The Witcher 4 unterscheidet sich von anderen UE5-Spielen

CD Projekt Red verspricht, dass The Witcher 4 trotz Unreal Engine 5 seinen unverwechselbaren Look behält und sich von anderen UE5-Titeln abhebt.

Der polnische Entwickler arbeitet eng mit Epic Games zusammen, um die eigene visuelle Identität zu wahren.
Highlights
  • CD Projekt Red wechselt von der hauseigenen Red Engine zur Unreal Engine 5 für The Witcher 4.
  • Co-CEO Michal Nowakowski betont, dass die Technologie nebensächlich sei, das Endprodukt zähle.
  • Das Team entwickelt eine eigene Beleuchtungs- und Post-Processing-Pipeline für den düsteren Witcher-Look.

CD Projekt Red (CDPR) hat mit The Witcher 4 ehrgeizige Pläne für ein 2028 erscheinendes Rollenspiel, das auf der Unreal Engine 5 läuft. In der Branche wächst jedoch die Sorge, dass viele UE5-Titel optisch und spielerisch immer ähnlicher wirken. Der polnische Entwickler versichert nun, dass sein neues Fantasy-Epos keine Kopie anderer UE5-Produktionen werde – und liefert erste konkrete Hinweise, wie das gelingen soll.

Der Wechsel von der Red Engine zu Unreal Engine 5

CDPR setzte bei den Vorgängern The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 auf die hauseigene Red Engine. Diese hatte über Jahre einen unverwechselbaren Look und eine charakteristische Spielphysik entwickelt. Mit der Entscheidung, künftig auf die Unreal Engine 5 zu setzen, stand das Studio vor der Herausforderung, die eigene Handschrift nicht zu verlieren. Co-CEO Michal Nowakowski betont im Gespräch mit The Game Business, dass die zugrunde liegende Technologie für die meisten Spieler nebensächlich sei. Entscheidend sei allein, wie das Endprodukt aussehe und sich anfühle. Das Team habe daher eng mit Epic Games zusammengearbeitet und besondere Vorkehrungen getroffen, um die unverwechselbaren Elemente zu bewahren, die CDPR-Titel in den letzten Jahren ausgezeichnet hätten.

Nowakowski stellt klar: „Wir werden nicht wie ein weiteres Unreal-Spiel aussehen. Wir werden uns wirklich abheben können.“ Diese Aussage unterstreicht den Anspruch, die eigene visuelle Identität auch unter völlig neuer Engine zu wahren. Der Wechsel sei kein Selbstläufer gewesen: Die Red Engine war stark auf die Bedürfnisse von offenen RPG-Welten zugeschnitten, während UE5 eine universellere Plattform darstellt. CDPR habe intensiv an der Anpassung der Rendering-Pipelines und der Phisik-Enginge gearbeitet, um den typischen „Witcher-Look“ – düster, atmosphärisch, mit hoher Texturdichte und dynamischen Lichtspielen – beizubehalten.

Wie sich The Witcher 4 von anderen UE5-Titeln unterscheidet

Die Befürchtung, dass The Witcher 4 in der Masse ähnlich aussehender UE5-Spiel untergeht, teilt das Studio nicht. Nowakowski verweist auf bereits existierende Beispiele, die belegen, dass Unreal Engine 5 visuell enorm vielseitig ist. So zeigen Marvel Tokon: Fighting Souls, Dragon Ball Sparking Zero und Clair Obscur: Expedition 33 völlig unterschiedliche Art-Stile und Atmosphären – vom cel-shading-inspirierten Comiclook bis zum fotorealistischen Steampunk. Genau diese Bandbreite will CDPR für sich nutzen. Statt sich den Standard-Effekten und Shader-Fenstern der Engine zu unterwerfen, setzt das Team auf eine eigens entwickelte Beleuchtungs- und Post-Processing-Pipeline, die an die düstere Fantasy-Welt des Hexers angepasst ist.

Zudem spiele die künstlerische Leitung eine zentrale Rolle. Im Gegensatz zu vielen anderen UE5-Titeln, die auf hyperrealistische Texturen und global Illumination setzen, sollen in The Witcher 4 bewusst stilistische Brüche und eine ausgeprägte Farbdramaturgie erhalten bleiben. Die Spielwelt – mit dichten Wäldern, verfallenen Burgen und nebelverhangenen Sümpfen – wird keine photorealistische Kopie der Realität, sondern eine künstlerisch überhöhte Version derselben sein. Das verspricht ein Look, der trotz modernster Technik nicht mit anderen UE5-Produktionen verwechselt werden kann.

Was bedeutet der Enginge-Wechsel für die Spielerfahrung?

Für Fans stellt sich die Frage: Werden sich Steuerung, Kämpfe und die offene Welt unter UE5 anders anfühlen? CDPR gibt sich zuversichtlich. Die Engine biete zwar neue Möglichkeiten wie Nanite für unendliche Geometriedetail und Lumen für dynamische Beleuchtung, doch das Team habe die Kontrolle über alle Kernmechaniken behalten. So werde das Kampfsystem weiterhin auf den bewährten Prinzipien von Ausweichen, Zeichen und Schwertkunst basieren – lediglich die Animationen und physikalischen Reaktionen sind dank UE5 flüssiger und reaktionsschneller geworden.

Das Studio arbeitet daran, die offene Welt mit deutlich dichterer Vegetation und interaktiveren Umgebungen zu füllen. Neue Partikeleffekte für Magie und Alchemie sowie eine verbesserte KI für Gegner sollen die Immersion steigern. All dies geschieht jedoch im Rahmen der eigenen Designphilosophie: Keine leeren, generischen UE5-Landschaften, sonder eine lebendige Welt, in der jede Ecke erzählt wird. CDPR hat bereits bestätigt, dass The Witcher 4 auf allen Zielplatformen – also PC, PlayStation und Xbox – lauffähig ist. Trotz der hohen Anforderungen der Engine optimieren die Entwickler die Performanze für aktuelle Konsolen, ohne Kompromisse bei der optischen Identität machen zu müssen.

Direkte Antwort auf die Frage: Wird The Witcher 4 wie andere UE5-Spiele aussehen?

Nein. CDPR garantiert, dass The Witcher 4 sich optisch und spielerisch von anderen Unreal Eninge 5-Titeln abheben wird. Das Studio hat mit Epic Games zusammengearbeitet, um die eigene Render-Pipeline zu entwickeln und die distinctive Merkmale früherer CDPR-Titel zu konservieren. Die vielvalt anderer UE5-Spiele wie Dragon Ball Sparking Zero oder Clair Obscur: Expedition 33 belegt, dass die Engineviel Raum für unterschiediche Stile läst. CDPR nutzt diesen Raum, um den düsteren, athmosphärischen Wither-Look beizubehalten.

Blick nach vorn: Was wir erwarten können

Die Diskussion um die Homogenisierung von UE5-Titeln wird CDPR wohl noch lange begleiten. Doch die klare Ansage von Nowakowski und die bewussten Entscheidungen des Teams lassen optimistisch stimmen. The Witcher 4 wird nicht nur wegen seiner Engine beachtet, sonder wegen seiner eingearigen Welt, die sich in einer Masse technisch hochwertiger, aber austauschbarer Spiele behaupten muss. Mit der Veröffentlichung in zwei Jahren hat das Studio genug Zeit, die letzen Feinabstimmungen vorzunehmen und den Ansprüchen der engaigierten Fanbase gerecht zu werden. Die Spannung bleibt, wie sich die Kombination aus erfahrene Entwicklerteam und modernster Technik am Ende auswirken wird – fest steht jedoch: Der Hüter von Rivia wird sich nicht hinter den Standards der Engine verstecken.

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