AMD erweitert sein Portfolio an Ryzen-9000-Pro-Prozessoren um sechs neue SKUs, darunter erstmals Modelle mit 3D-VCache-Technologie in der Pro-Serie. Die Flaggschiffe der neuen Reihe sind der Ryzen 9 Pro 9965X3D mit bis zu 144 Megabyte Cache und der Ryzen 7 Pro 9755X3D, der satte 104 Megabyte L3-Cache bietet. Damit bringt der Hersteller die Vorteile des vertikal gestapelten Zusatzcaches erstmals in den professionellen Unternehmenssektor.
Erstmals 3D-VCache für Workstations und Unternehmens-PCs
Die beiden neuen X3D-Modelle sind die weltweit ersten Pro-Serie-Chips, die mit der 3D-VCache-Technologie ausgestattet sind. Diese zusätzliche Cache-Ebene zielt darauf ab, speziell cache-sensitive Arbeitslasten in professionellen Umgebungen zu beschleunigen, darunter Aufgaben wie Videokodierung und 3D-Rendering. In puncto Rohspezifikationen sind die Pro-Modelle nahezu identisch mit ihren Consumer-Pendants. Der Ryzen 9 Pro 9965X3D bietet 16 Kerne und 32 Threads, einen maximalen Boost-Takt von 5,5 GHz, einen Basistakt von 4,3 GHz, insgesamt 144 MB L2+L3-Cache und eine thermische Verlustleistung (TDP) von 170 Watt. Der Ryzen 7 Pro 9755X3D kommt mit 8 Kernen, 12 Threads, 5,2 GHz Boost, 4,7 GHz Basistakt, 104 MB L2+L3-Cache und einer TDP von 120 Watt.
Komplette Modellpalette: Von sechs bis sechzehn Kernen mit flexiblen TDP-Stufen
Ergänzt wird das Spitzenduo durch herkömmliche Modelle ohne 3D-VCache, die eine Mischung aus 6-, 8-, 12- und 16-Kern-Prozessoren umfassen. Fast alle diese Non-X3D-Varianten bietet AMD in mehreren TDP-Stufen an, um OEM-Partnern eine bessere Anpassung an unterschiedliche Systemdesigns zu ermöglichen. Zum Vergleich: Die ursprüngliche Ryzen-9000-Pro-Serie umfasste lediglich drei SKUs mit einer einheitlichen TDP von 65 Watt.
Die neuen Modelle im Detail
Der Ryzen 9 Pro 9965 bietet 16 Kerne und 32 Threads, einen Boost-Takt von bis zu 5,5 GHz, einen Basistakt von 4,3 GHz, 80 MB L2+L3-Cache und eine TDP von 170 Watt. Der Ryzen 9 Pro 9955 verfügt über 12 Kerne und 24 Threads, einen Boost-Takt von bis zu 5,4 GHz, einen Basistakt von bis zu 3,4 GHz, 76 MB L2+L3-Cache und eine TDP von 120 Watt. Der Ryzen 9 Pro 9945 bietet die gleichen Spezifikationen, senkt die TDP jedoch auf 65 Watt. Der Ryzen 7 Pro 9755 besitzt 8 Kerne und 16 Threads, einen Boost-Takt von bis zu 5,4 GHz, einen Basistakt von 3,8 GHz, 40 MB L2+L3-Cache und eine TDP von 120 Watt. Der Ryzen 7 Pro 9745 teilt sich diese Daten, arbeitet aber mit einer TDP von 65 Watt. Die Einsteigerposition markiert der Ryzen 5 Pro 9655 mit 6 Kernen und 12 Threads, bis zu 5,4 GHz Boost, 3,9 GHz Basistakt, 38 MB L2+L3-Cache und 120 Watt TDP, während der Ryzen 5 Pro 9645 auf 65 Watt TDP limitiert ist.
Exklusiv für OEMs und mit erweiterten Sicherheitsfunktionen
Wie für die Pro-Serie üblich, sind diese Prozessoren ausschließlich für OEM-Partner bestimmt und nicht als Einzelhandelsware erhältlich. Systemintegratoren und Großkunden erhalten damit jedoch Zugang zu einer Reihe exklusiver Sicherheitsfunktionen, die in den Consumer-Varianten nicht oder nicht offiziell unterstützt werden. Dazu gehören Shadow Stack zum Schutz vor ROP-Angriffen sowie Memory Guard, das Speicherdaten vor unbefugtem Zugriff schützt. Mit der erweiterten Palette adressiert AMD nun ein breiteres Spektrum an professionellen Workloads und bietet gleichzeitig mehr Flexibilität bei der Systemintegration durch die gestaffelten TDP-Optionen. Die neuen Prozessoren sind somit eine direkte Antwort auf die gestiegenen Anforderungen an Leistung und Sicherheit in modernen Unternehmensumgebungen und Workstation-Szenarien.