Windows 11 Update bringt Leistungsplus und Bluetooth-Shared-Audio

Microsoft veröffentlicht optionales Update KB5089573 mit spürbaren Leistungsverbesserungen und neuer Bluetooth-Audio-Freigabe für Windows 11.

Das Update KB5089573 optimiert Startmenü, Task-Manager und ermöglicht gleichzeitiges Audio-Streaming auf zwei Bluetooth-Geräten.
Highlights
  • Das Update KB5089573 verbessert die Performance von Startmenü, Suche und Action Center spürbar.
  • Bluetooth Shared Audio erlaubt das gleichzeitige Streamen auf zwei LE-Audio-kompatible Kopfhörer oder Lautsprecher.
  • Der Task-Manager zeigt jetzt die NPU-Auslastung an und bietet mehr Transparenz bei KI-Prozessen.

Microsoft hat für Windows 11 die optionale Vorschauversion KB5089573 für die Versionen 24H2 und 25H2 veröffentlicht. Das Update bringt keine bahnbrechenden Neuerungen, aber eine Reihe von Verbesserungen, die den Alltag spürbar erleichtern sollen. Im Zentrum stehen eine schnellere Systembedienung, die lang ersehnte Bluetooth-Audioa-Freigabe für zwei Geräte und mehr Transparenz bei KI-Prozessen.

Windows 11 Update: Startmenü und App-Start laufen flüssiger

Der auffälligste Aspekt des Patches ist die Performance-Steigerung. Microsoft hat grundlegende OS-Abläufe optimiert. Der Startmenü, die Suche und das Action Center – täglich genutzte Elemente – sollen sich nun schneller öffnen lassen. Konkrete Zahlen nennt der Hersteller nicht, doch die Beschleunigung der Shell könnte das häufig kritisierte Trägheitsgefühl von Windows 11 merklich reduzieren. Seit der Veröffentlichung von 24H2 scheint der Fokus stärker auf der Erhöhung der gefühlten Geschwindigkeit zu liegen als auf der Integration großer Funktionspakete. Die Optimierungen betreffen auch den Microsoft Store, dessen Download-Leistung und Bandbreiteneffizienz verbessert wurden. Zudem wurde die Fehlerberichterstattung für fehlgeschlagene Downloads über die Gruppenrichtlinie von Windows Update gestärkt.

Bluetooth Shared Audio: Zwei Kopfhörer gleichzeitig nutzen

Eine zweite wichtige Neuerung ist die Shared-Audio-Funktion. Nutzer können von einem Windows-11-PC aus zwei Bluetooth-Geräten gleichzeitig Audio streamen. Möglich macht dies die Broadcast-Technologie von Bluetooth LE Audio. Man wählt in den Quick Settings die Option „Shared Audio“ aus und bestimmt zwei gekoppelte Geräte, etwa Kopfhörer, Lautsprecher oder Hörgeräte. Die Funktion ist bereits von Smartphones bekannt und hält nun Einzug in Windows. Voraussetzung sind zwei LE-Audio-kompatible Bluetooth-Accessoires. Herkömmliche Kopfhörer, die nur den Bluetooth-Classic-Standard unterstützen, sind von der Nutzung ausgeschlossen. Das Feature eignet sich zum Beispiel zum gemeinsamen Filmschauen oder in Situationen, in denen mehrere Personen mit Hörgeräten dieselbe Audioquelle benötigen.

Task-Manager zeigt jetzt die NPU-Auslastung an

Der Task-Manager wurde um wichtige Einblicke erweitert. Neue Spalten für die NPU-Auslastung wurden in den Reitern „Prozesse“, „Benutzer“ und „Details“ ergänzt. Auf dem Register „Leistung“ können Anwender nun nachvollziehen, welche Anwendungen die neuronale Engine einer Grafikkarte wie stark beanspruchen. Bislang war die Verarbeitung von KI-Aufgaben im Hintergrund eine Blackbox. Hinzu kommt die neue Spalte „Isolation“. Sie zeigt an, welche Apps in einem AppContainer ausgeführt werden. Für sicherheitsbewusste Nutzer wird so auf einen Blick sichtbar, welche Prozesse in einer Sandbox laufen. Ein weiterer Fehler wurde behoben: In virtuellen Maschinen zeigte der Task-Manager nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand eine zu hohe CPU-Geschwindigkeit an.

Mehrere Apps können nun gleichzeitig auf die Kamera zugreifen

Windows 11 unterstützt jetzt die Nutzung der Kamera durch mehrere Anwendungen gleichzeitig. Das ermöglicht Szenarien wie eine parallele Aufnahme während einer Videokonferenz. Bisher blockierte eine App die Kamera für alle anderen, was häufig zur Fehlermeldung „Kamera wird bereits verwendet“ führte. Für Unternehmen wurde die Verwaltung über Gruppenrichtlinien ausgebaut, sodass IT-Administratoren den Multi-App-Kamera-Modus und den Basic-Kamera-Modus gerätebasiert steuern können.

Setup, Windows Hello und die Zuverlässigkeit im Alltag

Während der Windows-Installation können Benutzer nun selbst einen Namen für ihren Benutzerordner festlegen. Bisher wurde automatisch der erste Teil der E-Mail-Adresse des Microsoft-Kontos verwendet, was oft zu unerwünschten Ordnernamen führte. Die manuelle Anpassung über die Registrierung oder das Benutzerprofil entfällt damit. Windows Hello profitiert ebenfalls von Optimierungen. Wenn Gesichtserkennung oder Fingerabdruck eingerichtet sind, werden diese auf dem Sperr- und Anmeldebildschirm stets bevorzugt verwendet. Die Authentifizierung nach dem Aufwachen aus dem Modern Standby wurde beschleunigt.

Die allgemeine Systemstabilität wurde an mehreren Stellen verbessert. So sollen Monitore, die an USB4-Docks oder Hubs angeschlossen sind, nach dem Aufwachen aus dem Standby nun zuverlässig initialisiert werden. Der USB3-Stack erhielt einen Wiederherstellungsmechanismus für unerwartete Hardwarefehler. Bei der Einrichtung von DevDrives kann die Größe jetzt in Gigabyte angegeben werden. Die Anzeige temporärer Dateien in den Einstellungen wurde überarbeitet: Die UAC-Abfrage erscheint nun erst beim Klick auf die Anzeige, nicht mehr beim Öffnen der Seite. Auch die Akkulaufzeit von Notebooks profitiert von Änderungen: Der Sensor-Hub wird seltener unnötig aktiv gehalten, und die Stromaufnahme von HID-Geräten wurde reduziert.

Windows-Suche und Schriften wurden verfeinert

Die Windows-Suche kann jetzt Dateien bereits ab einer Eingabe von zwei Zeichen finden. Das erleichtert die Suche nach Dateien mit kurzen Namen. Bei der Schriftart Times New Roman wurden die Darstellung von kombinierten diakritischen Zeichen für griechische und kyrillische Buchstaben korrigiert, was die Positionierung der Zeichen verbessert. Im Taskplaner bleibt die Spaltenbreite nun über Sitzungen hinweg erhalten, und das Laden von Desktopverknüpfungen wurde stabilisiert.

KB5089573 ist ein optionales C-Update und wird nicht automatisch installiert. Es kann manuell über die Windows-Update-Einstellungen bezogen werden. Die finale Verteilung ist für den Juni-Patch-Tuesday vorgesehen. Das Update adressiert keine aufsehenerregenden Neuerungen, sondern beseitigt gezielt langjährige Schwachstellen im Betriebssystem. Die verbesserte Performance, die flexible Bluetooth-Audio-Freigabe und die transparentere Darstellung von KI-Prozessen im Task-Manager sind konkrete Antworten auf immer wieder geäußerte Nutzerwünsche. Eine Installation des Updates ist nicht dringend, aber es lohnt sich, die Änderungen im Blick zu behalten – vor allem, wenn man zu den Anwendern gehört, die von den genannten Problemen betroffen sind.

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