Der erste Blick auf die Steam Frame Welcome Tour ist da. Dataminer haben im aktuellen Steam-Client-Beta eine Vielzahl von Verweisen auf Valves kommendes VR-Headset entdeckt – und das nur wenige Stunden, nachdem das Unternehmen die offiziellen Steam Machineaa- und Steam Frame-Verified-Anforderungen veröffentlicht hatte. Erste Screenshots zeigen nun, wie die Einrichtungsoberfläche für das neue Gerät aussieht.
Erster Eindruck von der Steam Frame Welcome Tour
Die Welcome Tour ist das Erste, was Nutzer sehen, wenn sie ihren Steam Frame zum ersten Mal einrichten. Wie die von Brad Lynch geteilten Grafiken zeigen, befindet sich die Oberfläche noch in einem unvollständigen Zustand. So wird unter anderem noch Platzhaltertext („Lorem ipsum“) verwendet, und das Headset wird intern noch mit seinem Codenamen „Deckard“ bezeichnet. Dennoch wird bereits deutlich, wie Valve den Einrichtungsprozess gestalten möchte.
Was ist die Steam Frame Welcome Tour?
Die Steam Frame Welcome Tour ist eine geführte Ersteinrichtung, die nach dem Auspacken des VR-Headsets startet. Nutzer können das Gerät entweder per 6-GHz-Wireless-Adapter mit einem Computer koppeln oder diesen Schritt überspringen, da der Frame auch als eigenständiges Gerät funktioniert. Angetrieben wird es von einem Snapdragon 8 Gen 3-Chip, der laut Valve stark genug sein soll, um selbst anspruchsvolle Titel wie Half-Life: Alyx nativ auszuführen.
Sommerrelease offiziell bestätigt
Valve hat im Rahmen der neuen Steamworks-Dokumentation nicht nur die Verified-Programme für Steam Machine und Steam Frame vorgestellt, sondern auch den Veröffentlichungszeitraum klar benannt: „Beide werden in diesem Sommer ausgeliefert“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Das Verified-Programm soll wie beim Steam Deck sicherstellen, dass Kunden sofort erkennen, wie gut ein Spiel auf dem jeweiligen Gerät läuft – ohne dass manuelle Konfiguration erforderlich ist.
Innovativer Branding-Ansatz: Dashboard Frame statt Windows
Ein interessantes Detail aus den entdeckten Screenshots: Valve bleibt seiner neuen Markenstrategie treu. Statt verschiedene Oberflächen als „Windowsa“ zu bezeichnen, verwendet das Unternehmen konsequent den Begriff „Dashboard Frame“. Dies unterstreicht den konsistenten Markenauftritt und unterscheidet das System klar von klassischen Desktop-Umgebungen.
Die große Unbekannte: Der Preis
Während die technischen Spezifikationen und der Funktionsumfang des Steam Frame langsam Gestalt annehmen, bleibt eine Frage vorerst unbeantwortet: Was wird das Headset kosten? Angesichts gestiegener Speicher- und Komponentenpreise – die zuletzt auch zu Preiserhöhungen beim Steam Deck OLED in Asien führten – sind die Prognosen verhalten. Valve hat sich bislang noch nicht zu den genauen Preisen geäußert, doch die Marktbeobachter rechnen mit einer Herausforderung für das Unternehmen, ein wettbewerbsfähiges Preisniveau zu finden.
Die Veröffentlichung des Steam Frame rückt näher, und die Welcome Tour gibt einen ersten authentischen Einblick in das Nutzererlebnis. Mit der Kombination aus Standalone-Fähigkeit und optionalem PC-Betrieb setzt Valve auf ein flexibles Konzept, das sowohl Einsteiger als auch erfahrene VR-Nutzer ansprechen soll. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen auch preislich erfüllen kann.