GOALS ist ein neues AAA-Fußballspiel, das sich mit Branchengrößen wie EA Sports FC, eFootball und UFL messen will. Das schwedische Studio Goals AB setzt dabei auf ein free-to-playaaa-Modell, Cross-Play und einen klaren Fokus: Gameplay steht über allem. Nach ausgiebigen Tests kann ich sagen: Das frische F2P-Fußballspiel hält seine Versprechen. Es liefert ein flüssiges, reaktionsschnelles Spielerlebnis ohne aufdringliche Skripting-Mechaniken, bei dem Können und nicht der Algorithmus den Ausgang bestimmt.
Flüssiges Gameplay ohne Verzögerung – das Kernversprechen
Das Alleinstellungsmerkmal von GOALS ist die pure Spielbarkeit. Bereits in der Alpha- und Beta-Phase zeigte sich das Potenzial, doch die finale Version übertrifft die Erwartungen. Die Steuerung ist knackig, der Input-Lag praktisch nicht vorhanden, und es gibt keine dominanten Metataktiken, die das Spiel künstlich verzerren. Jeder Pass, jeder Schuss fühlt sich direkt und nachvollziehbar an. Das erinnert an die goldene Ära von Pro Evolution Soccer (Winning Eleven), als Substanz vor Style kam. GOALS besitzt keine realen Lizenzen oder echte Spieler – jede Mannschaft besteht aus einzigartig generierten Akteuren. Das mag zunächst gewöhnungsbedürftig sein, verleiht dem Spiel aber einen eigenen Charakter und eröffnet spannende Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft.
Vielseitige Modi für jeden Spielertyp
GOALS ist zwar auf den eSport ausgelegt, vernachlässigt aber Gelegenheitsspieler nicht. Das Modulangebot ist breit gefächert: Für den Wettkampf gibt es K.-o.-Runden, Turniere und einen Ranglistenmodus. Wer es entspannter angehen will, wählt den Quickplay-Modus, der ähnlich starke Gegner vermittelt. Auch ein direkter 1v1-Match mit Freunden ist möglich. Alles fühlt sich durchdacht an, die Menüs sind aufgeräumt und verzögerungsfrei – keine unnötigen Klicks, kein Wühlen durch Untermenüs. Jede Aktion im Spiel, ob Sieg oder Niederlage, trainiertes Szenario oder abgeschlossene Herausforderung, wird belohnt. Das schafft eine echte Motivation, immer weiterzuspielen.
Belohnendes Grinding: Wie das Upgrade-System funktioniert
Das Fortschrittssystem in GOALS ist simpel und dennoch tiefgründig. Zwei Währungen dominieren: Points und XP. Points verdient man durch das Abschließen von Spielen, Herausforderungen und Trainingsszenarien. Mit ihnen lassen sich Packs, Trikots und Jubel im Shop kaufen. XP hingegen ist das Herzstück des Spieler-Upgrades. Jeder generierte Spieler besitzt ein bis acht Upgrade-Stufen und ein festgelegtes Potenzial. Je mehr man spielt, desto mehr XP sammelt man, um die Spieler auf ihr maximales Level zu bringen. Besonders clever: Mehrere Spieler mit ähnlicher Bewertung (beispielsweise 81 und 80) steigen gleichzeitig auf, sobald die erforderliche XP-Schwelle (etwa 2,5 Millionen) erreicht ist. Es gibt keinen Transfermarkt – ungewollte Spieler lassen sich sofort gegen Points eintauschen. Das System ist transparent und belohnt regelmäßiges Spielen, statt reinen Geldausgeben.
GOALS im Test: Das Endergebnis
Goals AB hat ein Fußballspiel geschaffen, das frischen Wind in das Genre bringt. Die Trainingsszenarien, die Packs, Points und XP ausschütten, sind ein echtes Highlight und der perfekte Einstieg, um das eigene Team aufzubauen. Das Upgrade-System ist innovativ und spricht sowohl Gelegenheitsspieler als auch Hardcore-Grinder an. Der einzige Wermutstropfen: Zum Launch ist der Content noch etwas überschaubar. Neue Spielmodi, Events und Kooperationen sind zwar angekündigt, aber noch nicht integriert. Das Potenzial ist jedoch enorm. GOALS ist ein faires, kompetitives und vor allem spaßiges Free-to-Play-Erlebnis, das seine Kernversprechen einlöst.
Bewertung: 8/10
GOALS erscheint am Donnerstag, den 4. Juni, weltweit auf PC (Steam), PlayStation 5 und Xbox Series Xa|S.