Valve sendet Reservierungs-E-Mails für Steam Machine

Valve startet die erste Verkaufswelle der Steam Machine mit einem innovativen Losverfahren gegen Spekulanten.

Valves neue Reservierungsstrategie für die Steam Machine setzt auf Zufallsziehung statt Wettlauf.
Highlights
  • Valve hat die Bestätigungs-E-Mails für die Steam Machine an die Gewinner der Zufallsziehung verschickt.
  • Nur registrierte Nutzer mit einwandfreiem Konto und einer Kaufhistorie vor dem 27. April 2026 konnten teilnehmen.
  • Personen auf der Warteliste haben eine reelle Chance nachzurücken, wenn Käufer die 72-Stunden-Frist verstreichen lassen.

Valve hat mit dem Versand der Bestätigungs-E-Mails für die Steam Machine begonnen und beendet damit die erste Phase eines neuartigen Reservierungssystems. Nachdem der Steam Controller innerhalb weniger Minuten ausverkauft war und Spekulanten das Geschäft übernommen hatten, setzt das Unternehmen nun auf ein Zufallsprinzip: Nur wer das Glück der Ziehung hatte, darf in der kommenden Woche tatsächlich ein Gerät kaufen. Die E-Mails sind inzwischen verschickt – wer keinen reservierten Platz ergattert hat, landet auf der Warteliste, aber auch dort gibt es noch eine echte Chance.

Zufallsziehung statt Wettlauf: Wie das neue Reservierungssystem von Valve funktioniert

Anders als beim katastrophalen Start des Steam Controller, bei dem Geräte innerhalb von Minuten vergriffen waren und auf Zweitmärkten zu Wucherpreisen angeboten wurden, hat Valve das Verfahren zur ersten Verkaufswelle der Steam Machine fundamental geändert. Statt eines schlichten „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Prinzips entschied man sich für eine Losziehung unter allen Interessenten. Wer sich vor dem 25. Juni um 19:00 Uhr für eine Reservierung angemeldet hatte, nahm automatisch an der Verlosung teil. Die Reservierungswarteschlangen sind dabei nach drei Regionen getrennt: Europäische Union und Vereinigtes Königreich, Nordamerika sowie Australien. In diesen Regionen läuft die Ziehung getrennt, um eine faire Verteilung der ersten Einheiten zu gewährleisten.

Reservierungsplatz erhalten – und jetzt? Der Ablauf für die Glücklichen

Wer die E-Mail mit der Bestätigung eines Reservierungsplatzes erhalten hat, muss vorerst nichts weiter tun. Valve versendet im Laufe der Woche ab dem 29. Juni Kauf-E-Mails – und zwar streng nach der Reihenfolge, die sich aus der Randomisierung ergeben hat. Ist die Kauf-E-Mail eingetroffen, bleibt ein Zeitfenster von maximal 72 Stunden, um die Transaktion abzuschließen. Wer diese Frist versäumt, verliert den Reservierungsplatz, der dann automatisch an die nächste Person in der Warteschlange weitergegeben wird. Wichtig: Wer sich für mehrere Modelle der Steam Machine angemeldet und bei mehr als einem einen Platz ergattert hat, bekommt automatisch das Modell der höchsten Preisklasse zugeteilt. Die Reservierungen für die anderen Varianten werden gestrichen.

Warteliste ist nicht gleich Endstation: Wie Interessenten nachrücken können

Die zweite mögliche E-Mail informiert darüber, dass man auf die Warteliste gesetzt wurde. Das ist jedoch keinesfalls das endgültige Aus. Valve stellt klar: Sollten Kunden mit festem Reservierungsplatz ihre Bestellung nicht innerhalb der 72-Stunden-Frist abschließen oder von sich aus stornieren, rücken Personen von der Warteliste nach. Die Position auf der Warteliste wurde ebenfalls per Zufallsverfahren ermittelt, sodass alle nicht berücksichtigten Teilnehmer eine faire Chance auf einen nachrückenden Platz haben. Zudem dient diese Liste als Grundlage für die nächsten Produktionschargen: Valve kündigt an, dass die Reihenfolge der Warteliste auch für künftige Verkaufswellen maßgeblich bleibt. Wer sich erst nach dem 25. Juni anmeldet, wird in derselben Warteschlange hinten angestellt – allerdings nach dem Datum der Anmeldung, nicht nach dem Zufallsprinzip. Für Mehrfachanmelder gilt eine Sonderregel: Wer sich für mehrere Modelle beworben hat, aber bei keinem einen Reservierungsplatz erhielt, wird in die Warteliste des Modells eingetragen, bei dem er der Ziehung am nächsten gekommen ist.

Welche Voraussetzungen galten für die Reservierung der Steam Machine?

Nicht jeder konnte sich überhaupt für die Verlosung anmelden. Valve hatte harte Hürden eingebaut, um Spekulation und Mehrfachbestellungen zu unterbinden. Zugelassen wurden nur Personen, die vor dem 27. April 2026 einen Kauf bei Steam getätigt hatten und deren Konto sich in einem einwandfreien Zustand befand. Darüber hinaus prüfte der Konzern die Zahlungsmethode, die Lieferadresse und weitere Daten, um sicherzustellen, dass pro Haushalt nur eine einzige Steam Machine erworben werden kann. Die Maßnahmen zielen direkt auf das Problem der Weiterverkäufer ab, die beim Steam Controller binnen einer Stunde dutzende Geräte abgreifen und zu überhöhten Preisen anbieten konnten. In Asien liegt die Distribution der Steam Machine in den Händen von Komodo – und dort zeigt sich, wie hoch die Nachfrage tatsächlich ist. In Japan war das Gerät bereits nach wenigen Stunden restlos ausverkauft, obwohl der Preis dort die 1.000-Euro-Marke überschreitet.

Das von Valve gewählte Modell der Zufallsziehung ist ein bemerkenswerter Schritt für den Hardware-Vertrieb eines Spielekonzerns. Es löst nicht alle Probleme – insbesondere die Begrenzung auf eine Region und die strengen Kontrollen schließen viele potenzielle Käufer aus. Doch die Botschaft ist eindeutig: Valve will verhindern, dass die Steam Machine zum Spielball von Spekulanten wird, bevor sie überhaupt bei echten Spielern ankommt. Ob das System hält, was es verspricht, wird sich zeigen, sobald die ersten Kauf-E-Mails versendet werden und die 72-Stunden-Fristen ablaufen. Die Warteliste dürfte in den kommenden Wochen noch für einige Überraschungen sorgen.

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