adressiert. Denn je mehr generierte Frames zwischen den echten Frames liegen, desto komplexer wird die Synchronisation zwischen Eingabe und Ausgabe. Ein 8X-Modus verschärft diese Anforderungen erheblich. Die Technologie muss nicht nur viele Frames berechnen, sondern dies auch in einer gleichmäßigen, vorhersagbaren Abfolge tun, damit das Spielerlebnis flüssig und reaktionsschnell bleibt.

Zusätzliche Technologien: Ray Regeneration und Neural Radiance Caching

Die Treiberfunde deuten darauf hin, dass AMD parallel zu FSR MFG weitere Technologien vorbereitet. Konkret handelt es sich um FSR Ray Regeneration und FSR Neural Radiance Caching. Ray Regeneration ist ein Verfahren zur Optimierung von Raytracing-Effekten, während Neural Radiance Caching die Berechnung von Lichtreflexionen und -brechungen durch KI-Unterstützung beschleunigt. Beide Techniken zielen darauf ab, die Leistung in ray Tracing-lastigen Szenen zu verbessern und gleichzeitig die Bildqualität zu steigern. Diese Entwicklungen sind Teil des übergeordneten FSR Redstone-Pakets, das AMDs Antwort auf die KI-gestützte Grafikverarbeitung der Konkurrenz darstellt.

Ausblick: Was bedeutet der 8X-Modus für die Praxis?

Die reine Steigerung der Framerate durch Multi Frame Generation ist nur dann ein Gewinn, wenn die Qualität der generierten Frames stimmt. Bewegungsartefakte, Geisterbilder oder inkonsistente Bildwiederholraten können den Vorteil einer hohen Framerate zunichtemachen. AMDs Herausforderung wird es sein, den 8X-Modus so zu kalibrieren, dass er nicht nur in synthetischen Benchmarks beeindruckt, sondern auch im tatsächlichen Spielbetrieb überzeugt. Die Integration von dynamischen Modi, die je nach Spielsituation zwischen 2X, 4X und 8X umschalten, wäre ein logischer Schritt. Sollte AMD hier eine ähnlich ausgefeilte Lösung wie NVIDIAs Dynamic MFG präsentieren, könnte FSR Multi Frame Generation zu einem echten Meilenstein für die Radeon-Plattform werden. Die offizielle Ankündigung steht noch aus, aber die Treiberfunde lassen keinen Zweifel daran, dass die Technologie kurz vor der Markteinführung steht.

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