RX 9070 GRE startet schwach nach weltweitem Launch für 549 Dollar

Die AMD Radeon RX 9070 GRE enttäuscht nach weltweitem Launch: Bei Mindfactory wurde bislang kein einziges Exemplar verkauft.

Von Tech Central - Redaktion für Technik & IT
Die RX 9070 GRE mit 12 GB VRAM findet kaum Käufer – der Preisvorteil zur Standard-RX 9070 ist zu gering.
Highlights
  • Bei Mindfactory wurde bislang kein einziges Exemplar der RX 9070 GRE verkauft.
  • Die RX 9070 GRE bietet nur 12 GB VRAM, während die günstigere RX 9060 XT 16 GB hat.
  • Der Preisunterschied von rund 50 Dollar zur Standard-RX 9070 ist für viele Käufer zu gering.

AMD hat auf der Computex den weltweiten Launch der Radeon RX 9070 GRE bekannt gegeben, doch die Verkaufszahlen der Grafikkarte fallen nach den ersten Tagen ernüchternd aus. Die abgespeckte Version der RX 9070, die ursprünglich nur in China erhältlich war, findet offenbar nur schwer ihre Zielgruppe – und das liegt an einem strategisch fragwürdigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Während die Karte auf dem Papier günstiger ist, sind die Abstriche beim Speicher und der Performance für viele Interessenten offenbar zu gravierend.

RX 9070 GRE startet mit mäßigen Verkaufszahlen

Seit dem weltweiten Verkaufsstart am 1. Juni zeigt sich, dass die RX 9070 GRE kein blockbusterartiger Erfolg wird. Von ausverkauften Lagern oder Scalpern, die die Preise in die Höhe treiben, ist nichts zu sehen. In den USA beginnt die Preisliste für das GRE-Modell bei rund 549 US-Dollar, während die reguläre RX 9070 mit 16 GB VRAM bereits für etwa 50 Dollar mehr zu haben ist. Das Flaggschiff RX 9070 XT liegt dagegen noch mehrere Hundert Dollar darüber.

Besonders deutlich wird die verhaltene Nachfrage am deutschen Markt. Der beliebte Händler Mindfactory veröffentlicht die verkauften Stückzahlen seiner Hardware – und dort sieht die Lage für die RX 9070 GRE düster aus. Wie der Branchendienst 3DCenter auf X (ehemals Twitter) berichtet, wurde bislang kein einziges Exemplar der GRE-Karte verkauft. Zum Vergleich: Die meistverkaufte RX 9070 auf Mindfactory hat seit ihrem Launch im März 2025 immerhin 410 Einheiten abgesetzt. Das günstigste GRE-Modell kostet dort 559 Euro, während die RX 9070 bei 599 Euro startet.

Verkaufszahlen der RX 9070 GRE auf Mindfactory
Bei Mindfactory tauchen unter den RX-9070-GRE-Modellen noch nicht einmal Verkaufszahlen auf.

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Warum die RX 9070 GRE nicht überzeugen kann

Der Preisunterschied von rund 50 Dollar zwischen der GRE- und der Standard-Version ist auf den ersten Blick verlockend. Das Problem liegt tiefer: Die RX 9070 GRE kommt mit lediglich 12 GB VRAM, während die günstigere RX 9060 XT bereits 16 GB bietet. In Zeiten, in denen moderne Spiele immer speicherhungriger werden, ist das ein entscheidender Nachteil. Benchmarks zeigen, dass selbst 8 GB VRAM in aktuellen Titeln wie Doom: The Dark Ages kaum noch ausreichen, selbst auf niedrigen Einstellungen. 12 GB sind zwar besser, aber für eine Karte dieser Preisklasse nicht mehr zukunftssicher.

Die RX 9070 GRE sitzt damit in einer prekären Nische. Schon die reguläre RX 9070 war im Vergleich zur leistungsstärkeren RX 9070 XT kein Verkaufsschlager. Eine abgespeckte Version mit weniger Speicher und geringerer Leistung macht das Paket für potenzielle Käufer nicht attraktiver – zumal die Ersparnis im Verhältnis zum Verlust an VRAM und Rohleistung einfach zu gering ausfällt.

Was ist die RX 9070 GRE genau? Die RX 9070 GRE (Golden Rabbit Edition) ist eine abgespeckte Version der RX 9070 von AMD. Sie bietet 12 GB VRAM statt 16 GB und eine geringere Leistung, war ursprünglich nur in China erhältlich und kam zur Computex 2026 weltweit auf den Markt.

Letztlich bleibt fraglich, für wen AMD diese Karte konzipiert hat. Gamer, die auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten, greifen entweder zur günstigeren RX 9060 XT mit mehr Speicher oder legen etwas mehr Geld für die vollwertige RX 9070 auf den Tisch. Die RX 9070 GRE scheint daher ein Produkt zu sein, das zwischen den Stühlen sitzt – und das bestätigen die ersten Verkaufszahlen auf dem deutschen Markt eindrucksvoll. Es bleibt abzuwarten, ob AMD mit Preissenkungen oder gezielten Angeboten doch noch Interesse wecken kann.

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Redaktion für Technik & IT
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