Nur zwei Jahre nach dem mit Spannung erwarteten Release erlebt Ubisofts Piratenabenteuer Skull and Bones seinen nächsten Tiefpunkt: Das Spiel ist auf Steam derzeit für nur 2,99 US-Dollar erhältlich – ein Rabatt von 90 Prozent auf die Deluxe-Edition. Die Standardversion kostet sogar nur 2,19 US-Dollar, und die Year-2-Premium-Edition ist für 4,39 US-Dollar zu haben. Ein historischer Preisverfall für einen Titel, der einst als erster AAAA-Titel des Publishers angekündigt wurde und mit enormen Erwartungen an den Start ging.
Der Absturz eines vermeintlichen Blockbusters
Skull and Bones war ursprünglich als Erweiterung für Assassin’s Creed IV: Black Flag geplant, entwickelte sich aber zu einem eigenständigen Spiel, das Ubisoft als „AAAA“-Erfahrung vermarktete. Die Entwicklung verschlang Berichten zufolge rund 850 Millionen US-Dollar – eine Summe, die selbst für Branchenverhältnisse astronomisch ist. Doch das Ergebnis konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen: Nach dem Launch im Februar 2024 fiel die Spielerzahl auf Steam auf unter 400 gleichzeitige Nutzer, und innerhalb weniger Monate verlor das Spiel 90 Prozent seiner aktiven Community. Selbst der gefloppte Titel Suicide Squad: Kill the Justice League schnitt in dieser Hinsicht besser ab.
Der Preisverfall als Symbol des Scheiterns
Der jetzige Rabatt von 90 Prozent ist nicht der erste drastische Preisnachlass. Bereits zwei Monate nach Release gewährte Ubisoft einen Rabatt von 50 Prozent, um dem Spieler-Massenexodus entgegenzuwirken. Die aktuellen Angebote – Deluxe für 2,99 Dollar, Standard für 2,19 Dollar, Year-2-Premium für 4,39 Dollar – markieren den historischen Tiefststand des Spiels. Für Neugierige ist dies zweifellos die günstigste Gelegenheit, das Piratenabenteuer auszuprobieren, doch der Preissturz unterstreicht vor allem das Ausmaß des kommerziellen Desasters.
Ubisofts verlorene Wette auf das AAAA-Segment
Der Misserfolg von Skull and Bones reiht sich nahtlos in die jüngste Serie von Fehltritten des französischen Publishers ein. Nach Jahren übertriebener Versprechungen und gescheiterter Projekte steht Ubisoft unter Druck, seine Strategie zu überdenken. Die Idee, ein Spiel mit einem Budget nahe einer Milliarde Dollar zu entwickeln und als überlegenes Produkt zu positionieren, hat sich als Irrweg erwiesen. Die Community reagierte mit Ablehnung auf das seelenlose Open-World-Design, das inhaltlich kaum über das Niveau eines ehemaligen DLCs hinauskommt. Es ist unwahrscheinlich, dass Ubisoft in absehbarer Zeit erneut eine AAAA-Kategorie anstrebt.
Hätte Skull and Bones besser als Erweiterung für Black Flag funktioniert? Sollte Ubisoft sich wieder auf klassische AAA-Produktionen konzentrieren? Diskutieren Sie mit in den Kommentaren.