Intel hat einen neuen Grafiktreiber veröffentlicht, der offizielle Unterstützung für den Prozessor Arc G3 Extreme mit sich bringt. Während Besitzer des High-End-Chips damit die ersten optimierten Treiber erhalten, bleibt die Frage nach einer günstigeren Version des Arc G3 offen – in den Support-Dokumenten sucht man sie vergebens.
Neuer Treiber: Intel Arc Graphics 32.0.101.8860 WHQL veröffentlicht
Am Mittwoch, den 1. Juli, hat Intel den Grafiktreiber Arc Graphics 32.0.101.8860 WHQL bereitgestellt. Es handelt sich um die aktuellste öffentliche Version für die Desktop-GPUs der Arc-Serie sowie für Prozessoren der Core-Ultra-Reihe mit integrierten Arc-Grafikeinheiten. Das Update adressiert eine Reihe von Abstürzen und Darstellungsfehlern in populären Titeln, darunter Apex Legends, Indiana Jones and the Great Circle und Battlefield 6. Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass dieser Treiber die erste offizielle Erwähnung des Prozessors Intel Arc G3 Extreme in den Support-Unterlagen darstellt.
Arc G3 Extreme als einzige Variante: Günstigere Version Fehlanzeige
Die Verfügbarkeit des Arc-G3-Ökosystems beschränkt sich derzeit auf das High-End-Segment. Das MSI Claw 8 EX AI+ ist das einzige Gerät mit einem Arc G3 Extreme, das aktuell im Handel erhältlich ist. Es wird in einer einzigen Konfiguration mit 32 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und 1 TB Speicher angeboten. In den USA liegt der Preis je nach Händler zwischen 1.699 und 1.799 US-Dollar, was umgerechnet etwa 1.575 bis 1.670 Euro entspricht.
Der ONEXPLAYER 3 ist das zweite bestätigte Gerät mit diesem Prozessor. Hier sind die Preise und Spezifikationen bekannt, der Vertrieb läuft jedoch über eine Crowdfunding-Kampagne und nicht über den traditionellen Einzelhandel. Die Einstiegskonfiguration startet bei 1.399 US-Dollar (ca. 1.300 Euro) und bietet 24 GB RAM sowie 512 GB Speicher. Die maximal bestückte Version mit 32 GB RAM und 1 TB Speicher kostet 1.699 US-Dollar (ca. 1.580 Euro). Auch Acer bereitet ein mobiles Gerät auf Basis dieser Plattform vor, rechnet jedoch nicht vor September mit einer Auslieferung.
Wichtig für europäische und speziell deutsche Käufer: Die genannten Preise sind internationale Listenpreise. Für Endkunden in Deutschland kommen in der Regel noch Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls Zollgebühren hinzu, was den Endpreis deutlich erhöht.
Preisvergleich: Arc G3 Extreme gegenüber Ryzen Z2 Extreme
Die günstigste Konfiguration eines Geräts mit Arc G3 Extreme liegt bei 1.399 US-Dollar. Damit liegt sie rund 400 US-Dollar über dem ASUS ROG Ally X, der mit einem Ryzen Z2 Extreme ausgestattet ist und zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 US-Dollar (ca. 930 Euro) startet. Die Differenz zum MSI-Modell beträgt sogar mindestens 700 US-Dollar (ca. 650 Euro).
Schnelle Antwort: Welche Vorteile bietet der neue Intel Arc Treiber?
Der Intel Arc Graphics 32.0.101.8860 WHQL Treiber behebt spezifische Spieleabstürze und Grafikfehler. So werden unter anderem Crashes beim Aktivieren von Path Tracing in Indiana Jones and the Great Circle sowie Grafikverzerrungen in Apex Legends auf einigen Karten korrigiert. Zudem legt er den Grundstein für die Softwareunterstützung der neuen Arc G3 Extreme Prozessoren.
Auch Panther Lake und B370-Grafikeinheiten im Scope
Die Versionshinweise gehen über die direkte Unterstützung des Arc G3 Extreme hinaus. Intel listet dort auch die Core Ultra 3 Serie der Panther-Lake-Plattform mit den integrierten GPUs Arc B390 und B370 auf. Dies verdeutlicht, dass die fehlende Erwähnung einer günstigeren Arc-G3-Variante nicht auf eine generelle Vernachlässigung mobiler Plattformen hindeutet. Vielmehr konzentriert sich die erste dokumentierte Unterstützung im Arc-G3-Ökosystem auf das Extreme-Modell.
Korrekturen und bekannte Probleme im Überblick
Die Fehlerbehebungen im neuen Treiber erstrecken sich über fünf Hardware-Plattformen: Von den integrierten Arc-Grafikeinheiten der Core Ultra Serie 1 und 2 über die aktuelle Serie 3 bis hin zu den diskreten Arc-GPUs der Serien A und B. Korrekturen für Apex Legends und Indiana Jones and the Great Circle sind plattformübergreifend enthalten. Spezifische Verbesserungen für Euro Truck Simulator 2 und Battlefield 6 finden sich vor allem auf den neueren Plattformen.
Die Liste der bekannten Probleme ist ebenfalls generationsübergreifend. Titel wie Marathon und Borderlands 4 bereiten auf mehreren Plattformen Schwierigkeiten. Anwender der Arc-Serie B werden zudem darauf hingewiesen, dass für die fehlerfreie Nutzung der PugetBench-Benchmarks für Adobe Premiere Pro und DaVinci Resolve Studio manuell der Timeout-Regler in den Benchmark-Einstellungen auf 1.500 Sekunden oder mehr eingestellt werden muss.
Instabilitäten in der Intel Graphics Software
Ein weiterer Punkt betrifft die mitgelieferte Intel Graphics Software in Version 26.18.2353.2. Hier kann es unter Windows 10 zu einem intermittierenden Absturz kommen, wenn die Option zum Zurücksetzen aller Einstellungen genutzt wird. Ein seitenweises Zurücksetzen funktioniert hingegen fehlerfrei. Auch bei der ersten Neuanordnung von Metriken im Auswahlfenster kann die Software einmalig abstürzen, ohne dass dies die weitere Nutzung beeinträchtigt.