Gunzilla-Boss weist Vorwürfe zurück: Gehälter nie mehr als eine Woche verspätet

Der CEO von Gunzilla Games, Vlad Korolev, hat sich nach Vorwürfen ehemaliger mitarbeiternicht/“ title=“mitarbeiternicht/“ title=“mitarbeiter-nicht/“ title=“mitarbeiter-nicht/“ title=“mitarbeiter-nicht/“ title=“mitarbeiter-nicht/“ title=“mitarbeiter-nicht/“ title=“mitlohnzahlungs-problemen-fuer-mitarbeiter/“ title=“Gunzilla Games mit Lohnzahlungs-Problemen für Mitarbeiter„>mitarbeiter-nicht/“ title=“Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Gunzilla: Entwickler von Off The Grid zahlt Mitarbeiter nicht“>Mitarbeiter zu massiven Gehaltsverzögerungen in einem umfangreichen Social-Media-Post geäußert. Während er den Erfolg des NFT-basierten Battle-Royale-Titels Off The Grid feiert, streitet er die pauschalen Anschuldigungen ab. Seine Kernaussage: Die Gehälter festangestellter Mitarbeiter seien in der sechsjährigen Entwicklungsgeschichte nie länger als eine Woche verspätet gewesen. Die Kontroverse wirft jedoch ein grelles Licht auf die prekären Arbeitsbedingungen von Vertragsarbeitern in der Spielebranche sowie auf eine aggressive Kommunikationsstrategie, die Kritiker pauschal als „Hater“ bezeichnet.

Vorwürfe ehemaliger Mitarbeiter lösen Debatte aus

Ausgelöst wurde der Disput durch öffentliche Anschuldigungen früherer Gunzilla-Mitarbeiter auf Plattformen wie LinkedIn. Der Animator Paul Creamer und Talent Acquisition Lead Anna Savina berichteten von monatelangen ausstehenden Zahlungen. Creamer erklärte detailliert, er sei seit Oktober 2025 nicht mehr bezahlt worden und habe dennoch auf Zusagen hin weitere drei Monate gearbeitet. Diese Aussagen stellten die finanzielle Integrität des Studios, das mit seinem ambitionierten Projekt Off The Grid die Web3-Gaming-Branche repräsentieren möchte, massiv in Frage. Die Anschuldigungen trafen einen Nerv in einer Industrie, die bereits chronisch mit Crunch-Kultur und prekären Beschäftigungsverhältnissen zu kämpfen hat.

Die Reaktion des CEOs: Zwischen Entschuldigung und Konfrontation

Vlad Korolevs Antwort, in einem langen Tweet veröffentlicht, ist ein bemerkenswertes Dokument aus Defensive und Offensive. Er beginnt mit einem Frontalangriff auf Kritiker, denen er unterstellt, das Spiel nie gespielt und nie ein Unternehmen geführt zu haben. Ihre Motive beschreibt er als das Säen von FUD (Fear, Uncertainty, and Doubt) für Klicks. Gleichzeitig stellt er die Arbeit seines Teams als einen pausenlosen „Tag-und-Nacht-Kampf“ dar, bei dem Work-Life-Balance bewusst keine Rolle gespielt habe, um ein Projekt im Maßstab eines Call of Duty als unabhängiges Studio zu realisieren. Diese Darstellung normalisiert nicht nur Crunch, sondern stilisiert ihn zur notwendigen Voraussetzung für ambitionierte Projekte.

Die zentrale Stellungnahme zu Gehaltszahlungen

Im Kern seiner Stellungnahme adressiert Korolev schließlich die Zahlungsvorwürfe. Er bestätigt, dass das Studio seit über einem Jahr Kosten optimiere – eine Praxis, die er als in der gesamten Gaming-, Crypto- und Tech-Branche üblich darstellt. Entscheidend ist seine Differenzierung zwischen verschiedenen Mitarbeitergruppen. Er räumt ein, dass Zahlungen „in einer Weise geplant werden können, die für den Cashflow des Unternehmens funktioniert – nicht immer für jeden Einzelnen“. Für festangestellte, offizielle Mitarbeiter betont er jedoch, dass deren Gehälter in sechs Jahren nie um mehr als eine Woche verzögert wurden. Dies impliziert zugleich, dass Vertragsarbeiter und Freelancer von den gezielten Verzögerungen betroffen waren. Eine pauschale Entschuldigung („Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten“) folgt, wirkt aber neben der vorangegangenen polemischen Rhetorik halbherzig.

Die unscharfe Grenze: Festangestellte vs. Contractor

Korolevs Aussage zieht eine klare Trennlinie zwischen festangestellten Mitarbeitern und Vertragskräften. Was jedoch in der Praxis oft verschwimmt, ist die Realität vieler Entwickler, die über lange Zeiträume in Vollzeit für ein Studio arbeiten, aber formal auf Basis von Werkverträgen oder Freelance-Vereinbarungen angestellt sind. Für diese Personen, die möglicherweise faktisch ein volles Gehalt invoicen, stellen gezielte Zahlungsverzögerungen eine existenzielle Bedrohung dar. Die Industrie ist bekannt für den extensiven Einsatz solcher prekärer Beschäftigungsverhältnisse, die Studios finanzielle Flexibilität auf Kosten der Planungssicherheit der Arbeiter bieten. Korolevs Erklärung, einer der lautesten Kritiker – ein Contractor – sei erst vor einer Woche vollständig ausgezahlt worden, unterstreicht dieses Problem, anstatt es zu entkräften.

Der größere Kontext: Web3-Gaming unter Druck

Die gesamte Kontroverse steht im Schatten des hochriskanten Web3– und NFT-Gaming-Sektors. Off The Grid wird von Korolev explizit als „größtes Web3-Spiel aller Zeiten“ bezeichnet, das für die gesamte Branche vor der traditionellen Gaming-Welt stehe. Dies setzt das Projekt und das Studio unter enormen Erfolgsdruck. In einem volatilen Marktumfeld, in dem Kryptowährungen schwanken und die Skepsis gegenüber NFT-Mechaniken in Spielen groß ist, gehören Cashflow-Probleme für viele Start-ups zur Tagesordnung. Die Optimierung von Kosten, wie von Korolev beschrieben, ist dann oft ein Überlebensmechanismus. Die Art der Kommunikation – das aggressive Zurückweisen von Kritik und das Feiern von „Innovation“ – erscheint dabei auch als Strategie, Investoren und die Community bei der Stange zu halten. Der Verweis auf die Auszeichnung als eines der „innovativsten Spieleunternehmen 2026“ durch Fast Company, ermöglicht durch den Kauf von Game Informer, dient in diesem Kontext vor allem der Imagepflege.

Während Vlad Korolev die pauschalen Vorwürfe monatelanger Nichtzahlung für das Kernteam zurückweist, bestätigt seine differenzierte Erklärung indirekt die prekäre Lage derjenigen, die nicht den Status eines Festangestellten genießen. Die Episode offenbart weniger einen singulären Skandal als vielmehr ein strukturelles Problem der Branche, in der die Grenze zwischen heldenhaftem Einsatz und Ausbeutung, zwischen notwendiger Finanzoptimierung und verantwortungsloser Zahlungspraxis fließend ist. Die endgültige Bewertung des Falls hängt davon ab, wie Gunzilla Games zukünftig mit allen, die an seinem ambitionierten Projekt arbeiten, umgeht – nicht nur mit denen auf der offiziellen Gehaltsliste.

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