The Sims 4 erhält über 150 Fixes und neue Funktionen am 12. Mai

Von Gaming Central - Gaming-Redaktion & Analyse
The Sims 4 erhält über 150 Fixes und neue Funktionen am 12.

Am 12. Mai 2024 erhält The Sims 4 ein umfangreiches Grundspiel-Update, das mit über 150 Korrekturen und neuen Funktionen aufwartet. Diese Ankündigung ist besonders bemerkenswert, da das Spiel bereits seit über einem Jahrzehnt auf dem Markt ist. Die Entwickler von Maxis und EA teilen mit, dass der Fokus nach der Veröffentlichung eines „unglaublich breiten Spektrums an Inhalten“ seit dem Launch 2014 nun auf der Überarbeitung bestehender Mechaniken liegt – speziell jener, die die Community am meisten beschäftigen. Dafür wurde eine umfangreiche „Waschzettel-Liste“ (Laundry List) von Problemen zusammengestellt, deren Priorisierung teilweise durch Community-Abstimmungen erfolgte.

Größte Verbesserungen für Säuglinge und Kleinkinder

Der umfangreichste Themenblock des Patches widmet sich den Lebensabschnitten Säugling und Kleinkind. Hier werden zahlreiche Qualitätsverbesserungen vorgenommen, die das Gameplay deutlich intuitiver und weniger frustrierend gestalten sollen. So erhalten Säuglinge einen neuen Spielteppich. Sims legen ihre Babys künftig nicht mehr direkt auf den Boden, sondern stets auf diesen Teppich, was realitätsnäher und organischer wirkt. Ein hochinteressanter neuer Schalter erlaubt es Spielern, die autonome Fürsorge durch erwachsene Sims für Säuglinge komplett zu deaktivieren. Ist diese Option aktiv, muss der Spieler alle Pflegehandlungen wie Füttern und Windeln wechseln manuell steuern, soziale Interaktionen wie Schmusen oder Sprechen bleiben jedoch erhalten. Dies gibt erfahrenen Spielern mehr Kontrolle.

Ein weiterer wichtiger Fix betrifft die Reaktion von Säuglingen auf laute Geräusche. Künftig reagieren sie mit einer Gedankenblase und einer einmaligen Lernerfahrung, wenn sie beispielsweise durch Lärm geweckt werden. Dies gibt dem Spieler einen klaren Hinweis auf die Ursache des Aufwachens und verhindert das frustrierende Rätselraten und wiederholte Hochnehmen des Kindes. Zudem wurden mehrere Kernbedürfnisse überarbeitet: Der Hunger von Säuglingen nimmt nun etwas langsamer ab. Das Windelwechseln auf dem Wickeltisch ist um etwa ein Drittel schneller, und das Füttern dauert nur noch rund 15 Sim-Minuten anstelle der bisherigen 30. Auch die autonome Schlaf-Routine für Säuglinge und Kleinkinder wurde verbessert, um Endlosschleifen des Hochnehmens und Ablegens sowie Einfrieren der erwachsenen Sims zu beheben. Ein technisch bedeutsamer Fix sorgt dafür, dass die Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern nicht mehr sinken, wenn der aktive Sim sich auf einem anderen Grundstück befindet. Insgesamt umfasst dieser Bereich mehr als 25 spezifische Bugfixes.

Überarbeitung der Autonomie und Schlafmechanik

Ein zweiter großer Schwerpunkt liegt auf der allgemeinen Autonomie der Sims und ihrem Schlafverhalten, zwei Bereiche, die in der Community oft für skurrile oder ineffiziente Verhaltensweisen sorgten. Zu den beliebtesten Änderungen zählt sicherlich die Anpassung des zwanghaften Wassertrinkens. Sims werden nicht mehr autonom und permanent Gläser Wasser zapfen und trinken. Ebenso wurde das autonome Tanzen deutlich heruntergefahren; Sims führen diese Aktion nun nur noch etwa einmal am Tag aus, statt ständig.

Für den Schlafbereich gibt es mehrere praktische Verbesserungen. Wird ein schlafender Sim nun durch einen eingeschalteten Fernseher oder Radio geweckt, wird er das Gerät selbständig ausschalten und sich wieder ins Bett legen. Erschöpfte Sims, die ihr Bett erreichen, fallen nicht mehr direkt daneben vor Erschöpfung um, sondern legen sich zuverlässig hinein. Besitzer des Erweiterungspacks „Lovestruck“ erhalten zudem die neue Interaktion „Gekuschelt schlafen“. Dies erlaubt es zwei Sims in einer romantichen Beziehung, endlich gemeinsam in einem Bett zu schlafen, ohne sich ständig abwechselnd hinlegen und aufstehen zu müssen – ein lang erwarteter Fix für ein immersiveres Beziehungsleben.

Neue Gestaltungsmöglichkeiten im Editor für Sims

Das Update bringt nicht nur Fehlerbeseitigung, sondern auch neue kreative Freiheiten. Im „Sims erstellen“-Modus (CAS) wird eine vollständig neue Kategorie namens „Basisschichten“ (Base Layers) eingeführt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Schicht Unterwäsche oder Basics, die mit jeder beliebigen Oberbekleidung kombiniert werden kann. Dies eröffnet völlig neue Stilmöglichkeiten, etwa das Tragen eines Tanktops unter einem offenen Hemd oder einer Bluse. Das Angebot umfasst 8 Varianten für Erwachsene, 4 für Kinder und 2 für Kleinkinder, jeweils in mehreren Farbgebungen. Insgesamt versprechen die Entwickler über 380 neue Kombinationsmöglichkeiten durch diese Addition.

Technische Verbesserungen und Stabilitäts-Fixes

Hinter den Kulissen werden zahlreiche technische Anpassungen vorgenommen. Das System für automatische Sicherungsspeicherstände wird häufiger Backups anlegen, um Datenverluste weiter zu minimieren. Für die Modding- und Content-Creator-Community wird die Dokumentation verbessert, was die Entwicklung von Custom Content erleichtern soll. Ein besonders auffälliges Problem, die sogenannten „schwarzen Fotos“ in der Ingame-Fotogalerie, bei denen Texturen verloren gingen, soll umfassend behoben sein. Die Entwickler geben an, alle sechs bekannten Ursachen für diesen Fehler beseitigt zu haben.

Weitere wichtige Korrekturen betreffen den Stammbaum, um unerwünschte Änderungen an Verwandtschaftsverhältnissen beim Bearbeiten eines Sims im CAS zu verhindern. Die Standardsortierung in der Online-Galerie wird wieder auf „Neueste zuerst“ zurückgesetzt. Für Besitzer des „Royalty & Legacy“-Erweiterungspacks werden spezifische Bugs behoben: Das Große-Ball-Event (Grand Ball) funktioniert nun korrekt, und Gäste erscheinen im angeforderten Dresscode. Masken bleiben auch beim Kostümwechsel des Gastgebers aktiv. Zudem werden Stimmungsdebuffs wie „Poor Leadership“ (Schlechte Führung) beim Dynastieoberhaupt sowie Probleme mit der Nachkommenschaft in fertig erstellten Dynastien behoben.

Ausblick: Eine nachhaltige Initiative für die Zukunft

Die Entwickler betonen, dass dieses massive Update kein einmaliges Ereignis ist, sondern den Start einer längerfristigen Initiative markiert. Die Arbeit an der Verbesserung des Grundspiels und der Behebung langjähriger Community-Beschwerden soll in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Es werden weitere kostenlose Inhalte, Kollaborationen und Partnerschaften angekündigt.

Gleichzeitig kommuniziert das Team transparent, welche bekannten Probleme mit dem Patch vom 12. Mai noch *nicht* gelöst werden, aber in aktiver Bearbeitung sind. Dazu zählen Abstürze auf Konsolen nach dem vorherigen Patch 2.13, Performance-Einbrüche (Lags) nach etwa einer Stunde Spielzeit, das sogenannte „Einfrieren der Zeit“ bei laufender Welt-Simulation sowie ein Grafikbug, bei dem Fenster und Türen unter bestimmten Einstellungen in Wänden verschwinden. Auch an der Problematik beschädigter Spielstände wird weiter gearbeitet. Hier vermuten die Entwickler, dass einige Fälle auf einen übermäßigen Einsatz von Platzierungs-Cheats oder extrem umfangreiche, aufgeblähte Spielstanddateien zurückzuführen sein könnten.

Der vollständige und detaillierte Patch-Notes werden am Veröffentlichungstag, dem 12. Mai, veröffentlicht. Die entsprechenden Forenthreads bei EA werden zeitgleich mit den neuesten Informationen aktualisiert. Dieses Update stellt einen bedeutenden Schritt für The Sims 4 dar, der zeigt, dass der Fokus nach Jahren der Erweiterung nun klar auf Verfeinerung, Stabilität und der Behebung von Grundproblemen liegt – eine Entwicklung, die von der treuen Community seit langem begrüßt wird.

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