Marathon führt mit dem Mid-Season-2-Update einen experimentellen PvE-Modus ein, der auf den Namen Vault Breaker hört und als Roguelite konzipiert ist. Die gute Nachricht: Der Modus kommt am 21. Juli. Die schlechte: Er ist nur zwei Wochen lang spielbar – bis zum 4. August. Bungie testet hier offenbar neues Terrain, doch der enge Zeitrahmen dürfte bei vielen Spielern für Frust sorgen, zumal ein vollwertiger PvE-Modus erst für Season 3 angekündigt ist.
Was ist Vault Breaker? Ein Roguelite-Modus mit eigenem Währungssystem
Vault Breaker ist ein PvE-Modus mit Roguelite-Elementen. Spieler infiltrieren den Cryo Archive entweder alleine, zu zweit oder im Dreier-Team. Ziel ist es, eine Reihe zunehmend schwierigerer Tresorräume (Vaults) zu überwinden. Auf den Läufen sammelt man Vault Data, eine neue Währung, mit der im Vault Breaker Armory ein einzigartiges sponsored Kit aufgewertet wird. Die Währung lässt sich außerdem außerhalb des Modus für Items und Ausrüstung ausgeben. Das System kombiniert einen klassischen Roguelite-Progression-Loop mit der bestehenden Spielökonomie – ein geschickter Schachzug, um den Modus auch für jene attraktiv zu machen, die sonst eher dem PvP nachgehen.
Warum ist Vault Breaker nur zwei Wochen verfügbar?
Der Zeitraum vom 21. Juli bis zum 4. August ist auffällig kurz. Bungie selbst bezeichnet Vault Breaker als experimentellen Modus – es handelt sich also aller Voraussicht nach um einen Live-Test. Der Publisher will vermutlich Daten zum Spielverhalten, zur Balance und zur technischen Stabilität sammeln, bevor man sich auf eine dauerhafte Implementierung festlegt. Der Zeitdruck ist für Spieler allerdings ärgerlich: Wer in den zwei Wochen verhindert ist oder andere Prioritäten hat, verpasst das Angebot. Bungie hat jedoch bereits bestätigt, dass in Season 3 ein vollwertiger PvE-Modus erscheinen soll – Details gibt es dazu bislang nicht.
Welche weiteren Änderungen bringt das Mid-Season-2-Update?
Neben Vault Breaker enthält der Patch mehrere kleinere, aber willkommene Neuerungen. Die Icons der Implantate werden abermals überarbeitet, um sie schneller erfassbar zu machen – ein Schritt, der vor allem im hektischen Loot-Gameplay Zeit spart. Die Cradle erhält ein neues Evolutionssystem, mit dem sich Spielerstatistiken zurücksetzen und aufwerten lassen (Prestige-Mechanik) und Runner-Style-Shells freigeschaltet werden können. Zudem gibt es gezielte Verbesserungen an verschiedenen Fähigkeiten: Die Assassin-Shell kann ihre Unsichtbarkeit nun gezielt umschalten, der Thief drohnt Gegner an, und ein neuer Toggle erlaubt das automatische Anlegen von sponsored Kits. Das sind kleine, aber feine Verbesserungen, die auf das Feedback der Community hindeuten.
Ein Testballon mit strategischem Wert
Die zeitliche Befristung von Vault Breaker ist ein klares Signal: Bungie tastet sich vorsichtig an ein dauerhaftes PvE-Angebot heran. Der Modus wirkt wie ein Prototyp, der unter realen Bedingungen geprüft wird, bevor er in Season 3 in eine vollwertige Form überführt wird. Für Spieler bedeutet das eine knappe Gelegenheit, den neuen Spielstil zu erleben und gleichzeitig Einfluss auf die weitere Entwicklung zu nehmen. Wer sich für die Zukunft von Marathon interessiert, sollte sich die zwei Wochen im Kalender blocken – es könnte die Blaupause für das PvE-Erlebnis der kommenden Seasons sein.