Das August-2026-Vorschau-Update KB5120998 für Windows 11 sorgt für Ärger: Zahlreiche Anwender berichten, dass nach der Installation die Mauszeiger-Einstellungen zurückgesetzt werden. Besonders problematisch: Einmal geänderte Personalisierungen lassen sich nicht wiederherstellen. Microsoft hat den Fehler inzwischen offiziell bestätigt und untersucht die Ursache.
Microsoft bestätigt: Update KB5120998 setzt Maus-Personalisierung zurück
Das Unternehmen räumt ein, dass das optionale Sicherheitsupdate vom 27. August 2026 (KB5120998) dazu führt, dass benutzerdefinierte Mauszeiger-Einstellungen auf Standardwerte zurückgesetzt werden. Betroffen sind Windows-11-Versionen 25H2 und 24H2. In einer Mitteilung auf der offiziellen Windows-Release-Health-Seite heißt es, die Änderungen seien „nicht erfolgreich rückgängig zu machen“. Die Auswirkungen reichen von kosmetischen Regressionen bis hin zu inkonsistenten Animationswechseln. In einigen Fällen werden hochauflösende Mauszeiger durch große, weiße Standardzeiger ersetzt. Auch benutzerdefinierte Zeigeranimationen fallen auf die werkseitigen Einstellungen zurück.
Warum werden die Einstellungen zurückgesetzt – und was bedeutet das für Anwender?
Microsoft hat die genaue technische Ursache noch nicht ermittelt. Klar ist jedoch, dass das Update offenbar in die Registrierung der Mauszeigerkonfiguration eingreift und dort dauerhafte Änderungen vornimmt. Für Nutzer, die ihre Mauszeiger individuell angepasst haben – etwa durch spezielle Farbschemata, Größen oder animierte Cursor – bedeutet dies einen erheblichen Eingriff in die Arbeitsumgebung. Da es sich um ein optionales Vorschau-Update handelt, wird KB5120998 nicht automatisch installiert, es sei denn, die Option „Neueste Updates sofort verfügbar machen“ ist aktiviert. Wer das Update nicht manuell heruntergeladen hat, ist zunächst nicht betroffen. Dennoch sollten Anwender vorsorglich prüfen, ob die genannte Option in den Windows-Update-Einstellungen deaktiviert ist.
Bekannte Probleme und bisherige Maßnahmen von Microsoft
Der aktuelle Fehler reiht sich in eine Serie von Mausproblemen unter Windows 11 ein. Bereits im Oktober 2025 veröffentlichte Microsoft einen Notfall-Patch, um ein Problem zu beheben, bei dem USB-Mäuse und -Tastaturen in der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) nicht mehr funktionierten. Damals konnten betroffene Nutzer die Systemwiederherstellung nicht nutzen. Parallel dazu untersucht Microsoft einen weiteren Bug, der seit Februar 2026 in der klassischen Outlook-Anwendung auftritt: Dort verschwindet der Mauszeiger, sobald Anwender ihn über die Benutzeroberfläche bewegen. Die Häufung solcher Vorfälle zeigt, dass die Zeigergeräte unter Windows 11 zunehmend anfällig für Update-bedingte Störungen sind.
Was können betroffene Nutzer jetzt tun?
Microsoft bittet alle Anwender, die nach der Installation von KB5120998 veränderte Mauszeiger-Einstellungen feststellen, dies über den Feedback-Hub zu melden. Eine technische Lösung steht noch aus. Als interimistische Maßnahme empfehlen Administratoren, das Update KB5120998 zu deinstallieren, falls es bereits installiert wurde. Der Vorgang ist über „Updateverlauf“ und „Updates deinstallieren“ in den Windows-Einstellungen möglich. Anschließend sollte das System neu gestartet werden. Wer auf die neuen Funktionen des Sicherheitsupdates nicht verzichten kann, muss mit den zurückgesetzten Einstellungen leben, bis Microsoft einen Korrektur-Patch bereitstellt. Unternehmen mit verwalteten Umgebungen sollten die Verteilung des Updates bis auf Weiteres aussetzen.
Analyse: Update-Risiko für die Produktivität
Der Vorfall verdeutlicht ein grundsätzliches Spannungsfeld zwischen regelmäßigen Sicherheitsupdates und der Stabilität personalisierter Arbeitsumgebungen. Obwohl Microsoft die Vorschau-Updates als „optional“ kennzeichnet, werden sie von vielen Anwendern installiert, um frühzeitig von Fehlerbehebungen zu profitieren. Der aktuelle Rückfall bei den Mauszeiger-Einstellungen zeigt, dass selbst ein Update mit 35 Änderungen und Korrekturen unerwartete Nebeneffekte haben kann. Für die Zukunft wäre wünschenswert, dass Microsoft solche Regressionen in der Testphase vor der Veröffentlichung systematischer erkennt. Solange die Ursachenforschung noch läuft, bleibt betroffenen Nutzern nur die manuelle Deinstallation oder das Abwarten auf einen Fix – eine Situation, die das Vertrauen in die Update-Politik des Unternehmens weiter strapazieren könnte.