Mit der Vorstellung des Samsung Galaxy Z Fold 8 und des neuen Galaxy Z Fold 8 Ultra hat Samsung seine faltbare Oberklasse gleich zweigleisig aufgestellt. Während das Standardmodell eine kompaktere Bauweise mit breiterem Außendisplay bietet, zielt das Ultra auf Nutzer, die maximale Displayfläche und eine verbesserte Kameraausstattung suchen. Wir haben die beiden Faltmodelle verglichen und zeigen, wo die entscheidenden Unterschiede liegen.
Größe und Formfaktor: Der auffälligste Unterschied
Der deutlichste Unterschied zwischen dem Galaxy Z Fold 8 und dem Galaxy Z Fold 8 Ultra liegt in den Abmessungen. Samsung hat dem Standardmodell ein grundlegend neues Format verpasst: Das Galaxy Z Fold 8 ist im gefalteten Zustand 123,9 Millimeter hoch, 81,9 Millimeter breit und 9,7 Millimeter dick. Entfaltet misst es 123,9 mal 161,4 Millimeter bei einer Dicke von nur 4,5 Millimetern. Das Außendisplay ist 5,5 Zoll groß, das innere Hauptdisplay kommt auf 7,6 Zoll. Beide Panels nutzen das neue, widerstandsfähigere Flex Titanium Display mit einer weniger sichtbaren Falte und verbesserter Biegefähigkeit.
Das Galaxy Z Fold 8 Ultra fällt dagegen deutlich höher und schmaler aus. Im geschlossenen Zustand misst es 158,4 mal 72,8 mal 8,9 Millimeter, geöffnet 158,4 mal 143,2 Millimeter bei lediglich 4,1 Millimetern Dicke. Mit einem 6,5 Zoll großen Cover-Display und einem 8,0 Zoll messenden Innenbildschirm bietet es insgesamt mehr Fläche. Damit ähnelt das Ultra von den Proportionen her stark dem Vorgänger Galaxy Z Fold 7, das weiterhin zu den besten Falt-Smartphones am Markt gehört. Mit 215 Gramm ist das Ultra zudem etwas schwerer als das 201 Gramm leichte Standardmodell. Wer Wert auf eine hohe Auflösung legt, sollte zudem wissen, dass beide Displays des Z Fold 8 Ultra eine höhere Pixeldichte aufweisen als die des Z Fold 8.
Die Farbwahl fällt bei beiden Modellen ähnlich aus: Graphite und Cream sind jeweils erhältlich. Das Galaxy Z Fold 8 gibt es zusätzlich in Lavendel und als Online-Exklusivvariante in Pistazie, das Z Fold 8 Ultra in Violet Shadow sowie exklusiv in Green Shadow. Letztlich ist die Formensprache der entscheidende Faktor: Wer ein möglichst großes Gesamtdisplay wünscht, greift zum Ultra. Wer das schmale Außendisplay des Z Fold 7 als zu unpraktisch empfand, dürfte mit der breiteren Hülle des Z Fold 8 besser bedient sein – auch wenn dieses insgesamt kompakter ist.
Akku und Kameras: Das Ultra legt nach
Neben der Größe unterscheiden sich die beiden Faltmodelle vor allem bei Akku und Kameras. Das Galaxy Z Fold 8 besitzt einen 4.800 Milliamperestunden starken Akku, das Z Fold 8 Ultra einen geringfügig größeren 5.000-Milliamperestunden-Akku. Beide Geräte laden kabelgebunden mit bis zu 45 Watt über Super Fast Charging 2.0 und kabellos mit bis zu 20 Watt. Integrierte Magnete für magnetische Zubehörteile sucht man bei beiden Modellen vergeblich; ein spezielles Case ist für die Nutzung kompatibler Halterungen oder Ständer notwendig. Wie andere aktuelle Premium-Smartphones von Samsung sind auch die neuen Faltmodelle technisch für Qi2 vorbereitet. Die Wireless PowerShare-Funktion erlaubt es, kompatible Samsung-Produkte wie die Ladecase der Galaxy Buds auf der Rückseite des Smartphones aufzuladen.
Ein Blick auf die Kameras zeigt die zweite wesentliche Differenz: Beide Modelle verfügen über eine 50-Megapixel-Ultrawide-Kamera auf der Rückseite, eine 10-Megapixel-Frontkamera und eine ebenfalls 10 Megapixel auflösende Cover-Kamera. Das Ultra geht jedoch deutlich weiter: Die Hauptkamera auf der Rückseite löst hier mit 200 Megapixeln auf, das Standardmodell begnügt sich mit 50 Megapixeln. Zudem besitzt das Z Fold 8 Ultra ein zusätzliches 10-Megapixel-Teleobjektiv mit dreifachem optischem und bis zu 30-fachem Digitalzoom. Für ambitionierte Fotografen ist das Ultra damit klar die bessere Wahl.
Welches Falt-Smartphone ist das richtige für Sie?
Beide Geräte nutzen denselben Prozessor und bieten identische Speicher- und Arbeitsspeicherkonfigurationen. Auch die Software sowie die IP48-Zertifizierung gegen Staub und Wasser sind gleich. Die Entscheidung fällt daher vor allem über Design und Preis: Das Galaxy Z Fold 8 Ultra kostet mit 2.099,99 Euro knapp 200 Euro mehr als das Z Fold 8 mit einem Einstiegspreis von 1.899,99 Euro. Dieser Aufpreis bringt ein größeres und höher auflösendes Display, einen etwas größeren Akku bei gleichen Ladegeschwindigkeiten und vor allem eine deutlich bessere Hauptkamera mit zusätzlichem Teleobjektiv.
Das Galaxy Z Fold 8 wiederum überzeugt mit einem kompakteren, breiteren Format, das an traditionelle Tablet-Proportionen erinnert und für Nutzer, die das schmale Design früherer Fold-Generationen als unpraktisch empfanden, die bessere Alltagstauglichkeit bieten dürfte. Wer die bestmögliche Ausstattung und die besten Kameras sucht, ist mit dem Z Fold 8 Ultra gut beraten. Wer ein handlicheres Falt-Smartphone mit breiterem Außendisplay bevorzugt, findet im Z Fold 8 das passende Gerät. Die Wahl hängt letztlich von der persönlichen Priorität ab: maximale Leistung und Fläche oder ein neues, kompakteres Falt-Format.