Den Stürmräumn im Fussball kann man auch auf der virtuellen Couch antreffen – mit einem Controller in den Händen, anstatt Tore auf dem Rasen zu erzielen. Ein neues Video hat die Gaming-Präferenzen von Manchester-City-Star Erling Haaland ans Licht gebracht, und seine unerwartete Leidenschaft zeigt, dass er zwischen den Einsätzen auf dem Feld genauso gerne in digitalen Welten versinkt.
Ein Gamer im Profifussballer-Pelz: Haalands unverblümtes Bekenntnis
Die Frage nach dem Single-Game auf einer einsamen Insel lässt kaum Raum für Unentschlossenheit. Haalands Antwort kam prompt und war simpel: „GTA.“ Dieses Statement ist mehr als nur eine Spielauswahl; es ist eine klare Priorisierung des kooperativen Spielerlebnisses gegenüber dem Einzelspiel. In dem Video, das von einem Kanal namens „GTA 6 Countdown“ geteilt wurde, betonte der Norweger: „Wir reden einfach über alles, spielen das Spiel [GTA 5], oh, das ist so schön.“ Sein Gaming-Kredo lautet eindeutig: Gemeinsamkeit geht vor. Ohne seine Freunde würde er gar nicht erst den Controller in die Hand nehmen – ein sozialer Ansatz, der die Attraktivität von Open-World-Titeln wie „Grand Theft Auto V“ perfekt ergänzt.
Seine Begeisterung geht allerdings weit über den aktuellen Titel der Rockstar-Saga hinaus. Mit den Worten „GTA, ich kann es kaum erwarten auf das neue“ spricht er direkt seine Vorfreude auf „Grand Theft Auto 6“ aus, dessen Release für 2026 erwartet wird. Diese Aussage macht ihn nicht nur zum typischen Gamer, sondern auch zum Teil der gespannt wartenden Community, die den nächsten Meilenstein der Videospielgeschichte herbeisehnt. Die Präsentation seiner Spielebibliothek birgt jedoch noch weitere Überraschungsmomente für jeden, der den Stürmer auf dem Spielfeld verfolgt.
Die Überraschungen neben GTA: Modern Warfare 2 und Minecraft
Während die Wahl von GTA 5 als Community-Erlebnis logisch scheint, wirf die Liste seiner installierten Spiele einige kontrastreiche Schlaglichter auf Haalands Geschmack. Für viele überraschend ist die Installation des ursprünglichen „Call of Duty: Modern Warfare 2″. Dieses Shooter-Klassiker bezeichnet der Angreif der Citizens nicht nur als ein gutes Spiel, sondern reiht es in seine „Top drei aller Spiele“ ein. Dieses Bekenntnis zu einem Titel aus dem Jahr 2009 zeigt eine Wertschätzung für zeitlose Gameplay-Mechaniken und nostalgische Multiplayer-Erinnerungen, die auch Profisportler teilen.
Auch „Minecraft“ findet sich in seiner engeren Auswahl wieder. Die Gegenüberstellung ist bezeichnend: Auf der einen Seite „Grand Theft Auto V“, ein hyperdetailliertes, geskriptetes und soziales Open-World-Abenteuer; auf der anderen Seite „Minecraft“, ein Spiel mit nahezu unendlichen, kreativen Möglichkeiten, das auf Selbstbestimmung und Konstruktion setzt. Dazwischen positioniert sich der taktisch fordernde, lineare Action-Shooter „Modern Warfare 2“. Diese Bandbreite zeigt keinen Gamer mit einem spezialisierten Genre-Fokus, sondern einen vielseitigen Spieler, der die Stärken ganz unterschiedlicher Spielekonzepte zu schätzen weiß – von strukturierter Action über kreative Freiheit bis hin zum geselligen Chaos.
Von Fussballfeldern zu Liberty City: Die Gaming-Kultur der Profisportler
Haalands Öffnung ist Teil eines breiteren Trends, in dem Profisportler ihre Gaming-Leidenschaft immer öfter teilen. Sie wirkt wie eine natürliche Erweiterung des Teamgeistes und der Konkurrenzfähigkeit vom Spielfeld in digitale Arenen. Wenn ein Superstar wie Haaland ehrlich zugibt, dass er die Abende mit Freunden in Los Santos verbringt, dann demystifiziert dies das Bild des ausschließlich trainierten Athleten. Es erschafft stattdessen eine greifbare Verbindung zur breiten Gaming-Community, die dieselben Titel spielt und ähnliche Leidenschaften teilt.
Diese Offenheit ist gerade für Marketing-Abteilungen der Spielepublisher ein wichtiger Faktor. Die unbezahlte und authentische Erwähnung eines Spiels durch eine Ikone des internationalen Sports ist ein kräftiges Signal. Sie unterstreicht die anhaltende kulturelle Relevanz eines zeitlosen Titels wie „GTA V“ und weckt gleichzeitig Vorfreude auf den kommenden Nachfolger. Die Tatsache, dass Haaland auch Spiele genießt, die nichts mit seiner realen Leidenschaft Fussball oder Sport allgemein zu tun haben, macht diese Einblicke dabei besonders glaubwürdig und wirkungsvoll.
Was das für die Gaming-Welt und die Wahrnehmung von Profisport bedeutet
Die Enthüllungen zeigen einen klaren Wandel in der öffentlichen Persona von Athleten. Die Zeiten, in denen Spitzensportler ausschließlich als trainierte Maschinen dargestellt wurden, die nur ihre Disziplin leben, sind vorbei. Heute ist das Gaming-Hobby keine Schande, sondern ein verbreitetes und akzeptiertes Ventil für Entspannung und sozialen Austausch – selbst auf höchstem Niveau. Dieser Wandel normalisiert Videospiele weiter und präsentiert sie als eine legitime und gemeinschaftsfördernde Freizeitaktivität.
Für die Community bedeutet dies, dass die digitale und die reale Welt der Idole näher zusammenrücken. Die Vorstellung, dass man theoretisch denselben „Counter-Strike“-Server wie ein Fussballprofi bevölkern oder in „GTA Online“ auf eine ähnliche Weise mit Freunden abhängen könnte, schafft eine neuartige Form der Verbundenheit. Es ist eine kraftvolle Botschaft: Auch die Helden auf dem Rasen sind in ihrer Freizeit einfach Gamer wie wir alle, die ihr Hobby lieben und die Vorfreude auf den nächsten großen Release wie „GTA 6“ teilen. So verbinden Controller und Spielekonsole auf unerwartete Weise die Welt des Profisports mit der der digitalen Unterhaltung und zeigen, dass Leidenschaft viele Formen annehmen kann.